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    Antiquariat
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Main topics:
Signierte Bücher, Autographen, Illustrierte Bücher

Doderer, Heimito von, Schriftsteller (1896-1966). Eigenh. Brief mit U. ("Heimito"). Ohne Ort [Wien], 23. V. [ohne Jahr, wohl 1953]. 4°. 2 S. quer beschrieben. 1.100,00 EUR
Erotischer Brief mit intimen Anweisungen an seine zweite Frau Emma Maria Thoma. Die beiden lernten sich 1937 kennen und heirateten am 25. September 1952. Sie bezogen aber nie eine gemeinsame Wohnung, sondern besuchten sich gegenseitig, manchmal für Wochen. Diesmal sollte Maria von Landshut zu Doderer nach Wien kommen: "Meine liebe gute verehrte Frau - mein süsser tugendhafter Schatz, Dein Brieflein hat mich innig gefreut, wie wird das erst sein, wenn ich Dich selbst in den Armen haben werde! Komme nur schon, wenn irgend möglich, am Samstag - Abend, ich kann`s kaum erwarten, und es wird sich halt wieder zeigen, dass die beste und anständigste Frau, und gar schon ein solcher keuscher Engel wie Du, vom eigenen Mann ganz schlimme Sachen aushalten muss; und noch dazu ist meine [doppelt unterstrichen] Maria eine so vorbildliche Frau, dass sie dabei die größte Sanftmut und Geduld immer bewiesen hat, die Süße, denn ich darf sie nämlich überallhin küssen, und sie macht die lieben [doppelt unterstrichen] Augen dabei zu, was soll sie sonst machen ….. [Punkte von Doderer selbst]. Es bleibt ihr mit der ganzen Tugend nichts anderes übrig, denn der Lausbub ist ja ihr eigener Mann, und da besteht die Tugend einer Frau gerade darin, dass sie so geduldig ist, und ihre Keuschheit sogar einem wilden Eichkätzl ausliefert, das sie aber unendlich liebt und tief dankbar ist für solche süsse weibliche Gaben! /// Mein Süssestes, Bettwäsche und sonst alles ist genug da (und Du wirst schneeweis und blond zwischen den weissen Linnen liegen). Eine Bitte [doppelt unterstrichen] hab` ich, erfüll` sie mir und vergiss nicht darauf: nimm` ausser jenem süssen blauen Nachtgewand, dass Du zu Ostern hier hattest, auch ein solches liebes altmodisches Nachthemdchen mit wie ich es an Dir sah, als ich zum letzten Mal in Landshut war (weiss, oben ein wenig zu öffnen, mit einem Bändchen gewunden). Das hat mir so [dreifach unterstrichen] gut gefallen! Drittens wird es gut sein, wenn Du etwas mehr Geld als Du unbedingt brauchst, mitnimmst, denn am Ende des Monats hab` ich natürlich keins mehr, und wir werden ja mal ausgehen. Ich wollt` es Dir nur sicherheitshalber sagen. Dann, vor allem, und nach allem und überhaupt: ich bete Dich an, weil Du so süss und so unendlich brav und treu und entzückend hingebend, schamhaft und voll Charme bist. Ich küsse Deine Füsschen und Händchen Tausendmal immer Dein Heimito 23/V"
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Guevara de la Serna, Ernesto, genannt "Che", Revolutionär, Arzt und Autor (1928-1967). Eigenh. Widmung mit Ort, Datum (New York, 13. XII. 1964) u. U. auf dem Vortitel seines Buches "Pasajes de la Guerra Revolucionaria" ["Kubanisches Tagebuch"]. [Havana], Ediciones Unión / Narrationes, 1963. 8°. 26 S., 1 Bl. OBrosch. - Mit Beigaben. 3.400,00 EUR
