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Kapitel: Okkultismus

Kerner, Justinus (Hrg.). Magikon. Archiv für Beobachtungen aus dem Gebiet der Geisterkunde und des magnetischen und magischen Lebens nebst anderen Zugaben für Freunde des Innern. 5 Bände. Stuttgart, Ebner & Seubert 1840 - 1853. Dekorative dunkelrote Halblederbände um 1890. 2.500,00 EUR
Kirchner II, 9773; Ackermann II, 226; Rosenthal 3106; Graesse BMP 80; Goed. VIII, 210, 76. - Komplett sehr seltene Ausgabe. Mit Beiträgen von Kerner, Fr. v. Meyer, F. Notter u. a. über Geistererscheinungen, Heilungen durch Magnetismus, Traumdeutung, Somnambulismus, Vampirismus, Hexenprozesse, J. Böhme, Reichenbach etc. - Aus dem Inhalt: Ueber Herrn Professor Fischers zu Basel Kunst vom Geisterglauben zu erlösen; Zur Geschichte der Wünschelrute; Die Spuckereien im schwedischen Gripsholm (von Arndt); Tierseelenkunde; Voraussagende Träume; Vom fliegenden Holländer; Tassos Dämon; Operationen während des magnetischen Schlafes; Nach Gustav Schwab`s Tod (Gedicht von Kerner); Mittheilungen aus Graubünden (Das Todtenvolk, Die Schannéner Jungfrau...), Ekstase durch den Gebrauch von Haschisch (Bd. 5, SS. 331-362). - Es fehlt das Portrait. Bde. 1, 2, 4 und 5 teils gering berieben und leicht bestoßen, teils gebräunt bzw. etwas braunfleckig. Der Bd. 3 leider mit erheblichem Schaden durch Feuchteinwirkung am Einband: Rücken dadurch mit Fehlstellen, das Leder um die Fehlstellen bröselig, hintere Decke stark fleckig, der grüne Leinenbezug färbt noch ab. Der Buchblock davon selbst nur wenig betroffen, im vergleichbaren, teils gebräunten und braunfleckigen Zustand wie die übrigen Bände.
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Knorr von Rosenroth, Christian; pseud. Des Vortrefflichen Herrn Johann Baptista Portæ von Neapolis Magia Naturalis oder Haus- Kunst- und Wunder-Buch. Zu erst von demselben Lateinisch beschrieben; hernach von Ihm selbst vemehret; nunmehr aber allen Liebhabern der natürlichen Wissenschafften zum besten, nicht nach dem alten Druck der Frantzösischen und Teutschen Edition, darinnen nur vier Bücher; sondern durch alle zwantzig Bücher gantz aufs neu in die Hochteutsche Sprache übersetzet; von allen Fehlern, so in dem Lateinischen Druck mit grossem Hauffen übrig geblieben und aufs neue eingeschlichen, aufs fleissigste gereiniget; in gewisse mit Zahlen unterschiedene Absätze abgetheilet; mit deutlichen Teutschen Kunstreimen gezieret; an Figuren gebessert, mit schönen Kupfern geschmücket; mit nothwendigen Anmerckungen und Auflösungen der darinn enthaltenen Rätzel wie auch vielen neuen ungemeinen guten Chymi[s]chen und andern Stücken vermehret, auch mit guten Registern versehen und in zweyen Theilen, deren das erste die ersten sieben; das andre die letzten dreyzehen Bücher in sich enthält, heraus gegeben Durch Christian Peganium, sonst Rautner genannt. (Erster -) Ander Theil. In zwei Bänden. Mit einem Titelkupfer, zwanzig Kupfertafeln und einigen Textholzschnitten. Nürnberg, in Verlegung Johann Ziegers Buchhändlers. Gedruckt zu Sultzbach durch Abraham Lichtenthaler Im Jahr Christi 1680. Front., (5) Bll., 990 S., (38) Bll. Register, (19) Bll. "ChymischeZugabe"; Titel, 876 S. [r. 874 S., Pag. springt von 846 zu 849], (18) Bll. Register. Halblederbände (um 1900) mit zwei farb. Rückenschilden und -vergoldung. Etwas berieben, Ecken etwas bestoßen, Kanten etwas beschabt, Schilde mit kleinen Fehlstellen. 3.200,00 EUR
Erste Ausgabe bzw. erste vollständige dt. Ausgabe (Dünnhaupt 15.1 [Knorr v.R.]; Knorrs Übersetzung nicht bei Ferguson und nicht bei Duveen, wo keiner der alchemistischen Texte Knorrs erwähnt wird; Graesse V,417 nur die zweite Auflage 1713/4). - Vereinzelt etwas fleckig, Eckabriss mit wenig Abbildungsverlust an einem Kupfer, insgesamt ein bemerkenswert frisches Exemplar. Zeitgenöss. Name a.d. Titeln, Exlibris a.d. Innendeckeln. - Christian Knorr (Alt-Raudten Schlesien 1636 - 1689 Groß-Albershof bei Sulzbach), 1668 in den Freiherrenstand erhoben mit dem Namenszusatz "von Rosenroth", ist heute noch eher als Dichter, als Mystiker und vor allem wegen seiner Kabbala denudata (zwei