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    Antiquariat
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Alte und wertvolle Bücher, Historische Landkarten und alte Stadtansichten aus aller Welt

Atlas des österreichischen Kaiserthums [Einbandtitel]. Wien, Artaria et Comp. ca. 1807. 19 x 15 cm. 17 alt grenzkolorierte Kupferstich-Karten, je ca. 10,5 x 14,3 cm (Blattgröße ca. 15 x 18,7 cm). Zeitgenössischer Schuber. 1.350,00 EUR
Schuber berieben und etwas beschädigt. Innen frisch. Dörflinger/Hühnel, Atlantes Austriaci I.1., S. 9f. "Art A" und S. 7f. Anon B". Seltener kleiner Postatlas, die Karten gestochen von Langer nach G. A. Zürner u. C. Agneton. Ohne Titelblatt [ist dies erschienen?]. Mit einer Übersichtskarte und 16 Postroutenkarten der österreichischen Kronländer, u.a. der Steiermark, Kärnten mit Krain und Görz, Salzburg, Böhmen, Mähren mit österr. Schlesien, Ungarn (5), Kroatien mit Dalmatien, Slawonien, Siebenbürgen, Ost- und Westgalizien. Zuerst anonym erschienener Taschenatlas, der dann spätestens 1807 bei Artaria erschien. Dieser Übergang scheint im vorliegenden Exemplar ablesbar, denn auf dem Schuber finden sich a) ein etwas beriebenes Leder-Titelschild und b) ein dagegen auffallend frisches Leder-Verlagsschild von Artaria. Möglicherweise hat Artaria nicht nur die Kupferstich-Platten, sondern auch bereits produzierte Exemplare erworben und dann mit seinem Verlagszeichen versehen. Rare small Austrian Post Atlas with 17 copper-engraved maps (contempory coloured) of Austria and former Austrian possessions at the Balkan peninsula.
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Bidloo, Govard. Godefridi Bidloo, Medicinae Doctoris & Chirurgi, Anatomia Hvmani Corporis. Centum & quinque Tabvlis Per artificiosiss. G. De Lairesse ad vivum delineatis, Demonstrata, Veterum Recentiorumque Inventis explicata plurimisque, hactenus non detectis, Illvstrata. Amstelodami (Amsterdam). Someren, Dyk & Boom 1685. Groß-Folio (52 x 37 cm). Kupferstich-Frontispiz, Titel, [2] Bl., Kupferstich-Porträt, [2] Bl., [62] Textblätter, dazwischen 103 (von 105) num. Kupferstich-Tafeln. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Zeitgenössisches farbig gesprenkeltes Ganzpergament. 7.500,00 EUR
Wohl neu aufgebunden, Pergament dupliert. Titelblatt mit ergänztem Papierabriß unten links, Seitenränder fleckig, sachgerecht hinterlegt. Die beiden fehlenden Tafeln faksimiliert. Eine Tafel mit Rostspur (14), drei Tafeln mit Papierrestaurierungen (57, 62, 63), die letzte mit großem (rest.) Einriss. Eine Tafel (88) und drei Textblätter (88, 93, 98) mit handschriftlichen Anmerkungen. Handschriftliche Besitzeinträge, gestochenes Wappen-Exlibris. Garrison-Morton 385. Choulant-F. 250-253. Wellcome II,165. Erste Ausgabe. Govard (auch Govert) Bidloo (1649 Amsterdam - 1713 Leiden), niederländischer Arzt und Anatom, war u. a. Schüler von Fred Ruysch und promovierte 1682, nach Aufenhalten in Frankreich, in Deutschland. In jungen Jahren trat er als Librettist zur ersten Oper in niederländischer Sprache in Erscheinung! Nach Amsterdam zurückgekehrt widmete er sich hauptsächlich anatomischen Studien und hatte sich bereits vor seiner Promotion mit der Herausgabe eines vollständigen Handbuches der Anatomie befaßt, welches dann auch 1685 tatsächlich erschien. Das Werk gehört zweifellos zu den künstlerisch wertvollsten anatomischen Werken über das bei Garrison-M. zu lesen ist: "The value lies chiefly in the 105 fine copperplate engravings drawn by G.de Lairesse". Choulant rühmt den "durchaus sehr eleganten und vorzüglich ausgeführten Stich der Tafeln ..." Goldschmid, 49 bemerkt ergänzend: "Für uns kommt der hohe Stand der anatomischen Abbildungen in Betracht ... ". Auf Wikipedia (Abfrage 17.4.2016) ist dazu zu lesen: "Revolutionär waren aber vor allem die 105 Bildtafeln, die anatomische Strukturen in bisher unerreichtem Maß detailgetreu und realistisch wiedergaben, hervorragend gezeichnet von Gerard de Lairesse und in Kupferstiche übertragen von Abraham Blooteling". Von 1694 an lehrte er Anatomie und Medizin in Leiden. Ab 1695 war er zugleich der Leibarzt von William III. von Oranien-Nassau. Gutes und meist sehr sauberes Exemplar. Eine der beiden doppelblattgroßen Falttafeln (10) hier nicht zusammengesetzt, sondern in zwei Blättern eingebunden. Der ausführliche Schenkungsvermerk ist datiert Chemnitz Januar 1919. Demnach hat ein Prof. Weber das Buch vom Vater des 1918 verstorbenen Kollegen Fritz Fränkel als Geschenk erhalten. Bidloo`s anatomical reputation stands on his massive folio work, the Anatomia humani corporis, more on account of the innovative plates than for the text. The artist was Gerard de Lairesse (1640-1711) whose one hundred and five drawings represent the human figure both in living attitudes and as dissected cadavers.
