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    Antiquariat
    Paul Kainbacher
    Eichwaldgasse 1
  A 2500 Baden

Phone :     +43 699 11019221
E-Mail :     paul.kainbacher@kabsi.at
Internet :     www.antiquariat-kainbacher.at
UST-Id-Nr.:     ATU 45092304

Main topics:
Afrika, Orient, Geographie, Reisen, Völkerkunde, Naturwissenschaften

Drygalski, Erich von. Grönland-Expedition der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 1891-1893. 2 Bände. Berlin, Kühl 1897. Gr.-4to. XIX, 555 S. mit 54 Abbildungen im Text, 44 Tafeln und 9 Karten; X, 571 S. mit 31 Abbildungen im Text, 9 Tafeln und 1 Karte. Komplettes Set! Sonderausgabe! Weiße Original-Halblederbände mit dekorativ-gestalteten Buchdeckeln und Lederecken, Rückenschilder (Rücken berieben und mit Bibl.-Schild), in Band 1 ein Widmungsblatt mit Schenkungseintrag an Prof. Dr. L. Neumann in Freiburg, überreicht anläßlich des VII. Internationalen Geographen-Kongresses durch die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Einige Stempel auf Vorsatz und Titel, ein paar wenige Tafeln lose, ein gutes, interessantes Set. 3.500,00 EUR
Seltenes Werk über die ersten beiden Expeditionen des großen Geographen und Polarforschers. - Zweck dieser Expeditionen, die von Richthofen gefördert wurden, waren glaziologische Forschungen an der Westküste Grönlands. "Im Vordergrund stand die Erforschung des äusseren Unterschiedes in der Bewegung des Inlandeises gegen die Bewegung der Gletscher." - "Auf einer gemeinsam mit O. Baschin im Sommer 1891 ausgeführten Vorexpedition wurde als Basis für die Hauptexpedition (1892 bis 1893) eine Felseninsel im Hintergrund des Karajak-Fjordes, zwischen den beiden Karajak-Eisströmen, bestimmt. An der Hauptexpedition nahmen teil der Biologe E. Vanhöffen und der Meteorologe H. Stade. Auf mehreren Schlittentouren befuhren Drygalski und Vanhöffen den eisfreien Streifen der W-Küste zwischen dem 69. und 73. Breitenkreis und berührten dabei mehrmals den Rand des Inlandeises." (Henze). - Bd. I enthält die allgemeine Beschreibung der Expedition sowie die geologischen und glaziologischen Ergebnisse von Drygalski. Bd. II, 1. und 2. Teil enthalten: E. Vanhöffen, Die Fauna und Flora Grönlands: Die Wirbeltiere. Wirbellose Tiere und Planktonpflanzen. Grönlands Pflanzenwelt. - H. Stade, R. Schumann und E. v. Drygalski: Erdmagenetische, meteorologische, astronomische und geodätische Arbeiten im Umanak-Fjord. - Mit sehr gutem Bild- und Kartenmaterial. - Arctic Bibliography 5687 (für das Gesamtwerk), die Einzelbeiträge unter 4145 (Drygalski), 16661 (Stade), 18533 (Vanhöffen); Henze II, 100; NDB IV, 143.
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Forster, Georg. Geschichte der Reisen, die seit Cook an der Nordwest- und Nordost-Küste von Amerika und in dem nördlichsten Amerika selbst von Meares, Dixon, Portlock, Coxe, Long u.a.m. unternommen worden sind. Aus dem Englischen. 3 Bände. Berlin, Voss, 1791. IX (1), 130; 302 S.; 5 Bl. (inkl. Titel), XXII, 314 S.; XVIII, 74; 380 S. Mit 4 Faltkarten und 27 Tafeln. Ganzlederbände der Zeit auf Bünden und mit reicher Rückenvergoldung. 4°. Prägung bei Band 2 teils berieben, sehr schmaler Farbrand ganz außen am leeren Rand bei den Tafeln in Band 1 und 2 vom Einfärben des Schnitts her. S. 26-32 in Bd. 3 in falscher Reihenfolge gedruckt, jedoch alles komplett! Karte in Bd. 2 mit teils hinterlegten Falzen. Ein gutes Set des seltenen Werkes! 12.000,00 EUR
Deutsche Erstausgabe dieses bedeutenden Werkes Forsters! Band 1: Des Kapitäns John Meares und des Kapitains William Douglas Reisen nach der Nordwest-Küste von Amerika, in den Jahren 1786 bis 1789; beschrieben von John Meares. Band 2: Der Kapitaine Portlock`s und Dixon`s Reise um die Welt, besonders nach der Nordwestlichen Küste von Amerika während der Jahre 1785 bis 1788 in den Schiffen King George und Queen Charlotte ausgeführt. Herausgegebbeen von dem Kapitain Georg Dixon. Band 3: Vorläufige Schilderung des Nordens von Amerika. Des Schiffskapitains Nathaniel Portlocks Reise an die Nordwestküste von Amerika und um die Welt. Des Lieutenant`s Georg Mortimer Bemerkungen auf seiner Reise in der Brigantine Merkur, unter Anführung des Herrn John Henry Cox, nach Teneriffa, Amsterdameiland, den Marieneilanden, O-Theiti, den Sandwich- und den Fuchsinseln, Tinian, und von da nach Kanton. Reisen eines Amerikanischen Dolmetschers und Pelzhändlers, welche eine Beschreibung der Sitten und Gebräuche der Nordamerikanischen Eingebornen, und einige Nachrichten von den Posten am St.Lorenz-Flusse, dem See Ontariou u.s.w. enthalten. Herausgg. vonJ. Long. - ADB VII, 179: `Dass seine Hauptstärke nach wie vor in zusammenfassender geographischer Schilderung betand, lehren die beiden ausgezeichneten Abhandlungen von 1791 über den amerikanischen Norden.` - Sabin 25126; Hill 626.
