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Kapitel: Autographen

Bachmann, Ingeborg. Teilnachlass. Sammlung von Vorlesungsmitschriften, Exzerpten, Vorarbeiten zur Dissertation, Briefen. Zusammen mit über 1200 Seiten meist Originalhandschriften, darunter einige Hefte sowie Typoskripte, meist Bleistift oder Tinte. Innsbruck, Graz, Wien, 1945-1950. Außerdem: 17 Schreiben (11 eh. Briefe mit Unterschrift, 2-8 Seiten; 5 masch. Briefe mit eh. Unterschrift, zusammen 46 Seiten an ihre Schulfreundin Ingeborg Frey (1943- 1949). Der Teilnachlass mit über 1100 handschriftlichen Seiten wurde in seiner ursprünglichen Ordnung belassen. 400.000,00 EUR
Ingeborg Bachmann (25. Juni 1926 in Klagenfurt - 17. Oktober 1973 in Rom). Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Von 1945 bis 1950 studierte sie Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften an den Universitäten Innsbruck, Graz und Wien. Ihre Doktorarbeit setzt sich kritisch mit Martin Heidegger auseinander. Der Nachlass von Ingeborg Bachmann gehört zu den Neueintragungen in das österreichische „Memory of the World".
Anbieter: Moser Andreas Tel: 0043 1 5355317 Mobil: 0043 664 1057883 office@antiquariat-moser.at
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Carle, Eric. Draw Me a Star. 1. Aufl. New York, Philomel Books, 1992. Mit zahlr. Abbild. ca. 40 S. 4°, OKart. mit Schutzumschlag. 945,00 EUR
English and original edition. Mit Widmung des Künstlers für Kurt Weidemann. Beiliegend: ein zweiseitiger handschriftlicher Brief (Autograph) von Eric Carle an Kurt Weidemann (nicht datiert) / Two-paged letter from Eric Carle to Kurt Weidemann (undated), zwei ganzseitige eigenhändige Zeichnungen Carles: 1) Porträt von K. Weidemann (signiert) 2) Skizze des "Stellwerk 7" (wird im Brief genannt) / two original full-page hand-drawings by Carle: 1) Portrait of K. Weidemann (signed) 2) Sketch of "Stellwerk 7" (is mentioned in the letter). Einband leicht bestoßen. Schönes Ex. Fine copy. Rarissimum / very rare.
Anbieter: Antiquarius Tel: 0228 9267940 info@buch-antiquarius.de
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Carré de Montgeron, Louis Basile. Schriftsteller (1686-1754). La verité des miracles operés par l`intercession de M. de Paris, Demontrée contre M. l`Archevêque de Sens [...] 20 Teile in einem Band. Utrecht, Libraires de la Compagnie, 1737. 4°. Mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titelvignette, 19 Kupfertafeln (1 gefaltet) und 2 gestoch. Textvignetten von P. Yver. Brauner Lederband mit rotem Rückenschild (beschabt, oberes Kapital restauriert). 580,00 EUR
Sander 1392. Lipperheide Fb 27. Waller I, 1783 (jeweils mit abweichender Kollation). Cohen-de Ricci 733. Reynaud 364. - Vgl. Thieme-B. XXXVI, 368. - Louis Basile Carré de Montgeron beschreibt Wunderheilungen, die rund um das Grab des Diakon François de Paris auf dem Friedhof Saint-Médard in Paris stattgefunden haben sollen und die somit auch eine Darstellung der schwärmerischen jansenistischen Bewegung der Konvulsionäre ist. Die Heilungen vollzogen sich in langen Krisen von Konvulsionen. Da Unruhen befürchtet wurden, ist der Friedhof 1832 geschlossen worden. Montgeron wurde kurz nach Erscheinen seines Werkes in die Bastille eingesperrt. Die Tafeln zeigen die Personen in ihrem Zustand vor und nach der Heilung. - "Carré de Montgeron passe l`essentiel de sa vie à défendre la cause convulsionnaire. Il s`attaque notamment à l`archevêque de Sens, Languet de Gergy. L`oeuvre de sa vie est une réfutation complète des attaques contre les miracles du diacre Pâris et les convulsionnaires, au tome premier de laquelle il consacrera les années 1733 à 1737. Il rassemble des certificats, des actes notariés, des mémoires, toutes pièces justificatives. Il fait dessiner par le peintre Jean Restout des portraits des miraculés qui sont ensuite gravés. Ce travail lui prend quatre années, le tout clandestinement car il n`a pas demandé la nécessaire permission de publier qui lui aurait été, de toutes façons, refusée. Le cardinal de Fleury avait donné presqu`immédiatement l`ordre de l`arrêter, ce qui est fait à son domicile au milieu de la nuit." - Etw. fleckig und gebräunt. Innendeckel mit Exlibris.