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Bischoff, Theodor Ludwig Wilhelm. Beweis der von der Begattung unabhängigen periodischen Reifung und Loslösung der Eier der Säugethiere und des Menschen als der ersten Bedingung ihrer Fortpflanzung. Giessen, Ricker 1844. 21 x 17 cm. [1] Bl., 54 S. Zeitgenössischer Pappband, Original-Broschur eingebunden. 450,00 EUR
Einband bestossen und fleckig. Papier etwas gebräunt. Stempel verso Titel. Hirsch, Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte 1884ff., Bd. I, S. 468-471. Bischoff (1807-1882), dessen Gelehrtenleben "ungemein reich an dauernden Leistungen" war (H.), studierte seit 1826 in Bonn und Heidelberg Naturwissenschaften und Medizin, habilitierte sich 1833 als Privatdozent in Bonn, ging 1835 nach Heidelberg und wurde hier 1836 zum außerordentlichen und 1843 zum ordentlichen Professor ernannt. 1844 folgte er einem Ruf nach Gießen und 1855 einem solchen nach München für Anatomie und Physiologie. Bischoff begann "während seines Aufenthaltes in Heidelberg schon seinen Ruf als scharfsinniger Beobachter auf dem Gebiet der Entwicklungsgeschichte zu begründen... Von grosser Bedeutung war sein " (H., S. 469). Gutes Exemplar aus der Bibliothek des bekannten Gynäkologen Eduard Caspar Jakob von Siebold (*1801 Würzburg † 1861 Göttingen), der als Professor an den Universitäten Berlin, Marburg und Göttingen wirkte.
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Der Illuminator mit der Maske - Trier, Erzbistum. Antiphonar. Lateinische Handschrift auf Papier. Trier, ca. 1680 (nach 1671). Gr.-Fol. (ca. 44 x 32 cm). [7], 208 num. Bl. (o. d. wohl weiße fol. 89). Blattgröße 42,5 x 29,8 cm, Schriftspiegel ca. 38 x 24 cm. Mit ca. 160 Initialen in bunten Deckfarben und Tinte, zahlreichen Initialen in Rot sowie bunter Bordüre am Anfang. Musiknotation auf 5 schwarzen Linien. Hervorhebungen in Rot, einige Überschriften in alternierend bunten Buchstaben. Blindgeprägtes zeitgenössisches Schweinsleder über Holzdeckeln mit 5 (von 10) Messingbeschlägen auf den Deckeln. Mit Pergamentmanuskriptfragmenten wohl des 14. Jahrhunderts. 7.800,00 EUR
Beschläge des Rückdeckels fehlen, Messingschliessen ergänzt. Buchblock gelockert, mehrere Blätter mit großen, teils alt laienhaft restaurierten Einrissen, wie bei Antiphonaren üblich, daher auch stellenweise mit Randläsuren, etwas gebräunt und fingerfleckig. Dekoratives Antiphonar, geschrieben für eine Kirche des Erzbistums Trier mit reicher Illumination. Die Lokalisierung ist aufgrund des Festkalenders am Ende unstrittig. Für die Datierung findet sich auf fol. 206r. ein Terminus post quem (Fest der Hl. Rosa von Lima, der ersten Heiligen Amerikas, heiliggesprochen 1671). Fol. 120r. mit montiertem Blatt aus einem älteren Antiphonar. Bei dem fehlenden herausgetrennten Blatt 89 handelte es sich wahrscheinlich um ein weißes, wie das folgende weiße Bl. 90. Unter der Auszierung der Initialen fällt beim Buchstaben "C" eine Besonderheit auf. Die Seitenansicht eines Gesichtes wird stark vereinfacht (mit wenigen Federzügen, sehr modern anmutend) in die Wölbung eingefügt. Mehr als 20 mal findet sich diese Skizze (farblich abgewandelt) in der Handschrift. Da dies zugleich die einzige antropomorphe Zeichnung ist (in wenigen weiteren Initialen wird das Gesicht auch an den Buchstaben "E" angelehnt), kommt diesem Detail eine erhöhte Signifikanz zur Identifizierung des Illuminators zu. Bisher war es allerdings nicht möglich das Skriptorium, und damit jenen unbekannten "Meister der Maske" genauer zu lokalisieren. Auch die Einbandstempel konnten keinen Betrag leisten. In Frage kommt allerdings lediglich der deutschsprachige Teil des Erzbistums (also mit Teilen des ehem. Herzogtums Luxemburg), da sich verschiedentlich deutsche Einsprengsel im lateinischen Text finden. Es besteht allerdings berechtigte Hoffnung, dass dies aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung von Handschriften in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein wird.