Erstausgabe des einzigen Buches von Che Guevara über den Verlauf des Kubanischen Revolutionskrieges mit 4-zeiliger Widmung an den brüderlich geschätzten Journalisten Robert Taber: "Para Rob Taber autor / en estar … [?] fraternalmente / [= "Für Rob[ert] Taber Autor / von … [diese zwei Worte sind nicht zu entziffern] brüderlich] / Che // New York 13/12/64". - // - Diese Widmung Che Guevaras entstand anlässlich seines Besuchs in New York, wo er zwei Tage vorher, am 11. Dezember, als Leiter der kubanischen Delegation eine vielbeachtete Rede vor den Vereinten Nationen hielt. Sein Aufruf zur revolutionären Gewalt als Mittel der internationalen Politik war der Höhe- und zugleich Wendepunkt seiner Karriere als kubanischer Revolutionär. Der realpolitisch geprägte Fidel Castro begann sich von Che abzuwenden. - // - Der Adressat der Widmung, CBS-Reporter Robert Taber, war 1957 als investigativer Journalist in die umkämpften Ostteile Kubas gegangen, um die Lüge Batistas aufzudecken, dass Fidel Castro tot sei. Sein Interview mit Castro bewirkte den historischen Wendepunkt für die Kubanische Revolution. Ebenso war er während des Invasionsversuchs im April 1961 (Schweinebucht) der einzige amerikanische Reporter auf Seiten der Revolutionskämpfer und wurde dabei sogar verwundet. - Der vordere Deckel der Broschur hat sich gelöst, der hintere mit Wasserrand, der Umschlag ist stark berieben. Der Buchblock mit der Widmung selbst ist sehr schön. - DABEI: der sehr seltene Errata Zettel ("Erratas Advertidas") zum Buch von Che und das Buch von Robert Taber "M-26. Biographie of a Revolution" New York, Lyle Stuart, 1961. 8°. 348 S. OHLn. OU. [nur der Schutzumschlag berieben, das Buch sehr gut]. Erstausgabe, ebenfalls mit Widmung des Autors. - Es ist dies die erste genaue Reportage über den Sieg des "Movimiento Revolutionario 26 de Julio" [Bewegung des 26. Juli], eines kleinen Trupps von Revolutionären über eine riesige Armee. - Am 6. April 1960 hatte Taler eine ganzseitige Anzeige in der New York Times zur Unterstützung Kubas veröffentlicht und das "Fair Play for Cuba Committee" gegründet. Diese Aktivitäten wurden von zahlreichen Intellektuellen wie Norman Mailer, James Baldwin, Truman Capote und Jean-Paul Sartre unterstütz, aber auch von so berüchtigten Gestalten wie Lee Harvey Oswald, dem mutmaßlichen Mörder (22.11.1963) von John F. Kennedy. Author`s presentation copy of the first edition of the most famous book of Che Guevara. Dedication (4 lines) on half-title of "Pasajes de la Guerra Revolucionaria" [history of the revolution war on Cuba]. - Inscribed on the occasion of his visit to New York in December 1964, when Che Guevara addressed the United Nations assembly as head of the Cuban delegation. - Cover rubbed and bumped, upper cover detached, lower cover damp stained, inside and inscription - page very good. - A copy of Robert Taber`s book "M-26" is added. - First edition, verso flying endpaper with nine-line handwritten dedication and signature of Taber. On flap: "Here is the first accurate report of the incredible six-year struggle in which fifteen hundred rebels` triumphed over a force of thirty-five thousand heavily-armed men." Taber figured prominently in Communist Cuba`s barrage of propaganda broadcasts at the start of Castro`s regime. He founded the "Fair Play for Cuba Committee".