Anbieter: Köstler Eberhard Tel: 08158 3658 info@autographs.de
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Doderer, Heimito von, Schriftsteller (1896-1966). Eigenh. Brief mit U. ("Heimito"). Ohne Ort [Wien], 23. V. [ohne Jahr, wohl 1953]. 4°. 2 S. quer beschrieben. 1.100,00 EUR
Erotischer Brief mit intimen Anweisungen an seine zweite Frau Emma Maria Thoma. Die beiden lernten sich 1937 kennen und heirateten am 25. September 1952. Sie bezogen aber nie eine gemeinsame Wohnung, sondern besuchten sich gegenseitig, manchmal für Wochen. Diesmal sollte Maria von Landshut zu Doderer nach Wien kommen: "Meine liebe gute verehrte Frau - mein süsser tugendhafter Schatz, Dein Brieflein hat mich innig gefreut, wie wird das erst sein, wenn ich Dich selbst in den Armen haben werde! Komme nur schon, wenn irgend möglich, am Samstag - Abend, ich kann`s kaum erwarten, und es wird sich halt wieder zeigen, dass die beste und anständigste Frau, und gar schon ein solcher keuscher Engel wie Du, vom eigenen Mann ganz schlimme Sachen aushalten muss; und noch dazu ist meine [doppelt unterstrichen] Maria eine so vorbildliche Frau, dass sie dabei die größte Sanftmut und Geduld immer bewiesen hat, die Süße, denn ich darf sie nämlich überallhin küssen, und sie macht die lieben [doppelt unterstrichen] Augen dabei zu, was soll sie sonst machen ….. [Punkte von Doderer selbst]. Es bleibt ihr mit der ganzen Tugend nichts anderes übrig, denn der Lausbub ist ja ihr eigener Mann, und da besteht die Tugend einer Frau gerade darin, dass sie so geduldig ist, und ihre Keuschheit sogar einem wilden Eichkätzl ausliefert, das sie aber unendlich liebt und tief dankbar ist für solche süsse weibliche Gaben! /// Mein Süssestes, Bettwäsche und sonst alles ist genug da (und Du wirst schneeweis und blond zwischen den weissen Linnen liegen). Eine Bitte [doppelt unterstrichen] hab` ich, erfüll` sie mir und vergiss nicht darauf: nimm` ausser jenem süssen blauen Nachtgewand, dass Du zu Ostern hier hattest, auch ein solches liebes altmodisches Nachthemdchen mit wie ich es an Dir sah, als ich zum letzten Mal in Landshut war (weiss, oben ein wenig zu öffnen, mit einem Bändchen gewunden). Das hat mir so [dreifach unterstrichen] gut gefallen! Drittens wird es gut sein, wenn Du etwas mehr Geld als Du unbedingt brauchst, mitnimmst, denn am Ende des Monats hab` ich natürlich keins mehr, und wir werden ja mal ausgehen. Ich wollt` es Dir nur sicherheitshalber sagen. Dann, vor allem, und nach allem und überhaupt: ich bete Dich an, weil Du so süss und so unendlich brav und treu und entzückend hingebend, schamhaft und voll Charme bist. Ich küsse Deine Füsschen und Händchen Tausendmal immer Dein Heimito 23/V"
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Doderer, Heimito von. Sammlung von 8 Briefen oder Karten und 5 Widmungsexemplaren. meist Wien, 1954-1965. verschiedene Formate. 3.800,00 EUR
Hübsche kleine Sammlung mit teils sehr persönlichen und originellen Autographen von Doderer, dabei 4 handschriftliche und 4 maschinengeschriebene, signierte Briefe bzw. Karten an verschiedene Empfänger sowie 5 Widmungsexemplare, davon 3 mehrfarbig, in der für Doderer typischen Poikilographie: (1951, Ein Umweg), (1960, Die Dämonen.), (1959, Grundlagen und Funktion des Romans.), (1966, Meine neunzehn Lebensläufe), (1963, Die Wasserfälle von Slunj). - Genauere Beschreibung auf Anfrage.
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Ein hessischer Leutnant im Spanienfeldzug Napoleons - Sammlung von 4 handschriftlichen Dokumenten (3 Briefe mit Postvermerken, Stempeln und Siegeln, ein juristisches Zeugnis) zum Schicksal eines hessischen Leutnants, der mit Napoleon nach Spanien zog. Dabei auch sein letzter Brief, sowie die Todesnachricht, verfasst von seinen Kameraden. Perpignan und Gerona, 1809. circa 21 x 19,5 bis 29,5 x 21,5 cm. Zusammen 9 Blatt (18 Seiten). 500,00 EUR
Die Belagerung von Gerona 1809 war eine der wichtigsten Kampfhandlungen während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die französische Besatzung in Katalonien. Beteiligt war auch der aus Hanau stammende Leutnant Louis Fay. In seinem letzten Brief zu Lebzeiten berichtet er ausführlich über die Schwierigkeiten des Anmarsches und sein Leben im französischen Heer. Zwei seiner Regimentskameraden übernehmen dann die unangenehme Aufgabe, der "Madam Fay Wolgeboren in Hanau bei Frankfurt" von seinem Tod zu berichten. Dabei ferner ein Bericht des Bataillonskommandeurs vom 2. August 1809 sowie eine Art Führungszeugnis in französischer Sprache. - Wenige Gebrauchsspuren. - Beeindruckendes, wenn auch trauriges Ensemble historischer Dokumente aus der Zeit, als Hessen mit Napoleon in den Krieg zogen. Ausführlichere Beschreibung auf Anfrage.
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Golding, William (1911-1993) - eigenhändiges Widmungsblatt. Lose beiliegend in der Deutschen Erstausgabe seines berühmtesten Werks "Herr der Fliegen". Berlin u. Frankfurt a. M., Fischer 1956. Übertragen von Hermann Stiehl. 8°. 266 S., 1 Bl. OLn. mit farbig illustr. Orig.-Schutzumschlag (Eberhard G. Rensch). 180,00 EUR
Das Albumblatt mit der Widmung in deutscher Sprache: "Mit freundlichen Grüßen. William Golding". Die Buchausgabe sehr gut erhalten; lediglich der Schutzumschlag mit kleineren Läsionen.