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Geiler von Kaysersberg, Johannes. Nauicula penitentie. Per excellentissimum sacre Pagine doctorem Joannem Keyserspergium Argentinensium Concionatorem Predicata. A Jacobo Otthero Collecta. Augusta Vindelicor[um] [Augsburg], Johann Otmar für Georg Diemar 1511. 30 x 20,5 cm. [6], LXXX Bl. Titel und Textbeginn in Rot und Schwarz gedruckt. Mit großem Titelholzschnitt. Zeitgenössisches blindgeprägtes Halbleder über Holzdeckeln, Spuren einer Mittelschliesse. 3.800,00 EUR
Einband berieben und bestoßen, wohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts Rücken mit Pergament hinterlegt und Vorsätze erneuert. Wurmspuren, Schliesse fehlt. Papier gebräunt und wasserfleckig, mit durchgehenden Wurmspuren, meist in den Rändern. Titelblatt mit zeitgenössischem Besitzvermerk. Exlibris. VD16 G 772. BM, German Books, 335. Adams G 318. Dodgson II, S. 61, Nr. 11. Katalog der Burgkmair-Ausstellung in Augsburg 1973, Nr. 68 mit Abb. Lagenkollation A8 B6 C8 d6 e8 f6 g8 h6 i6 k6 L6 M6. Erste lateinische Ausgabe der von Geilers Sekretär J. Otther gesammelten Predigten. Das Werk enthält Predigten, die Geiler in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts im Straßburger Münster in deutscher Sprache gehalten hat (mit Angabe des Datums). Nachträglich wurden sie ins Lateinische übertragen, um sie anderen Predigern zugänglich zu machen, und nach seinem Tode von Jakob Otther herausgegeben. Geiler nennt die Sammlung "Schiff der Bußfertigkeit", weil er in seinen Ermahnungen die Verrichtungen und Pflichten des Steuermannes und der Schiffsleute zum bildlichen Vergleich heranzieht. Das verbildlicht auch der schöne Titelholzschnitt von Hans Burgkmair d.Ä., rechts unten monogrammiert, der ein Schiff zeigt, an dessen Heck Geiler steht und zur Schiffsbesatzung predigt. Schöner Druck im Stil einer Inkunabel mit (nicht ausgefüllten) Initialspatien. Exlibris "Ex Biblioteca Gutekunst [handschriftlich:] 6450". Die ältere Provenienz ist für uns nicht zweifelsfrei zu klären. Der Besitzeintrag auf dem Titelblatt lautet "Ad vsu[m] Marb[?h]ie // vicini Ayslinge[n]sis". Als Hypothese möchten wir die abgegangene Wallfahrtskirche Ave Maria (gestiftet um 1470), Vorgänger von Ave Maria bei Deggingen (Landkreis Göppingen) vorschlagen, rund 15 km von Esslingen entfernt. Die teilweise recht signifikanten Einbandstempel nicht in der Einbanddatenbank.
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Hélyot, Pierre Hippolyt. Histoire [ab Band 2: complète] et Coustumes Des Ordres Monastiques, Religieux Et Militaires Et des Congrégations Séculières de l`un et de l`autre sexe, qui ont esté éstablies jusqu`à présent. contenant leur origine, leur fondation ... les vies de leurs fondateurs ... avec des figures qui représentent tous les differens habillemens de ces ordres et de ces congregations. Avec notice, annotations et complément; par V. Philipon. 8 Bände. Guingamp, Jollivet (Bd. 3: Paris, Ponce Lebas et C.ie) 1838-40. 26 x 17,5 cm. Mit 618 auf 617 (statt 627) altkol. lithogr. Tafeln. Zeitgenössisches Halbleder mit Rückentitel und Rückenvergoldung. 2.700,00 EUR
Einbände etwas berieben und bestoßen, Rücken verblaßt, Gelenke an den Enden teilw. mit kl. Einrissen, ein Band am Fuß gering ausgefranst. Stellenweise etwas gebräunt oder fleckig, nur vereinzelt stärker. Wenige Tafeln mit leichtem Druckabklatsch, kaum Randläsuren. Vgl. Colas 1417ff., Cohen-R. 480 und Lipperheide Od 3/4. Aktualisierte Ausgabe des erstmals 1714 ff. erschienenen Werkes über die Kloster- und Ritterorden, welches die unterschiedlichen Kongregationen in gewünschter Ausführlichkeit darstellt. So finden sich (als beliebiges Beispiel) über die Ursulinen 11 verschiedene Tafeln. Kurzum eine Fundgrube bildlicher Darstellungen, allesamt in farbfrischem zeitgenössischem Kolorit, teilweise mit Silber- und Goldhöhung.