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May, Karl. "Ich". Aus Karl May`s Nachlaß. Herausgegeben von Dr. E. Schmid. (= Gesammelte Werke Band 34). Radebeul bei Dresden, Karl-May-Verlag, o. J. [1916]. 5 Bl. (Reihentitel, Frontispiz, Titel, Vorw., Inhalt), 588 S. mit 14 Vignetten u. 5 Abb. auf 2 beidseitig bedruckten, gefaltet. Tafeln, 1 weißes Blatt, 1 Blatt Verlagsanz. OLn. OU. 220,00 EUR
Erstausgabe (Hermesmeier / Schmatz GW 34.1; DB 67a) mit dem seltenen Original-Schutzumschlag. Dieser an den Rückenkanten fachmännisch (kaum sichtbar) von innen hinterlegt. - Das Buch selbst ist tadellos. Verlagsangabe am Fuß des Buchrückens: "Karl-May-Verlag Fehsenfeld und Co. Radebeul-Dresden".
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May, Karl. Am Jenseits. Reiseerlebnisse von Karl May. 21.-25. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1902]. 2 Bl., 594 S., 1 Bl. (Inhalt). Illustr. OLn. 190,00 EUR
Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XXV. (Plaul 311.3; DB 78, 140). - Tadelloses Ex.
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May, Karl. Am Rio de la Plata. Reiseerlebnisse von Karl May. 11.-15. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, 1896. 2 Bl. (Reihentitel, Titel), 676 S. OHLdr. 220,00 EUR
2. Auflage (Plaul 253.2) mit dem gegenüber der EA (1894; dort "Carl May") veränderten Reihentitel: "Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XII". - Der reich vergoldete Halbleder-Rücken ist minimal knittrig u. - abgesehen von einer Fehlstelle an der oberen Bordüre - nur leicht berieben. Ansonsten und besonders innen ungewöhnlich schön.
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May, Karl. Auf fremden Pfaden. Reiseerlebnisse von Karl May. 1.-10. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, 1897. 2 Bl. 598 S., 1 Bl. (Inhalt) u. 2 Bl. (Anzeigen). Illustr. OLn. 280,00 EUR
Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XXIII. - Erstausgabe mit gedruckter Jahreszahl (1897) a. Titelblatt (Plaul 294.1; DB 74, 140). - Alter Besitzername auf d. weißen Rückseite des Vortitels. Das Titelblatt am unteren Rand mit leichten Verletzungen. Sonst sehr frisches Ex. mit sehr schönem Einband.
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May, Karl. Himmelsgedanken. Derselbe Buchblock wie oben (1 Bl., XI, 364 S.) wurde 1918, für den Karl-May-Verlag Radebeul, als Band 49 von "Karl May`s Gesammelte Werke" aufgebunden und mit Reihentitelblatt versehen. Dunkelgrünes OLn. mit farbig illustr. Deckelbild von Sascha Schneider. 330,00 EUR
Restbestände des Buchblocks der Erstausgabe von 1900 (Plaul 330) wurden auf Kl.-8° beschnitten und 1918 in die GW aufgenommen. (Hermesmeier / Schmatz GW 49.1; DB 57a). Die goldgeprägte Verlagsangabe am Fuß des Buchrückens heißt: "Karl-May-Verlag / Fehsenfeld & Co. / Radebeul - Dresden". - Deckelbild mit minimalem Kratzer, sonst taufrisches Ex.
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May, Karl. Himmelsgedanken. Gedichte von Karl May. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1900]. XI, 364 S. (die letzten 4 S. nicht paginiert) mit Buchschmuck auf jeder Seite. Blaues OLn. mit goldgeprägt. Deckel- und Rückentitel u. umlaufenden, in Gold geprägten Linien a. Vorderdeckel. Rücken mit 6 Doppellinien, Titel u. vier floralen Elementen (Aldusblatt) in Gold. Goldschnitt, Lesebändchen. Goldfarbene Vorsatzpapiere. 200,00 EUR
Erstausgabe der ersten Buchausgabe (Plaul 330, DB 92). Kleine Verletzung u. Stauchung am Rücken, die ersten und die letzten Blätter etwas stockfleckig, sonst sehr schön.