Anbieter: Knöll Tel: 04131 32390 Mobil: 0160 4861800 norbert.knoell@gmx.de
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Guevara de la Serna, Ernesto, genannt "Che", Revolutionär, Arzt und Autor (1928-1967). Eigenh. Widmung mit Ort, Datum (New York, 13. XII. 1964) u. U. auf dem Vortitel seines Buches "Pasajes de la Guerra Revolucionaria" ["Kubanisches Tagebuch"]. [Havana], Ediciones Unión / Narrationes, 1963. 8°. 26 S., 1 Bl. OBrosch. - Mit Beigaben. 3.400,00 EUR
Erstausgabe des einzigen Buches von Che Guevara über den Verlauf des Kubanischen Revolutionskrieges mit 4-zeiliger Widmung an den brüderlich geschätzten Journalisten Robert Taber: "Para Rob Taber autor / en estar … [?] fraternalmente / [= "Für Rob[ert] Taber Autor / von … [diese zwei Worte sind nicht zu entziffern] brüderlich] / Che // New York 13/12/64". - // - Diese Widmung Che Guevaras entstand anlässlich seines Besuchs in New York, wo er zwei Tage vorher, am 11. Dezember, als Leiter der kubanischen Delegation eine vielbeachtete Rede vor den Vereinten Nationen hielt. Sein Aufruf zur revolutionären Gewalt als Mittel der internationalen Politik war der Höhe- und zugleich Wendepunkt seiner Karriere als kubanischer Revolutionär. Der realpolitisch geprägte Fidel Castro begann sich von Che abzuwenden. - // - Der Adressat der Widmung, CBS-Reporter Robert Taber, war 1957 als investigativer Journalist in die umkämpften Ostteile Kubas gegangen, um die Lüge Batistas aufzudecken, dass Fidel Castro tot sei. Sein Interview mit Castro bewirkte den historischen Wendepunkt für die Kubanische Revolution. Ebenso war er während des Invasionsversuchs im April 1961 (Schweinebucht) der einzige amerikanische Reporter auf Seiten der Revolutionskämpfer und wurde dabei sogar verwundet. - Der vordere Deckel der Broschur hat sich gelöst, der hintere mit Wasserrand, der Umschlag ist stark berieben. Der Buchblock mit der Widmung selbst ist sehr schön. - DABEI: der sehr seltene Errata Zettel ("Erratas Advertidas") zum Buch von Che und das Buch von Robert Taber "M-26. Biographie of a Revolution" New York, Lyle Stuart, 1961. 8°. 348 S. OHLn. OU. [nur der Schutzumschlag berieben, das Buch sehr gut]. Erstausgabe, ebenfalls mit Widmung des Autors. - Es ist dies die erste genaue Reportage über den Sieg des "Movimiento Revolutionario 26 de Julio" [Bewegung des 26. Juli], eines kleinen Trupps von Revolutionären über eine riesige Armee. - Am 6. April 1960 hatte Taler eine ganzseitige Anzeige in der New York Times zur Unterstützung Kubas veröffentlicht und das "Fair Play for Cuba Committee" gegründet. Diese Aktivitäten wurden von zahlreichen Intellektuellen wie Norman Mailer, James Baldwin, Truman Capote und Jean-Paul Sartre unterstütz, aber auch von so berüchtigten Gestalten wie Lee Harvey Oswald, dem mutmaßlichen Mörder (22.11.1963) von John F. Kennedy. Author`s presentation copy of the first edition of the most famous book of Che Guevara. Dedication (4 lines) on half-title of "Pasajes de la Guerra Revolucionaria" [history of the revolution war on Cuba]. - Inscribed on the occasion of his visit to New York in December 1964, when Che Guevara addressed the United Nations assembly as head of the Cuban delegation. - Cover rubbed and bumped, upper cover detached, lower cover damp stained, inside and inscription - page very good. - A copy of Robert Taber`s book "M-26" is added. - First edition, verso flying endpaper with nine-line handwritten dedication and signature of Taber. On flap: "Here is the first accurate report of the incredible six-year struggle in which fifteen hundred rebels` triumphed over a force of thirty-five thousand heavily-armed men." Taber figured prominently in Communist Cuba`s barrage of propaganda broadcasts at the start of Castro`s regime. He founded the "Fair Play for Cuba Committee".
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Guevara, Antonio de. Schriftsteller und Historiker (um 1480-1545). Fürstlicher Lustgarten und WeckUhr / In drey Theil abgetheilet [...] Aus Hispanischer Sprache in die Deutsche trewlich versetzt / Durch [...] Aegidium Albertinum. 3 Teile in 1 Bd. Leipzig und Schleusingen, Lamberg und Steinmann für Klosemann, 1624. 4°. 4 Bl. (Titel und Register), 270 S., 1 weißes Bl.; 306 S., 3 Bl. (Register); Titelblatt, 344 Seiten, 3 Bl. (Register). Pergament der Zt. (leicht fleckig). 800,00 EUR
Fünfte deutsche Ausgabe, die zweite in größerem Format. - Dünnhaupt 4.5. Goedeke II, 583, 41b. Seebass III, 45. VD 17 1:002020D. Hayn-G. II, 705. - Barocker Fürstenspiegel mit Lebensregeln für den Tagesablauf fürstlicher Persönlichkeiten zu allen denkbaren Anlässen. - Die Albertinische Übersetzung des Werkes ist zum ersten Mal 1599 erschienen. - "Enthält u. A.: Von der Excellentz dess Ehestandts, vnd das der gemeine Mann aus freyem Willen, die Fürsten aber aus Noth zu der Ehe greiffen. Was gestalt die schwangere Weiber bevorab die Fürstinen vnd stattliche Frawen von jhren Männern bedient vnd wohl gehalten werden sollen etc. Enthält auch Vieles über Kinderpflege, Erziehung und speziell auch gynäkologische und kosmetische Ratschläge." (Hayn-G.). - Aegidius Albertinus war Bibliothekar und Hofratssekretär in München unter Kurfürst Maximilien von Bayern. "Albertinus`s deutscher Stil ist urwüchsig und farbenreich, eher an ältere Übersetzer wie Fischart anklingend als an die späteren Prosaübertragungen der Fruchtbringenden Gesellschaft. Andererseits fühlt sich A. - noch ganz im Banne der Imitatio-Tradition - keineswegs an seine ausländischen Vorlagen gebunden, sondern gestaltet z. B. die auf das spanische Hofleben zugeschnittenen Schriften Guevaras frei auf die ihm vertrauten Verhältnisse am Münchener Hofe um." (Dünnhaupt S. 191). - Papierbedingt etw. gebräunt. Innendeckel mit Exlibris.