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Fülleborn, Friedrich. Das Deutsche Njassa- und Ruwuma-Gebiet, Land und Leute, nebst Bemerkungen über die Schire-Länder. Mit Benutzung von Ergebnissen der Njassa- und Kingagebirgs-Expedition der Hermann und Elise geb. Heckmann Wentzel-Stiftung verfasst. Atlasband. Deutsch-Ost-Afrika. Band 9. Wissenschaftlichen Forschungsresultate über Land und Leute unseres ostafrikanischen Schutzgebietes und der angrenzenden Länder. Berlin, Dietrich Reimer 1906. Textband (ohne den Atlasband). 4to. XX, 636 S. mit 1 Frontispiz und über 200 Textabbildungen. Halbleinenband der Zeit (Bezug an den Gelenken und Rücken abgeblättert), kl. Löcher a.d. Vorsätzen, innen ansonsten ein sauberes Exemplar. 5.000,00 EUR
Das Werk erschien als Teil 9 der Reihe `Deutsch-Ost-Afrika. Wissenschaftliche Forschungsresultate über Land und Leute unseres ostafrikanischen Schutzgebietes und der angrenzenden Länder.` - Friedrich Fülleborn (1866-1933) war Arzt bei der kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ost-Afrika. Von 1897 - 1900 bereiste er das damalige deutsche Njassa- und Rovuma-Gebiet zu zoologischen und ethnographisch-anthropologischen Studien. - Kainbacher 131, Henze II, 303f.
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Gabun - Fang - Album mit 145 Original-Fotografien mit Beschriftung unterhalb der Fotos. Größen: 11 x 8 cm. 11.500,00 EUR
Fotos von einem französischen Offizier in Gabun, zwischen 1911 und 1913. Die Fotos zeigen französische Soldaten, zahlreiche ethnologische Aufnahmen, Einheimische mit Schmuck und Tätowierungen, Trachten, Kopfbedeckungen, Häuser, usw. Zumeist werden Mitglieder des Volks der Pahouins (oder Fang oder Pangwe) aus dem Gabun gezeigt.
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Guerreiro, Fernão and Matteo Ricci. Historischer Bericht, was sich in dem grossen, und nun je lenger je mehr bekandten Königreich China, in Verkündigung deß H. Evangelii und Fortpflantzung des catholischen Glaubens, von 1604. und volgenden Jaren, denckwürdigs zugetragen. "Edition;" Augsburg, Chrysostomus Dabertzhofer 1611. 4to. [8], 131, [1 w.] S. Recased in 19th-century half vellum, shell-marbled boards, marbled edges. Some stains on the title-page, browned throughout, otherwise in good condition. 9.500,00 EUR
First German edition of the sections on China in Guerreiro`s Relaçam Annal for 1604/05 and 1606/07, originally published in Portuguese at Lisbon in 1607 and 1609. It gives a report of the state of missionary work in China generally, and more specifically of the activities of the Jesuit College at Macao and the missions at Beijing, Nanchang and Shaozhou (Shaoguan). It includes communications from Ricci, Longobardus, Pantoja, Manuel Dias and others, followed by a 1607 letter from Ricci, translated from the Italian edition published at Rome (pp. 104-131) with more details on the three missions. The Augsburg printer adds a 5-page dedication to the Bishop of Augsburg and two notes to the reader.