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May, Karl. Im Lande des Mahdi. I. Bd. Reiseerzählung von Karl May. 26.-30. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1904]. 2 Bl. (Reihentitel, Titel), 638 S., 1 Bl. (Inhalt). OHLdr. 260,00 EUR
6. Auflage (Plaul 276.6) mit dem neuen Reihentitel: "Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XVI". Nur der Vortitel mit Knickspur u. Besitzername a. Titel, sonst sehr gutes Ex. mit grünem Lesebändchen. - Der reich vergoldete Halbleder-Rücken ist nur minimal berieben und ungewöhnlich schön.
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May, Karl. Orangen und Datteln. Reisefrüchte aus dem Oriente von Karl May. 31.-35. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1904]. 2 Bl., 665 S., 1 Bl. (Inhalt). Illustr. OLn. 180,00 EUR
Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band X. (Plaul 250.7; DB 57, 140). - Name a. vorderen Vorsatz u. auf d. weißen Rückseite des Vortitels. Das hintere Vorsatzpapier etwas berieben. Ansonsten unglaublich frisches Ex.
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May, Karl. Satan und Ischariot. II. Bd. Reiseerlebnisse von Karl May. 1.-10. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, 1897. 2 Bl. (Reihentitel, Titel), 540 S. OHLdr. 200,00 EUR
Erstausgabe mit gedruckter Jahreszahl (1897) a. Titelblatt (Plaul 291.1). - Mit dem Reihentitel: Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XXI. - Die Rückenvergoldung ist etwas berieben, aber noch gut zu sehen. Kleine Verletzung am oberen Kapitel u. am hinteren Gelenk oben. Innen sehr gut mit weißem, fleckenlosem Papier.
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May, Karl. Schriftsteller (1842-1912). Eigenh. Brief m. U. Hamburg, 9. V111. 1902. 8°. 1 S. 2.100,00 EUR
Bisher unbekannter und unveröffentlichter Brief: "... Herzlichen Dank für Ihren Brief, dessen Beantwortung ich während einer Reise hier von Hamburg absende! // Soeben erscheint ‚Im Reiche des silbernen Löwen` Bd. III. // In Zeitungen werde ich die gegen mich gerichteten Angriffe niemals beantworten. Für gehässige Thorheiten habe ich keine Zeit. // Hochachtungsvoll // ergebenst // Ihr // May". - // - Karl May reagiert hier gelassen auf die damals vielfach in der Presse erhobene gehässige Schmähkritik (gab es schon vor dem Internet), er sei ein Schundschriftsteller und krimineller Verführer der Jugend. - Der Brief entstand interessanterweise auf der "Erholungsreise" mit seinen beiden Frauen, die mit dem endgültigen Scheitern der ersten Ehe mit Emma May (1856-1917; verh. seit 1880) endete. Im August 1902 hielten sich Karl May, seine erste Frau und die langjährige Freundin des Ehepaares May, Klara Plöhn (1864-1944), etwa 14 Tage in Hamburg auf. Unser Brief ist die Antwort auf den Brief eines Lesers, den Karl May sich nachsenden ließ. Er wurde wohl im Hotelzimmer verfasst, da die drei spätestens am 8. August ihre Zimmer im Hotel St. Petersburg am Jungfernstieg bezogen hatten. - Die Rundreise ging insgesamt vom 18. Juli bis 30. August über Berlin, Hamburg, Leipzig und München nach Bozen und von da auf die Mendel, wo Emma May bis zum 8. Oktober allein zurückgelassen wurde. Karl May und Klara Plöhn reisten zurück nach Radebeul, wo May am 10. September beim Dresdner Landgericht die Scheidung einreichte. Klara Plöhn wurde nach der Scheidung (1903) Karl Mays zweite Ehefrau.