Anbieter: Köstler Eberhard Tel: 08158 3658 info@autographs.de
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Hauptmann, Gerhart. Masch. Brief mit eigenhändiger Unterschrift mit gedrucktem Briefkopf "Wiesenstein / Agnetendorf i. R.", datiert 15.12.1943. 1 Bl. 180,00 EUR
Ausgesprochen freundschaftlicher Brief des Dichters an Max Pfund (1881-1950), Inhaber von Pfunds Molkerei Dresden: "Lieber Freund! Ein Mensch fördert den Mitmenschen oder tut es nicht oder schädigt ihn. Das Fördern kann über Seele zu Körper gehen, über Körper zu Seele oder auf beiden Wegen. Das ist Ihr Fall mir gegenüber, sehr werter Freund. […] Ich lebe still und suche auf meine Weise zu wirken, wozu immer noch einige Hoffnung ist." - Hauptmann war mit der Familie Pfund durch seine Freundschaft mit dem Fliegerleutnant Krafft Tesdorpf (1892-1959), Urbild des ‚Till Eulenspiegel` (1928) und Hauptmanns ‚fünfter Sohn`, bekannt, da dieser mit der Schwester des Adressaten, Charlotte Pfund (1884-1949), verheiratet war. - Leichte Mittelfalte, insgesamt schönes Stück.
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Heine, Thomas Theodor. Grafiker und Schriftsteller (1867-1948). Eigenh. monogrammierte Original-Tuschfederzeichnung mit Deckweiß-Korrekturen. Brünn/Brno, 17. III. 1938. Blattgr.: 14 x 24 cm. 480,00 EUR
Hübsche Patientin im Bett und Arzt, der ihr den Puls fühlt. Tuschezeichnung mit Monogramm "TTH" sowie eigenh. Beschriftung "Immer zeitgemäß" (am Oberrand in Bleistift) und "Ich bin eigentlich nicht krank, Herr Medizinalrat, ich wollte Sie nur fragen, was ist die neue Frühjahrsmode in Hormonen?" (am Unterrand in Tinte). - Rückseitig eigenh. Beschriftung mit U. "Th Th Heine | Brno | Neumannova 10 | 17 III 38". - Heine hatte Deutschland in bedrängter Lege verlassen; 1933 gelang ihm die Flucht nach Prag. 1936 ließ er sich in Brünn nieder und arbeitete u. a. für das "Prager Tagblatt". Nach der Besetzung des Sudetenlandes 1938 gelang ihm die Flucht nach Norwegen. - Bildfeld durch frühere Rahmung leicht gebräunt. Auf Wunsch kann ein passender Rahmen mit Glas und Passepartout mitgeliefert werden.
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Hesse, Hermann. Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Masch. Brief mit eigenh. U. "HHesse" (Bleistift). Ohne Ort und Jahr (ca. 1940). Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt mit kolor. Kopfvignette "Holzschnitt nach einem Aquarell von Hermann Hesse". 800,00 EUR
An Nora Schadow: "[...] Ihr Gruß vor etwa 4 Wochen fand mich bei der Kur in Baden, erst dieser Tage kam ich wieder heim, bei schlechtem Befinden, namentlich der Augen. Als ich am 16. Dezember heimkam, blühten ums Haus nicht nur einige Rosen, das kommt auch in andern Jahren oft vor, sondern es standen nach hunderte von Kapuzinerkressen in strahlender Blüte. Inzwischen freilich ist Schnee und etwas Frost gekommen. Von Baden aus besuchte ich meinen ältesten Sohn und sah zum erstenmal dessen Töchterchen, die im Mai geboren ist. Ich sah auch meine beiden andern Söhne, sie besuchten mich in Baden. Aber ich war die ganze Zeit halbkrank, und mit eigenen und fremden Sorgen sehr beladen, es kam zu keiner Ruhe [...]" Legt ein Gedicht bei.
Anbieter: Köstler Eberhard Tel: 08158 3658 info@autographs.de
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Kaschnitz, Marie Luise (1901-1974). Eigenhändiges Manuskript "Amselsturm - Stempel - Metaphysik - Die Reisende" mit wenig späterer eigenhändiger Bezeichnung u. Unterschrift. Frankfurt a. M., 1970. Hoch-8°. 3 ½ S. (auf liniertem Papier). 600,00 EUR
"Urschrift einiger Absätze aus `Steht noch dahin` das im März 1970 im Inselverlag erscheint" (die eigenhändige Bezeichnung). Mit Abweichungen zum dort veröffentlichten Text; so fehlt in der gedruckten Fassung von "Amselsturm" (S. 80) die hier noch enthaltene Formulierung "über den regengrauen Dächern". Das umfangreiche Prosastück "Die Reisende" ist ungedruckt geblieben, M. L. Kaschnitz hat das Manuskript mit dem Vermerk "(gestrichen)" versehen. - Der eigenhändig adressierte Briefumschlag und die Druckfassungen der drei erschienenen Prosastücke beiliegend.