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Johannes [Johannes (Rumsich) von Freiburg]. Summa confessorum, deutsch von Bruder Berthold, Prediger ordens. Ulm, Konrad Dinckmut 12. November 1484. Klein Folio (ca. 27 x 19,5 cm). 198 Bl. (statt 200 ohne die weißen Blätter am Beginn und am Ende: 13 nicht num. 185 num.). Gotische Type, 35 Zeilen. Mit zahlreichen teils figürlichen Holzschnitt-Initialen. Zeitgenössisches blindgeprägtes Schweinsleder über Holzdeckeln mit Messingschliessen. 9.500,00 EUR
Einband sorgfältig restauriert, Bezug stellenweise hinterlegt, Vorsätze erneuert, Schliessen wohl von einem anderen Exemplar ergänzt. Durchgehend im Oberrand braunfleckig nach Feuchtigkeitseinwirkung, stellenweise auch weitere Papierpartien betroffen. Die ersten Bl. und das letzte wegen Ausdünnung alt im Rand hinterlegt. Das erste Registerblatt mit zeitgenössischem Titeleintrag und Anmerkung zum Übersetzer. Das erste Textblatt mit Besitzeintrag "Liber Georgij Reysing 1512", dort im Fußsteg "Jesum Cristum Aamen". Dies abgewandelt zu "Jesus Cristus Aamen" auf Bl. CXXX recto. GW M13606. ISTC ij00321000. Goff J-321. Pr 2564. BMC II 534. BSB-Ink I-570. Fehler in der Foliierung: "Das. cv. blat" (statt cij., wie in Heidelberg und München), ebenso "Das xxxiii blat" (statt cxxxiii). Seltene Inkunabel, weltweit in ca. 30 vollständigen Exemplaren nachgewiesen. GW meldet eine Gesamtüberlieferung von 42, wovon allerdings 3 lediglich Einzelblattnachweise sind und 9 inkomplett (fehlen nur weiße Blätter, wie hier, wurden die Ex. als komplett gezählt). Johannes von Freiburg, Dominikanertheologe und Kanonist, geboren in der 2. Hälfte des 13. Jahrhundert in Haslach (Kinzigtal), gestorben am 10.3.1314 in Freiburg im Breisgau "war Schüler Ulrichs von Straßburg. In Freiburg wirkte er in der Seelsorge seines Klosters, wo er Lektor der Theologie und Prior wurde. Literarisch widmete er sich als Repräsentant der kasuistischen Moral- und Pastoraltheologie der sog. Beichtstuhljurisprudenz. Mit Recht kann J. als Fortsetzer des Werkes Raymunds von Peñafort gelten. Sein eigenes Schrifttum zeichnet sich durch wissenschaftliches Format, tiefes Rechtsverständnis und elegante Latinität aus. Er … schrieb vor 1290 als Hauptwerk die weitverbreitete ". Fr. Merzbacher in NDB 10 (1974), S. 550 f. Nach neueren Darstellungen (Marlies Hamm in: Verfasser Lexikon², IV, 1983, Sp. 605-611.) war Johannes 1268 möglicherweise der Reisebegleiter des Albertus Magnus auf dessen Reise nach Mecklenburg und weilte vor 1277 zu Studienzwecken in Paris (während der Lehrzeit von Thomas von Aquin und Johannes von Varzy). M. Hamm bezeichnet die vorliegende Summa confessorum, die erstmals 1476 in Augsburg gedruckt wurde, als "Höhepunkt der Beichtsummenliteratur". Dinckmut "war zunächst anscheinend als Drucker von Blockbüchern tätig und wandte sich um 1480 dem Letterndruck zu; sein erstes datiertes Buch stammt aus dem Jahre 1482. Er war der fruchtbarste Buchdrucker Ulms im 15. Jahrhundert nach Johann Zainer und brachte ganz überwiegend deutschsprachige, vielfach mit Holzschnitten geschmückte Werke heraus… Seine Typen zeigen zum Teil ausgeprägte Eigenart, seine Holzschnittinitialen sind zum Teil romanischen Initialen nachgebildet. D. ist urkundlich auch als Buchbinder nachzuweisen, gehört aber trotz dieser vielseitigen Tätigkeit zu den Druckern des 15. Jahrhunderts, denen ein wirtschaftlicher Erfolg versagt blieb. Schon 1488 mußte er Drucke verpfänden, dann sein Haus verkaufen und zuletzt die Restauflage des Terenz und des Lirer seinem Gläubiger Hans Nythart überlassen. 1496 stellte er seine Drucktätigkeit ein, 1499 verließ er Ulm; über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt." F. Geldner in NDB 3 (1957), S. 726. Im Register mit 20 Initialen, die jeweils vierzeilig sind. Im Haupttext 21 große, jeweils achtzeilige Holzschnitt-Initialen, die teils figürlich ausgestaltet sind, häufig mit Drachen und Fabelwesen. Beide Initial-Gruppen sind jeweils in alphabetischer Reihenfolge angeordnet, wobei das große M auf Blatt 120 (ebenso wie in München) fehlt und stattdessen eine Initialspatie zeigt. Als weiteres Kuriosum ist zu vermerken, dass eine Anweisung an den Setzer nicht getilgt, sondern in den Drucktext übernommen wurde: Am Fuss von Bl. 12 recto heisst es "Sequitur littera B", was auch auf 12 verso umgesetzt wurde. Über dieses Versehen hinaus ist dies ein Hinweis darauf, dass der Setzer Latein lesen konnte.