Teile, 1677 - 1684) als neben J.Reuchlin bedeutendster christlicher Kenner der Kabbala bekannt. Erst seit den 60er Jahren des 20.Jhrdts ist ein von England ausgehender Wandel in der Betrachtungsweise zu erkennen, seit 1990 trägt die Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft in Sulzbach dazu bei. Besonders Allison P. Coudert eröffnet mit etlichen Arbeiten zum Thema einen neuen Blick auf Zusammenhänge, die das Wirken Knorrs und des kongenialen Freundes und Mitarbeiters F.M.van Helmont als einen bisher unbeachteten, aber wesentlichen Aspekt in der Entwicklung zur Moderne darstellen. Denn "... the kabbalistic philosophy of van Helmont, Knorr, and their colleagues contributed to the emergence of modern science by promoting the idea that man was essentially good, human ingenuity a noble tool in the inevitable march of progress, and experiment a legitimate way to comprehend the book of nature and glorify God. ... van Helmont`s and Knorr`s kabbalistic philosophy offered a viable vitalistic alternative to atomism, Cartesianism, and the mechanical philosophy. Furthermore, it was perfectly possible to adhere to the Kabbalah while employing a genuine scientific methodology involving a skeptical, empirical, and mathematical approach to scientific knowledge. And finally, as we shall see, van Helmont and Knorr were deeply interested in the practical and technological aspects of their scientific endeavors, another characteristic of the scientific revolution." (The Kabbalah, Science, and the Enlightenment, S.2). Leibniz, der Knorr erst in dessen letzten Lebensjahren persönlich kennengelernt hatte und hoch schätzte und mit van Helmont intensiv zusammenarbeitete, ist in seiner Monadenlehre vermutlich sehr viel stärker von diesen beeinflusst, als bisher angenommen.
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Meyer, Johann Friedrich v. Blätter für höhere Wahrheit. Aus Beyträgen von Gelehrten, ältern Handschriften und seltenen Büchern. Mit besonderer Rücksicht auf Magnetismus. 11 Bände (Alles!). Die Bde. 9-11 als "Neue Sammlung" betitelt. Frankfurt, Brönner (Bde. 1-2), J. C. Hermann (Bde. 3-8) und Berlin, Oehmigke (Bde. 9-11), 1818 - 1832. Mit zus. 3 (1 mehrfach gefalt.) lithograph. Tafeln. Pappbde. d. Zt. 1.500,00 EUR
ADB XXI, 597; Caillet 7493 und 7494; Slg. du Prel 587; Ackermann II, 41 und V. 969 : "Eine Fundgrube für jeden Interessierten okkulter Literatur. Im letzten Bande ein Gesamtregister. Sehr gesucht und selten vollständig." - Der Frankfurter Bürgermeister J. F. Meyer (1772-1849) wurde vor allem durch seine Bibelübersetzung bekannt, die ihm auch den Namen "Bibel-Meyer" eintrug. Enthält ein Konglomerat an teils recht kuriosen Aufsätzen, u. a.: Ueber Magnetismus in Beziehung auf die Geschlechter; Auszug aus dem magnetischen Tagebuch des Ritters von Barberin; Historia von der Alchimey; Fragment aus der Geschichte einer magnetischen Hellseherin; Von der Erschaffung der schädlichen Thiere; Blicke der Erkenntniß; Ueber Mysticismus; Des Theophrastus Paracelsus Buch von Nymphen, Sylphen, Pygmäen und Salamandern, auch anderen Geschöpfen dieser Art; Ueber Horst`s Dämonomagie; Ueber das Wesen des Wunders; Gespräch über die Freymaurerey; Lehrsätze der Magie; Die Nacht, von welcher Jesus redet; Erklärung des neunzigsten Psalms; Der Engel Metatron; Kurzer Begriff der Kabala; Vom Ursprung der fossilen Thiere; Aus der Vorschule für Aegyptische Hieroglyphik u. Schrift; Merkwürdige Weissagung des Dante; Vom Hades; Der Magnetismus als Mittel der Selbstheilung u. Spiegel der Selbsterkenntnis; Wahrnehmungen einer Seherin; Über Indische Mythologie; Das Kreuz Christi; Die neuesten Naturerschütterungen; Scheinbarer Widerspruch Christi u. Pauli in Betreff des Mana; Der Blutbräutigam; Das Buch Henoch; Leitfaden einer künftigen Symbolik; Der Tempel Salomo`s; Prüfung der Lehre von der Seelenwanderung; Noch eine Irrlehre, in Verbindung mit dem Gilgul; Aus dem Wunderbüchlein; Die Insel Atlantis. - Formate teils etwas unterschiedlich, Deckelbezüge abweichend. Berieben und bestoßen. Teils fleckig und gebräunt.
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