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Kaschnitz, Marie Luise (1901-1974). Eigenhändiges, achtzeiliges Gedicht "Unordnung" mit Widmung u. Unterschrift. Frankfurt a. M., Okt. 1968. Hoch-8°. 1 S. 280,00 EUR
Das Gedicht erschien erstmals in dem Band "Dein Schweigen - meine Stimme. Gedichte" (Hamburg, Claassen 1962). Der von M. L. Kaschnitz eigenhändig adressierte Briefumschlag beiliegend.
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Kempowski, Walter. Eigenh. Brief mit Unterschrift und gedrucktem Briefkopf "Walter Kempowski / Landlehrer / 2131 Nartum", dat. 25.10.(19)76. 4°. 1 Bl. (1 S.). 150,00 EUR
Nach Rückkehr von einer Reise aus den USA an einen Germanistikprofessor ebd. gerichteter Dank "für die Betreuung und für die fabelhafte Gastfreundschaft". - "Nun sind wir wieder in Nartum, und uns schwirrt der Kopf von all den Eindrücken." - Bugfalten, leicht lichtrandig.
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Kerr, Alfred (1867-1948). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "A." Algier, 12. April 1905. 8°. 4 S. (auf Briefpapier "Mustapha Palace Hotel"). 600,00 EUR
Von einer Reise nach Algerien an seine Freundin Anna Wendt in Berlin: "(...) Ich sitze seit zwei Tagen oberhalb Algiers in Mustapha Superieur (...). Wir haben uns entschlossen durch Spanien bloß kurz durchzurasen und lieber noch ein paar Tage an dieser Küste zu sitzen. Die Balearen sind endgiltig [sic] aufgegeben (...) alles lacht hier in strahlenden Farben, ich sehe: eine weiße Stadt, ein waschblaues Meer und am Abhang unsrer Terrasse eine grünschwarze Cypresse. Ich habe in wenigen Tagen vieles gesehen und das Schönste, nämlich den Frühling gefühlt (...) Das Schönste bisher war Blida, eine kleine friedvolle Araberstadt, mit vielen Palmen und die Luft schwer und reich von Orangenblütenströmen (...)". Der eigenhändig adressierte Briefumschlag (Briefmarkenausriß) beiliegend. Weiter beiliegend der zeitgenössische Reiseführer "Nach dem sonnigen Algerien mit dem norddeutschen Lloyd Bremen". 12°. 54 S. mit zahlr. photograph. Abb. Illustr. OPp.
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Kestner, Johann Christian Gottfried (Jurist und Archivar, Ehemann von "Werthers Lotte". 1741-1800). Eigenhändiges Albumblatt mit Signatur. Hannover, 12. März 1786. circa 19,4 x 29,5 cm. 1 Blatt, alt auf Karton montiert. 380,00 EUR
Seltenes Albumblatt von Johann Christian Gottfried Kestner, der in Goethes "Werther" als Lottes Albert literarisch verewigt wurde. Bis 1773 war er am Reichskammergericht in Wetzlar tätig und verlobte sich dort mit Charlotte Buff. Der junge Goethe wurde mit beiden bekannt. Er verliebte sich in die anmutige und lebensfrohe 19-jährige "Lotte", als jene bereits versprochen war. Diese Liebe und der Suizid eines jungen Juristen-Kollegen mit Kestners geliehener Pistole wegen einer unglücklichen Liebe bildeten den "Rohstoff" für Goethes berühmten Brief-Roman "Die Leiden des jungen Werthers", erschienen 1774. Die Lotte im Roman trägt Züge der wirklichen Charlotte; für die Leser war auch der Albert im Roman eine Charakterisierung ihres Ehemannes Kestner. Nach der Heirat 1773 noch in Wetzlar, ging das Paar nach Hannover, wo Kestner eine Stelle als Vizearchivar antrat und königlich großbritannisch-hannoverscher Hofrat wurde. - Alt montiert und dadurch gebräunt, auch etwas fleckig. Ungewöhnlicher Autograph aus dem Goethe-Umkreis.
Anbieter: Rezek Thomas Tel: 089 28879165 Mobil: 0173 8799355 arezek@web.de
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Krupp, Alfred. Eigenhändiger Brief, 2 Bll., einseit. beschrieben, 6 Zeilen, Gruß und Unterschrift. "Gussstahlfabrik bei Essen in Rheinpreussen" 13. Mai 1861 "Erlauben Sie mir, geehrter Herr Doktor! Ihnen meinen wärmsten Dank für Ihren so bereitwilligen Beistand bei der Erkrankung meines Gott lob! nun genesenen Jungen hiermit nochmals auszudrücken." Ihr ganz ergebener Alfred Krupp. 500,00 EUR
Adressat war der jüdische Arzt Dr. Hirschland. Beigefügt: Verlobungskarte Berta Eichhoff, Alfred Krupp, Köln und Essen im April 1853. Ferner: Personalkarte für Herrn Dr. Hirschland Essen 3. April 1865, des weiteren: 2 Briefe u. Brieffragmente, 2 Fotos sowie Briefkuverts der Essener jüdischen Familie Hirschland, nach der Emigration aus Utrecht u. ein Brieffragment des Kuratoriums der Huyssens-Stiftung aus dem Jahre 1857 mit den eh. Unterschriften der Kuratoriumsmitglieder u.a. L. Huyssen u. Eduard Baedeker. Schließlich: Berdrow, Wilhelm. Alfred Krupps Briefe 1826-1887, Berlin 1928.