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Köln, Gedenktuch Clemens August - "CLEMENS AUGUST Freiherr Droste zu Fischering ERZBISCHOF VON CÖLN. ". Kupferplattendruck in Schwarz auf chamoisfarbenem Stoffgrund, ca. 1839. Ca. 61 x 55,5 cm. 1.200,00 EUR
Allseits beschnitten, teils etwas in die Einfassung hinein. Faltspuren. Etwas fleckig. Gedenktuch auf den Kölner Erzbischof Clemens August Droste zu Vischering (1773-1845), Erzbischof von Köln (1835-1845), als Sammelbild mit dem Porträt des streitbaren Erzbischofs im Zentrum, umgeben von einer neugotischen Architektur mit Ansichten der Kölner Kirchen St. Mauritius, St. Aposteln, St. Martin, St. Severin, St. Gereon, St. Ursula sowie des Domes. Das Propagandablatt entstand im Konflikt von katholischer Kirche und preußisch-protestantischer Staatsmacht in den neuen Preußischen Provinzen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. "Der von Görres als neuer "Athanasius" gefeierte Kölner Erzbischof Clemens August Droste zu Vischering stellte sich in dem als "Kölner Wirren" in die Geschichte eingegangenen Konflikt zwischen der preußischen Regierung und der katholischen Kirche gegen jegliche Eingriffe staatlicherseits in Glaubensfragen und kirchliche Lehrmeinungen. Seine Verhaftung durch Regierungstruppen am 20. November 1839 und eine mehrjährige Internierung in Minden ließen ihn für weite Kreise der katholischen Bevölkerung zur Symbolfigur werden, deren Andenken während der Gefangenschaft durch eine verstärkt einsetzende Bildpublizistik wach gehalten wurde. In diesem Sinne wurde wohl das Tuch mit dem Bildnis des Erzbischofs nach einem von Franz Ittenbach 1839 in Minden gemalten Porträt ebenso wie danach hergestellte Porträtstiche in Auftrag gegeben. Clemens August ist in der Mitte mit Mitra und Ornat als rechtmäßiger Amtsträger ins Bild gesetzt. Die rotseidene Kapuze der erzbischöflichen Cappa magna auf dem Gemälde Ittenbachs ist durch den rangmäßig eindeutigeren Hermelinpelz ersetzt… [Die] Zusammenstellung, in der dem unvollendeten Dom am oberen Ende des Tuches mit drei Ansichten das Hauptgewicht zukommt, mag darauf verweisen, daß sich die Ablehnung der preußischen Kirchenpolitik durch den Kölner Erzbischof auch gegen den geplanten Weiterbau des Domes richtete, dessen Grundsteinlegung sich durch die Auseinandersetzungen mit der Kölner Kurie bis 1842 verzögerte." Jutta Zander-Seidel, Politik als Dekor. Zeitgeschichtliche Motive auf Stoffdrucken des 18. und 19. Jahrhunderts, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 1989, S. 309-340, hier S. 330.
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Makart - Wien`s Huldigungs-Festzug zur Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares nach Aquarellen von Ed. Stadlin (Deckeltitel). Hans Makart`s Festzug der Stadt Wien als Huldigung zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares naturgetreu chromolithogr. dargestellt von E. Stadlin. 27. April 1879. (Lieferungstitel). Wien, Perles 1880. Quer-Großfolio (37,5 x 68 cm). Titelblatt, [4] Bl. Text, [46] Bl. Tafeln mit montierten Original-Chromolithographien. Illustrierte rote Original-Ganzleinenmappe. 1.200,00 EUR
Einband etwas fleckig. Trägerkartons meist stockfleckig, die Tafeln jedoch sauber und farbfrisch. Kein österreichischer Künstler erlangte im 19. Jahrhundert eine derart prominente Stellung wie der "Malerfürst" Hans Makart (1840-1884). Inbegriff des "Makart-Stils" ist sein Atelier: Ort der Repräsentation und Selbstinszenierung, Arbeits- und Ausstellungsstätte, aber auch gesellschaftlicher Treffpunkt: Hier fanden opulente Künstlerfeste statt, hierher pilgerte man, um die neuesten "Sensationsbilder" zu bestaunen. Makarts malerisch-dekorative Kunstauffassung entsprach dem bürgerlichen Repräsentationsbedürfnis der Ringstraßen-Zeit, als Universalkünstler nahm er Einfluss auf Wohnkultur und Kleidungsstil, Oper und Theater. Den Festzug für das Kaiserpaar von 1879 gestaltete Makart als alle Kunstsparten übergreifendes visuelles Massenspektakel. (nach Makart. Ein Künstler regiert die Stadt. Katalog, Wien Museum 2011). "Seinen kometenhaften Aufstieg konnte Makart 1879 mit der künstlerischen Leitung des großen Festzugs zur Silberhochzeit des Kaiserpaares krönen. Schon von Zeitgenossen wird der Umzug nicht nur als monarchische Jubiläumsfeier oder Ausdruck des selbstbewussten Bürgertums aufgefasst, sondern als Apotheose Makarts, des Arrangeurs dieser spektakulären Inszenierung, interpretiert." (S. 205) Seltene Großfolio-Ausgabe, in der die prachtvollen Darstellungen entsprechend zur Geltung kommen. Nicht zu verwechseln mit der Quartausgabe (ca. 25 x 44 cm), die zudem lediglich 36 Tafeln umfasst. "Der wohl wichtigsten Bildpublikation des Festzugs, zumeist mit dem Kostümierer des k.k. Hofburgtheaters, Eduard Stadlin, verbunden und in Einzellieferungen (mit Begleittexten von J. C. Fischer) erschienen, ist neben 44 hochwertigen Chromolithografien eine genaue Chronik der Planungen des Unternehmens beigegeben. Darin wird der Festzug als Abschluss der Stadterweiterung gefeiert und der Entschluss der Festkommission des Gemeinderates begründet, von bisher üblichen Festformen abzugehen und "die Ihren Majestäten darzubringende Huldigung durch Veranstaltung eines großen Festzugs zum Ausdruck zu bringen". In diesem Sinn erscheint die Ringstraße als Prachtboulevard des unter Franz Joseph zu neuer Blüte gebrachten sowie als Kristallisationspunkt eines sowohl höfisch als auch bürgerlich konnotierten Festraums mit dem kaiserlichen Festzelt im Mittelpunkt". (S. 108) Mit den 12 Original-Lieferungsumschlägen (teils lädiert mit Rissen), welche interessante zusätzliche Informationen zum Unternehmen enthalten: über den geplanten Umfang, die vier verschiedenen Einbandvarianten, passende Rahmen für einzelne Blätter, den Erscheinungszeitraum und vor allem zeitgenössische Pressereaktionen auf das Prachtwerk. Die begleitenden Texte sind zugleich Musterbeispiele für Werbetexte der Ringstraßenzeit: "Die Ausführung wird eine brilliante, die Farbzusammenstellung genau den Originalen entnommen sein und werden die Blätter sowohl einen prächtigen Zimmerschmuck bilden, als vereinigt jedem Salontisch zur Ehre gereichen" (Prospekt). "Diese Blätter sind zugleich ein Denkmal, das wir der Nachwelt vermachen, um ihr das entschwundene Schauspiel im Bilde zu überliefern, ein Schauspiel, um das Wien von der ganzen Welt beneidet wird und das den Ruhm seiner kunstsinnigen Bürger in die fernsten Zonen getragen hat" (Begleittext).