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Rilke, Rainer Maria, Dichter (1875-1926). Eigenh. Brief mit U. Schmargendorf bei Berlin, 13. III. 1900. 8°. 1 ½ S. a. Doppelblatt. 2.600,00 EUR
Sehr früher und interessanter Brief an die Redaktion des "Montagsblatt aus Böhmen" anlässlich einer am Vortag erschienenen Besprechung seines berühmtesten Jugendwerkes "Mir zur Feier. Gedichte" (1899) mit Buchschmuck von Heinrich Vogeler. Rilke geht auf die lobende und einfühlsame Kritik im Montagsblatt nicht ein, sondern bittet lediglich um die Korrektur der falschen Angabe, er habe seine erste bedeutende Gedichtsammlung dem Illustrator und weiteren Förderern gewidmet: "[…] in der Beschreibung meines Buches ‚Mir zur Feier` ist ein sachlicher Irrtum zu verzeichnen. [mit Stern eingefügte Anmerkung unten: Nr. 11 vom 12. März 1900]. Sie würden mir einen Dank erweisen, wenn Sie ihn in der nächsten Nummer richtigstellen wollten, umsomehr, als er nicht direkt mich [im Original unterstrichen] trifft. Das Buch ist nicht [im Original unterstrichen] dem Maler Heinrich Vogeler-Worpswede und dem Herrn Prof. Dr. August Sauer und der ‚Gesellschaft zu Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur` - ‚zugeeignet.` Diese Namen sind nur darin notiert, mit der Bemerkung, durch wessen Freundschaft, Vermittlung und Theilnahme das Buch schöner und reicher werden durfte in seiner Erscheinung. Zu einer Widmung fehlte mir bei den Persönlichkeiten, sowie dem Institut gegenüber das Recht, da ja der Inhalt des Buches zu keinem von den dreien in irgendeiner persönlichen Beziehung steht. // Mit Dank / hochachtend: / Rainer Maria Rilke" - // - Die Besprechung in der deutschsprachigen Prager Zeitung "Montagsblatt aus Böhmen", liegt in Kopie bei [Näheres auf Anfrage]. - Rilkes "neues Versbuch", das erstmals unter dem auf Veranlassung von Lou Andreas-Salomé eingedeutschten Namen Rainer (statt René) erschien, wird darin außerordentlich gelobt. Dies konnte jedoch die Verärgerung Rilkes über die versehentlich unterstellte Widmung nicht bremsen. - Rilke hatte den Maler und Illustrator Heinrich Vogeler (1872-1942), der bald ein enger Freund wurde, 1898 in Florenz kennen gelernt. Im September 1900 lud ihn Vogeler auf den Barkenhoff, sein Domizil in Worpswede ein, wo er die Bildhauerin Clara Westhoff kennen lernte, die er im folgenden Frühjahr heiratete. Lou, mit der er seit 1897 befreundet war, hatte sich vorerst von Rilke getrennt. - Der österr. Literaturhistoriker und Hochschullehrer August Sauer (1855-1926) gehörte zu den Intellektuellen in Rilkes Geburtsstadt Prag. Er begründete die Zeitschrift Euphorion. - Die "Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen", wurde 1890 in Prag gegründet und unterstützte in den tschechischen Ländern lebende deutsche Forscher, Künstler und Schriftsteller mit Finanzierung von Druckkosten. - // - Wenn Rilke das Buch jedoch überhaupt einer Person gewidmet hätte, dann nur seiner ersten Geliebten Lou Andreas-Salomé. Ursprünglich wollte er für sie eine Gedichtsammlung mit dem Titel "Dir zur Feier" veröffentlichen. Doch erst nachdem sich die Liebesbeziehung endgültig zur lebenslangen Freundschaft gewandelt hatte, widmete er 1905 Lou das "Stunden-Buch". - Dass Rilke zur Zeit unseres Briefes noch ganz im Banne Lous war, die erst mit dem Abschiedsbrief vom 26. Februar 1901 die Liebesbeziehung beendete, zeigt schon der Absender. Rilke war der 14 Jahre älteren Geliebten nach Berlin Schmargendorf gefolgt und bewohnte 1898 bis 1900 eine Wohnung in der Villa Waldfrieden in Lous unmittelbaren Nachbarschaft. Dort entstanden unser Brief und so berühmte Werke wie der Cornet. - Kleiner Einriss am Rand (Faltkante) fachmännisch hinterlegt, sonst sehr schön.
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