Anbieter: Wirkus Tel: 02634 980617 wirkus@dshs-koeln.de
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Lasker-Schüler, Else. Schriftstellerin (1869-1945). Eigenh. Postkarte mit U. "Prz Tiba.". Berlin, 26. I. 1914 (Poststempel). 1 Seite. Mit Adresse und Postvermerken zur Nachforschung wegen der farschen Adresse (Börsch wohnte nicht in der "Goethestraße 18" sondern in der Mommsenstr. 18. 900,00 EUR
An den Studenten und Schriftsteller Rudolf Börsch (1895-1915) in Berlin-Charlottenburg: "Muß 5 Uhr ins Hôtel. Fürstin ist plötzlich vorüberreisend da. Bitte Depesche. Seien Sie [gestrichen: punkt] 2 Uhr wenn möglich bei mir. Warte bis 4 Uhr. [dreifach unterstrichen:] Neues! Gruß Prz Tiba." - Mit der "Fürstin" ist ihre Gönnerin Pauline Fürstin zu Wied (geb. von Württemberg; 1877-1965) gemeint (vgl. Bauschinger 156 f.). Am 24. Januar war in der "Aktion" die erste Folge von Lasker-Schülers "Briefen und Bildern" erschienen. - In der kritischen Ausgabe nicht gedruckt.
Anbieter: Köstler Eberhard Tel: 08158 3658 info@autographs.de
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Mann, Thomas. Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955). Eigenh. Brief mit U. Erlenbach-Zürich, 19. III. 1953. Gr.-8°. 1 Seite. Briefkopf. Mit eigenh. Umschlag. 1.400,00 EUR
An Lore Rümelin(-Wibel; 1915-1998) in Bern: "[...] gestern fertig geworden, schickte ich Ihnen den Rest des Manuskripts, ohne mir auch nur Zeit zu nehmen, diese Zeilen gleich beizulegen. Sie sind eilig, ich bin es auch. Die Zeitschrift wartet auf mehr Manuskript. Ich denke, schon geübt und eingelesen, werden Ihnen die verbleibenden Tage dieses Monats, wohl gar nur ein Teil davon, genügen, die Abschrift zu bewältigen - obgleich es einiges rückseitige Gekritzel gibt. Bonne chance! Wenn Ihnen ein Wort Schwierigkeiten macht, lassen Sie einfach eine Lücke [...]" - Lore Rümelin hatte es übernommen, die Handschrift zu Thomas Manns "Die Betrogene" mit der Maschine zu transkribieren und so die Druckvorlage herzustellen, nach der die Erzählung in drei Folgen von Mai bis Juni 1953 in der Stuttgarter Zeitschrift "Merkur" abgedruckt wurde. - Lore Rümelin stammte aus Lübeck und kam auf Vermittlung von Gottfried Bermann-Fischer zu Thomas Mann. - Reg 53/76. - Vgl. Klaus Täubert, Zum 80. Geburtstag [von L. Rümelin] am 28. September. In: Europäische Ideen, Heft 90 (1994), S. 12-15. - Sehr schöner Brief.
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Mara, Elisabeth (Opernsängerin. 1749-1833). Eigenhändiges Albumblatt, signiert G. E. Schmeling. Leipzig, 19. Februar 1768. circa 19,2 x 28,7 cm. 1 Blatt, alte Faltspuren geglättet. 500,00 EUR
Stammbuchblatt mit 6 Zeilen des Freimaurerliedes "The Fellowcraft´s song" in sorgfältiger Abschrift, beginnend mit dem Vers "Hail Masonry, thou Craft divine". Am Ende unten links datiert, rechts signiert mit der Angabe "for Memory´s sake wrote it G. E. Schmeling". - Elisabeth Schmeling (später verheiratete Mara) war die berühmteste Opernsängerin ihrer Zeit. Sie kam 1766 nach Leipzig, wo sie mit Corona Schröter rivalisierte. Auf den jungen Goethe machte ihre Kunst einen so nachhaltigen Eindruck, dass er ihr 1771 ein Gedicht widmete und sich noch als greiser Dichter ihrer lebhaft erinnerte. - Laut alter beiliegender Aufnahme an Karl Johann Matthaei (1744-1830), der durch seinen Freund Rudolph Erich Raspe bei "Miss Betty" eingeführt worden war und sich hoffnungslos in sie verliebte. Vor seiner Abreise aus Leipzig nach Kassel im Jahr 1768 scheint ihm die Sängerin dieses Blatt geschenkt zu haben. - Gebräunt, etwas fleckig.
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May, Karl. Schriftsteller (1842-1912). Eigenh. Brief m. U. Hamburg, 9. V111. 1902. 8°. 1 S. 2.100,00 EUR
Bisher unbekannter und unveröffentlichter Brief: "... Herzlichen Dank für Ihren Brief, dessen Beantwortung ich während einer Reise hier von Hamburg absende! // Soeben erscheint ‚Im Reiche des silbernen Löwen` Bd. III. // In Zeitungen werde ich die gegen mich gerichteten Angriffe niemals beantworten. Für gehässige Thorheiten habe ich keine Zeit. // Hochachtungsvoll // ergebenst // Ihr // May". - // - Karl May reagiert hier gelassen auf die damals vielfach in der Presse erhobene gehässige Schmähkritik (gab es schon vor dem Internet), er sei ein Schundschriftsteller und krimineller Verführer der Jugend. - Der Brief entstand interessanterweise auf der "Erholungsreise" mit seinen beiden Frauen, die mit dem endgültigen Scheitern der ersten Ehe mit Emma May (1856-1917; verh. seit 1880) endete. Im August 1902 hielten sich Karl May, seine erste Frau und die langjährige Freundin des Ehepaares May, Klara Plöhn (1864-1944), etwa 14 Tage in Hamburg auf. Unser Brief ist die Antwort auf den Brief eines Lesers, den Karl May sich nachsenden ließ. Er wurde wohl im Hotelzimmer verfasst, da die drei spätestens am 8. August ihre Zimmer im Hotel St. Petersburg am Jungfernstieg bezogen hatten. - Die Rundreise ging insgesamt vom 18. Juli bis 30. August über Berlin, Hamburg, Leipzig und München nach Bozen und von da auf die Mendel, wo Emma May bis zum 8. Oktober allein zurückgelassen wurde. Karl May und Klara Plöhn reisten zurück nach Radebeul, wo May am 10. September beim Dresdner Landgericht die Scheidung einreichte. Klara Plöhn wurde nach der Scheidung (1903) Karl Mays zweite Ehefrau.