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Malleolus, Nicolaus. DIARIUM CATHOLICUM Da ist: Neu= und Alter Laybacher Schreib-Calender / Auff das Jahr Nach der Gnadenreichen Geburt JEsu Christi M.DC.LXXXII. ...Auff die Hertzogliche Haupt=Statt Laybach in Crain / auch andere benachbarte Oeter in Steyer und Kärn=ten... Durch NICOLAVM MALLEOLVM, der Astronomie Liebhabern... Laybach, bey Johann Baptist Mayr / Landschafft = Buchdrucker o.J. Ca. 19,5 x 16 cm. [2] Bl., [12] Bl. Kalendarium, [8] Bl. [Anderer Theil]. Titel, Widmung und Kalendarium in Rot und Schwarz gedruckt, mit Wappen-Holzschnitt auf dem Titelblatt, Holzschnitt-Vignetten und unzähligen Holzschnitt-Symbolen. Mit insgesamt 42 Bl. weißem Papier durchschossen, davon 11 blattfüllend beschrieben. Zeitgenössischer Ganzlederband über Pappdeckeln mit reicher Goldprägung auf beiden Deckeln, der Vorderdeckel im oberen Drittel mit ebenfalls goldgeprägter, achtzeiliger Widmungsinschrift. 1.200,00 EUR
Rücken beschädigt mit kleinen Fehlstellen. Schwarz-gelbe Schließbändchen nur fragmentarisch erhalten. Vergoldung teilweise oxydiert. Ecken bestossen. Letztes Bl. mit seitlichem Papierabriss (Textverlust). Nicht im VD 17, nicht in der Slowenischen National- und Universitätsbibliothek, auch anderweitig für uns bibliographisch nicht nachweisbar. Vergleiche VD17 75:697581S: Laybacher Kalender 1692, Bestandsschutzmaßnahme Digitalisierung Unika durch StB Nürnberg. Nach dem Kalendarium Anhang mit separatem Titelblatt: Anderer Theil Deß DIARII CATHOLICI, oder Teutsche/ Grosse/ Astronimische Und Astrologische Practica/ auff das Jahr ... M.DC.LXXXII... Darinnen beschrieben wird wie die Him[m]lische Cörper/ Ster=nen und Planeten=Lauff sich verhalten... Gerichtet auff die Hertzogliche Hauptstatt Laybach in Crain...Duch NICOLAVM MALLEOLVM. Der prachtvolle Einband im Fächerstil mit folgender Inschrift auf dem Vorderdeckel: "Ihro Gnaden/ // dem Wohl-Gebornen Herrn / Johann // Baptista de Leo, Freyherrn von Lenburg/ // und Schliffing / Herrn auff Raunah / und // Neudorff / Einer Löbl: Landschafft Vier= // thel Hauptman under dem Fueß= // Volck zu Istria ec. // Anno 1682." Auch dieser Kalender - unmittelbar vor der zweiten Belagerung Wiens gedruckt - möglicherweise nur als Unikat erhalten.