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Müller, Adam (Schriftsteller; 1779-1829). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Leipzig, 20. 7. 1819. circa 25 x 20 cm. 1 Blatt. 750,00 EUR
Schöner, anspielungsreicher, ungedruckter Brief an Friedrich Baron de la Motte Fouqué über die Voss-Stolberg-Kontroverse, seinen Freund Carl Ludwig von Haller (1768-1854) und eine " Art von Glaubensbekenntniß" politischer Natur sowie über die bisher unbekannte Tatsache, dass Müller im Jahr 1815 in der " Kaiserlichen Burg zu Insbruck" aus Fouqués Ritterroman "Der Zauberring" vorgelesen habe ("die sechs oder sieben heiteren Abend, die wir Ihnen verdankten..."). - Etwas fleckig, Faltspuren mit kleinen Einrissen ohne Verlust. Schönes Dokument einer Freundschaft zwischen zwei grossen Repräsentanten der Romantik. - Ausführlichere Beschreibung auf Anfrage.
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Nossack, Hans Erich (1901-1977). Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Hamburg, 28. Feb. 1949. 4°. 1 S. 240,00 EUR
An eine Leserin ausführlich über ein schriftstellerisches "Kernproblem": "(...) Kann ein Mann eine Frau jemals genau schildern? Oder auch umgekehrt? Oder sagen wir besser: d i e Frau. Ich zweifle manchmal daran (...) Vermutlich gibt es bei Beiden ein Gebiet, das völlig vom Anderen unberührt bleibt und das für den Anderen auch gar nicht verständlich ist. (...) wie soll ein Mann jemals die Gedanken zur Sprache bringen, die eine Frau vor dem Spiegel hat. Auch Männer gucken in den Spiegel und sind eitel und was weiss ich. Doch es handelt sich hier ja gar nicht mehr um Eitelkeit oder um das Wirkenwollen, sondern um etwas, zu dem der andere Teil keinen Zugang hat (...)". - Der Brief gefalzt und mit kleinem Randeinriß. Der postalisch gelaufene Briefumschlag beiliegend, ebenso der eigenhändige Briefentwurf der Empfängerin.
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Physiker - Max Planck, Hans Jensen u.a. - Umfangreiche Sammlung von Autographen und Dokumenten zur Publikations- und Wirkungsgeschichte des Werkes "Umsturz im Weltbild der Physik") von Ernst Zimmer. Verschiedene Orte, 1932 bis 1951. 2.800,00 EUR
Umfangreiche Original-Dokumentation mit mehr als 120 auch zeitgeschichtlich interessanten, eigenhändigen und maschinenschriftlichen Dokumenten zur Publikations- und Wirkungsgeschichte eines der erfolgreichsten Physikbücher deutscher Sprache "Umsturz im Weltbild der Physik" von Ernst Zimmer (1887-1965). Enthält neben der Korrespondenz mit Verlagen einen eigenhändigen Brief von Max Planck sowie das eigenhändige Manuskript mit Unterschrift seines Geleitwortes für Zimmers Buch. Ferner einen bedeutenden Brief von Hans Jensen (1907-1973, 1963 Nobelpreis für Physik). Alle gelocht, sonst nur leichte Gebrauchsspuren, meist schön. - Eingehendere Beschreibung auf Anfrage.
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Rilke, Rainer Maria, Dichter (1875-1926). Eigenh. Brief mit U. Schmargendorf bei Berlin, 13. III. 1900. 8°. 1 ½ S. a. Doppelblatt. 2.600,00 EUR
Sehr früher und interessanter Brief an die Redaktion des "Montagsblatt aus Böhmen" anlässlich einer am Vortag erschienenen Besprechung seines berühmtesten Jugendwerkes "Mir zur Feier. Gedichte" (1899) mit Buchschmuck von Heinrich Vogeler. Rilke geht auf die lobende und einfühlsame Kritik im Montagsblatt nicht ein, sondern bittet lediglich um die Korrektur der falschen Angabe, er habe seine erste bedeutende Gedichtsammlung dem Illustrator und weiteren Förderern gewidmet: "[…] in der Beschreibung meines Buches ‚Mir zur Feier` ist ein sachlicher Irrtum zu verzeichnen. [mit Stern eingefügte Anmerkung unten: Nr. 11 vom 12. März 1900]. Sie würden mir einen Dank erweisen, wenn Sie ihn in der nächsten Nummer richtigstellen wollten, umsomehr, als er nicht direkt mich [im Original unterstrichen] trifft. Das Buch ist nicht [im Original unterstrichen] dem Maler Heinrich Vogeler-Worpswede und dem Herrn Prof. Dr. August Sauer und der ‚Gesellschaft zu Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur` - ‚zugeeignet.