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Meier-Graefe, Julius (Hg.). Ganymed. Blätter der Marées-Gesellschaft (ab Bd. 3: Jahrbuch für die Kunst). 5 Bände (alles). München, Piper 1919-1922 und 1925. 21,5 x 16 cm (1-2) bzw. 28 x 21 cm (3-5). Illustrierte Original-Pappbände (Bd. 1-2) bzw. illustrierte Original-Halbleinenbände (Bd. 3-5). 1.250,00 EUR
Die beiden Pappbände etwas fleckig und mit kl. Läsuren an Ecken und Kanten, einer mit kl. Namensstempel. Kapital von Bd. IV etwas eingerissen. Insgesamt noch gutes Exemplar. Komplette Reihe der bekannten Zeitschrift mit interessanten literarischen Beiträgen, unzähligen Lichtdrucken und vollständig mit folgenden Original-Graphiken: 5 Lithographien von Rudolf Großmann "Der Kunstfreund", "Freude am Schönen", "Der Unverstandene", "Der Kunsthändler" und "Der Kritiker" (Bd. 1); 4 Radierungen von Otto Schubert "Frühling", "Sommer", "Herbst" und "Winter" (Bd. 2); Radierungen von Max Beckmann "Bildnis Dostojewskis", Adolf Schinnerer "Kinderhirte", Rudolf Grossmann "Der alte Gärtner", Lithographien von Rene Beeh "Der Bettler", Karl Hofer "Tänzerin" und Alfred Kubin "Jeremias" (Bd. 3); Holzschnitte von Max Beckmann "Tanzende", H. Campendonk "Bettler", R. Seewald "Aus dem Campo Santo", Max Unold "In memoriam Rene Beeh", Franz E. Hecht "Aus der Legende des hl. Franz, nach Taddeo Gaddi" sowie eine Radierung von Felix Meseck "Landschaft mit Ziegen" (Bd. 4); Radierungen von Hans Gött "Schlafendes Mädchen", Adolf Schinnerer "Überfahrt" und Rudolf Großmann "Jahrmarkt", einer Lithographie von Hugo Troendle "Brücke", einem Metallschnitt von Otto Nückel "Regenwetter" und dem oft fehlenden Farbholzschnitt von Erich Heckel "Frau" (Bd. 5).
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Mercuriale, Girolamo. De venenis et morbis venenosis tractatus locupletissimi; varia doctrina referti, nec solùm Medicis, verùm etiam Philosophis magnopere utiles. Francofurti [Frankfurt am Main], Wechel 1584. 17 x 11 cm. [4] Bl., 168 S., [4] Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke, einem Zierstück und einigen Initialen in Holzschnitt. Zeitgenössisches flexibles Ganzpergament mit handschriftlichem Rückentitel, intakte Lederbändchen. 1.200,00 EUR
Einband fleckig. Gestochenes Exlibris. Anmerkungen (zart in Bleistift). Papier gebräunt. VD16 M 4824. Im Jahr der Erstausgabe, welche in Venedig erschienen war. Seltene Abhandlung des bekannten italienischen Arztes Girolamo Mercuriale (1530 - 1606) über Gifte. Separatausgabe, erschien auch zusammen mit "De puerorum morbis tractatus", worauf die identische Lagensignatur hinweist.
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Mizauld, Antoine. Neünhundert Gedächtnußwürdige Geheimnuß vnnd Wunderwerck, Von mancherley Kreutern, Metallen, Thieren, Vögeln vnd andern natürlichen Künsten vnd Historien. Erstlich durch den Hochgelehrten, Antonium Mizaldum, auß Franckreich, in Latin zusammen getragen. Jetzt aber newlich ... in Hochteutsche sprach gebracht, durch Georgiam Henisch von Bartfeld. Sampt einem Büchlin Sexti Platonici Philosophi, von den krefften der zamen vn[d] wilden Thier, so in der Artzney mögen für allerley Kranckheiten gebraucht werden. 2 Teile in einem Band. Basel, Peter Perna 1582. 16,5 x 10,5 cm. [8] Bl. (d.l. weiß), 500 S., [6] Bl., 62 (statt 64) S. Titel in Rot und Schwarz gedruckt. Zeitgenössisches Ganzpergament über dünnen Pappdeckeln, mit geprägten Wappen auf beiden Deckeln. 1.450,00 EUR
Einband fleckig. Schließbändchen fehlen. Hinterer Deckel mit Wurmspuren. Name auf Titel. Papier gebräunt, teils wasserrandig, vereinzelt fleckig. Vereinzelt alte Anstreichungen. Das letzte Blatt des zweiten Teiles faksimiliert. VD16 M 5701 und VD16 P 3142. BNHCat M 716. Caillet, A., Manuel bibliographique des sciences psychiques ou occultes, Paris 1912-13, Nr. 7611f. (frz. Ausgabe). Erstmals 1574 bei Perna erschienene Übersetzung des "Memorabilium" von Antoine Mizauld (1510 Montluçon - 1578 Paris), der Leibarzt der Marguerite de Valois, Astrologe und Naturwissenschafter war. Der Haupttext war erstmals 1566 in Paris erschienen, die Übersetzungen besorgte der Augsburger Mathematiker, Astronom und Mediziner G. Henisch. Der Anhang ist eine Übersetzung des "Liber de medicamentis", in dem die von verschiedenen Säugetieren und Vögeln für Heilzwecke entnommenen Teile besprochen werden. Das Wappen auf dem Einband zeigt in einem horizontal geteilten Schild oben einen mit Schwert bewaffneten Löwen, unten eine Lilie (ähnlich dem Darmstadter Wappen, aber der Löwe mit Schwert).