` Diese Namen sind nur darin notiert, mit der Bemerkung, durch wessen Freundschaft, Vermittlung und Theilnahme das Buch schöner und reicher werden durfte in seiner Erscheinung. Zu einer Widmung fehlte mir bei den Persönlichkeiten, sowie dem Institut gegenüber das Recht, da ja der Inhalt des Buches zu keinem von den dreien in irgendeiner persönlichen Beziehung steht. // Mit Dank / hochachtend: / Rainer Maria Rilke" - // - Die Besprechung in der deutschsprachigen Prager Zeitung "Montagsblatt aus Böhmen", liegt in Kopie bei [Näheres auf Anfrage]. - Rilkes "neues Versbuch", das erstmals unter dem auf Veranlassung von Lou Andreas-Salomé eingedeutschten Namen Rainer (statt René) erschien, wird darin außerordentlich gelobt. Dies konnte jedoch die Verärgerung Rilkes über die versehentlich unterstellte Widmung nicht bremsen. - Rilke hatte den Maler und Illustrator Heinrich Vogeler (1872-1942), der bald ein enger Freund wurde, 1898 in Florenz kennen gelernt. Im September 1900 lud ihn Vogeler auf den Barkenhoff, sein Domizil in Worpswede ein, wo er die Bildhauerin Clara Westhoff kennen lernte, die er im folgenden Frühjahr heiratete. Lou, mit der er seit 1897 befreundet war, hatte sich vorerst von Rilke getrennt. - Der österr. Literaturhistoriker und Hochschullehrer August Sauer (1855-1926) gehörte zu den Intellektuellen in Rilkes Geburtsstadt Prag. Er begründete die Zeitschrift Euphorion. - Die "Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen", wurde 1890 in Prag gegründet und unterstützte in den tschechischen Ländern lebende deutsche Forscher, Künstler und Schriftsteller mit Finanzierung von Druckkosten. - // - Wenn Rilke das Buch jedoch überhaupt einer Person gewidmet hätte, dann nur seiner ersten Geliebten Lou Andreas-Salomé. Ursprünglich wollte er für sie eine Gedichtsammlung mit dem Titel "Dir zur Feier" veröffentlichen. Doch erst nachdem sich die Liebesbeziehung endgültig zur lebenslangen Freundschaft gewandelt hatte, widmete er 1905 Lou das "Stunden-Buch". - Dass Rilke zur Zeit unseres Briefes noch ganz im Banne Lous war, die erst mit dem Abschiedsbrief vom 26. Februar 1901 die Liebesbeziehung beendete, zeigt schon der Absender. Rilke war der 14 Jahre älteren Geliebten nach Berlin Schmargendorf gefolgt und bewohnte 1898 bis 1900 eine Wohnung in der Villa Waldfrieden in Lous unmittelbaren Nachbarschaft. Dort entstanden unser Brief und so berühmte Werke wie der Cornet. - Kleiner Einriss am Rand (Faltkante) fachmännisch hinterlegt, sonst sehr schön.
Anbieter: Husslein Richard Tel: 089 89979590 Antiquariat.Husslein@t-online.de
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Rilke, Rainer Maria. Schriftsteller (1875-1926). Eigenh. Brief mit U. "Ihr Rilke". Bad Rippoldsau, 6. VII. ohne Jahr [1913]. Kl.-4°. 1/2 Seite. 1.400,00 EUR
An den Arzt und Schriftsteller Hugo Salus in Prag, dem er "nochmals herzlichen Dank" ausspricht: "[...] Ich stehe ganz unter dem Eindruck der endgültig guten Nachricht (die eben auch schon in einem Schreiben der `Gesellschaft` eintrifft) und drücke Ihnen für Wort und That warm die Hand [...]" - Gemeint ist wohl die 1891 gegründete "Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kultur und Literatur in Böhmen", bei der Rilke Unterstützung fand. Die Initiative hierzu ging ab 1907 von August Sauer aus.
Anbieter: Köstler Eberhard Tel: 08158 3658 info@autographs.de
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Rohlfs, Christian / Barbakoff, Tatjana. Original-Fotopostkarte, Motiv: Blick auf die Uferpromenade von Ascona, beschrieben hauptsächlich in der Handschrift des "Seelöwen" [unaufgelöst] an den Kunstsammler Heinrich Kirchhoff in Wiesbaden. Ascona, Verlag von Foto-Pancaldi, datiert vom 12. September 1931, 14,2 x 8,9 cm, mit zwei skizzenhaften Zeichnungen mit Tinte, beide wohl die Tänzerin Tatjana Barbakoff darstellend, eine mit ihrem handschriftlichen Zusatz: "Kommen!!" und ihrer Unterschrift, die Skizzen von Christian Rohlfs, eine von ihm monogrammiert, die andere nur mit "T.B. [= Tatjana Barbakoff]" bezeichnet, daneben eine weitere unaufgelöste Signatur. Ferner noch weitere Grüße von "Kulli" und "Schäfchen". 1.450,00 EUR
Anbieter: Stader Kunst-Buch-Kabinett Tel: 04141 777257 staderkunstbuchkabinett@t-online.de
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Stein, Charlotte von. Eigenhändiges Gedicht. wohl Weimar, den 8ten Juli 1822. circa 20 x 15,5 cm. 380,00 EUR
Laut älterem Bleistiftvermerk auf der Rückseite handelt es sich hier um ein "Geburtstagsgedicht an ihre Enkelin Louise von Stein in Kochberg". Die Verse begleiteten offenbar ein Geldgeschenk ("Von mir nimm Münze hin die Summe ist zwar klein..."). Überraschend sind die beiden ersten Zeilen, nicht nur durch die für eine Hofdame eher derbe Wortwahl, sondern auch wegen der leicht makabren Anspielung auf drohenden Tod, wenn die Moira Klotho den Lebensfaden durchschneidet: "Die Parze ruft, Clotho schneid schon am Faden / Halt doch das Maul ich will dich nicht einladen." Das Gedicht, nach Schriftvergleich eigenhändig, ist am Ende signiert "Von Stein geb. von Schardt".
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