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More [ Morus], Thomas. Omnia, quae hucusque ad manus nostras pervenerunt, Latina opera quorum aliqua nunc primum in lucem prodeunt, reliqua vero multo quam antea castigatora. Lovanii [Louvain, Leuven, Löwen], Apud Ioannem Bogardum sub Biblijs Aureis 1566. 30 x 20 cm. [6], 136 Bl. Ganzpergament, Vorsätze erneuert (möglicherweise Remboitage). 4.800,00 EUR
Titelblatt mit Papierschäden im Randbereich. Alter Zensorenvermerk. Stellenweise im Text Schwärzungen. Stellenweise gebräunt, wenige Wurmspuren. Gibson 76a. Adams M 1751. Belgica Typographica 4525. Zweiter Druck der ersten Gesamtausgabe der Werke von Thomas Morus in lateinischer Sprache (Titelauflage von 1565). Zuvor waren 1563 die Werke in lateinischer Sprache unvollständig in Basel erschienen. Enthält in dieser Reihenfolge: 1) Epitaphium Thomae Mori, 2) Utopiae, sive sermonis quem Raphael Hythlodaeus vir eximius, de optimo reipublicae statu habuit...libri duo, 3) Epigrammata Thomae Mori pleraque e Graecis versa , 4) Ex Luciano quaedam, e Graeca lingua in Latinam a Thoma Moro conversa, 5) Declamatio Thomae Mori, Lucianicae respondens, 6) Historia Richardi regis Angliae eius nominis tertii, 7) Responsio ad convitia Martini Lutheri, congesta in Henricum regem Angliae, eius nominis octavum, 8) Expositio passionis Domini ex contextu quatuor evangelistarum, usque ad comprehensum Christum 9) Quod pro fide mors fugienda non est und 10) Precatio ex psalmis collecta. Das bekannteste Werk des Humanisten und Staatsmann ist zweifellos "De optimo statu rei publicae deque nova insula Utopia", deren erstes Buch Morus vor genau 500 Jahren verfasste und das im Dezember 1516 in Löwen auf Betreiben von Erasmus von Rotterdam erschienen war. Rare first edition (2nd issue) of the complete Latin works of Thomas More. With the famous "Utopia", written in 1516.
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Sammelband von sechs Drucken 1575-1581, davon fünf nicht im VD 16, das sechste nur bibliographisch belegt. 1) Koch- und Kellermeysterey (Straßburg, Chr. Müller 1576, nicht im VD 16); 2) Pflantzbüchlein (Frankfurt, Bassa 1581, ohne Titelblatt, VD16 L 3289, aber lediglich bibliograph. Nachweis nach Benz; 3) Fischbüchlin (Köln, Röschlin ca. 1575, nicht im VD16); 4) Kunstbüchlein (Köln, Nettessem 1581, nicht im VD16); 5) Boltz, V., Illuminirbuch (Frankfurt, Egenolff 1578, nicht im VD16); 6) Roß Artzney (Köln, Röschlin 1575, nicht im VD16). 16 x 9 cm. Zeitgenössisches flexibles Ganzpergament, handschriftliche Titel auf dem Oberschnitt. 13.500,00 EUR
Einband verzogen, Spuren von Schließbändchen, handschriftliche Besitzeinträge auf Spiegel und Vorsatz. Erstes Titelblatt mit Papierausschnitt im Unterrand. Teils fingerfleckig. Am hinteren Spiegel Bleistiftzeichnung eines türkischen [?] Soldaten. Eine Ansammlung von Raritäten. Zu Beginn die Koch- und Kellermeysterey in einem Straßburger Druck, der mit abweichendem Satz für die Jahre 1559 und 1581 bezeugt ist. Mit Titelholzschnitt und 19 Textholzschnitten. Das in Frankfurt gedruckte Pflantzbüchlein ist nur durch eine ältere bibliographische Angabe bezeugt ("Privatbesitz"), der Satz ist abweichend zur Ausgabe 1579. Mit Fischbüchlein und Roß Artzney liegen zwei unbekannte Drucke des Kölner Felix Röschlin vor (Reske, Chr., Buchdrucker des 16./17. Jhs. (2015), S. 488). Ebenfalls von einem wenig bekannten Kölner Drucker stammt das Kunstbüchlein. H. Nettesheim ist seit 1579 als Buchführer bezeugt, Reske (2015, S. 492) erwähnt keine Drucke vor 1585, hier aber 1581. Das Illuminirbuch von Valentin Boltz ist zwar nicht im VD16, es liegt aber ein Exemplar in der Slg. Oettingen-Wallerstein vor. Eine ausführliche Beschreibung des interessanten Bandes senden wir Ihnen gerne zu.
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Scheffler, Karl (Red.). Kunst und Künstler. Illustrierte Monatsschrift für Kunst und Kunstgewerbe. Jahrgänge X (1911/12) bis XIII (1914/15). 4 Jahrgänge in 8 Bänden. Berlin, B. Cassirer 1911-15. 30 x 25 cm. Mit zahlreichen Abbildungen, teils farbigen Kunstdruckbeilagen und 58 Originalgraphiken. Zeitgenössische private Pappbände mit handschriftlicher Jahrgangsbezeichnung am Rücken. 1.200,00 EUR
Einbände etwas berieben und bestossen, innen frisch. Gebunden wie geliefert, d.h. das Titelblatt und Inhaltsverzeichnis jeweils am Ende des zweiten Halbbandes. Mit Originalgraphiken (Lithographien, Holzschnitten oder Radierungen) u.a. von Karl Walser, Max Slevogt, Ernst Barlach, Max Liebermann, Lovis Corinth, Hans Meid und Max Beckmann. Vor allem der Jahrgang 1912/13 kaum auffindbar.
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