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Harrison, John, and Nevil Maskelyne. The Principles of Mr. Harrison`s Time-keeper, with plates of the same, published by order of the Commissioners of Longitude. [French title:] Principes de la Montre de Mr. Harrison, avec les planches relatives a la même montre, imprimés à Londres en 1767 par ordre de Mrs. les Commissaires des Longitudes. A Avignon: Chez la veuve Girard & François Segeuin [&] Jean Aubert… 1767. 4to, pp. (v), (1), 3-19 (English text); iv, 39 (French text), and 7 folding engraved plates. There are two title-pages, English and French, and the English text is interleaved with the French up to p. 19. Good modern quarter calf antique, uncut. Light browning to 4 leaves, some other very slight browning and a few small marks and creases, small paper repairs to fore-edge of last plate. 25.000,00 EUR
Im Jahr 1714 setzte das englische Parlament 20.000 Pfund Preisgeld aus, um eine praktikable Lösung des Längenproblems zu erhalten. Die geographische Breite konnte auf See relativ genau bestimmt werden, doch die Bestimmung der Länge war weitaus schwieriger. Das Unglück auf den Scilly Islands im Jahre 1707, als 4 Schiffe einer englischen Flotte sanken, war der auslösende Moment nach einer Vielzahl an Schiffsunglücken, sich dem Längengradproblem zu stellen. Die Handelsnation Nr.1 England konnte und wollte sich derartige Probleme nicht leisten. Der Longitude Act aus dem Jahre 1714 sollte nicht nur ein Wettrennen um die richtige Lösung starten lassen, sondern auch in der westlichen Welt einen Boom in der Astronomie auslösen. Zur Längengradbestimmung brauchte man entweder eine genau gehende Schiffsuhr oder allgemein gültige Himmelskarten, nach denen man sich orientieren konnte. Der Engländer John Harrison (1693-1776) war von Beruf Tischler, Erfinder und autodidaktischer Uhrmacher. Er entwickelte eine schiffstaugliche Uhr mit hoher Ganggenauigkeit. Er erfand eine neue Hemmung und einen Aufzugs-Mechanismus, experimentierte mit Materialien um Temperaturschwankungen sowie Luftfeuchtgkeits-unterschiede zu kompensieren. Seine Uhren erreichten eine bislang nicht dagewesene Genauigkeit, wodurch der Längengrad auf See genau bestimmt werden konnte. Harrison mußte lange auf Anerkennung durch die Kommission des Longitude Acts warten, denn er stand als wissenschaftlicher Laie einem gelehrten Gremium gegenüber. Dieses Gremium, geführt vom Astronomen Nevil Maskelyne, bevorzugte eine astronomische Lösung mit der Monddistanzen-Methode. Harrison entwickelte insgesamt 4 Uhren, H1 bis H4 benannt, wobei die H4 bahnbrechend war. Eine Kopie fuhr 1775 mit James Cook auf seiner zweiten Weltreise mit und fand große Anerkennung durch Cook. Mit der H4 galt das Problem des Längengrads gelöst. Doch auch die Mondtabellen von Tobias Mayer wurden ausgezeichnet und der Witwe Mayers wurde ein Teil des Preisgeldes übergeben.
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Hartmann, Robert. Die Nigritier. Eine anthropologisch-ethnologische Monographie. Erster Teil (Alles Erschienene!). Berlin, Wiegandt, Hempel & Parey 1876. Gr.-8vo. XXI, 526 S mit 3 Abbildungen im Text und 52 farbig lithograph. Tafeln. 9.000,00 EUR
Eines der seltensten und schönsten Bücher zu Völkerkunde Afrikas! - Der deutsche Naturforscher Robert Hartmann (1831-1893) reiste mit Barnim nach Nordostafrika und hat vor allem auf den Gebieten der Völkerkunde viele Informationen gesammelt. Hartmann war ein Freund von Heinrich Barth und dessen positiver Beurteilung der Afrikaner. Seine Monographie über die Völker Schwarzafrikas erlebte nur einen Band. Zu groß waren die Angriffe rassistischer Kollegen, sowie der Anhängerschaft der Darwin´schen Evolitionstheorie. Sp blieb dieser erste Band das Hauptwerk von Hartmanns ethnologischer Arbeit. Das Werk besticht durch seinen tollen Tafelteil. - Henze II, 466; Embacher 140; Kainbacher 161.
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Kainbacher, Paul. Die Erforschung Afrikas. Die Afrika-Literatur über Geographie und Reisen 1486 - 1945. Eine Bibliographie von A - Z. Baden 2016. Druck: Grasl FairPrint, Bad Vöslau. 4to. 536 S. Illustrierter Original-Pappband. 120,00 EUR
Die Afrika Bibliographie von 2016 ist eine Neubearbeitung der letzten Ausgabe von 2002. Es wurden einige Korrekturen durchgeführt und der Inhalt hat sich um ca. 50 Seiten erweitert. Die Seltenheitsskala wurde überarbeitet, da nach 14 Jahren sowohl das Internet als auch meine Recherchen und mein Wissensstand ein neues Bild bezüglich der Seltenheit und Wichtigkeit von Büchern ergeben haben. Dieses Sammlerhandbuch umfasst insgesamt mehr als 6500 Werke aus den Jahren 1486 bis 1945 zur Erforschung des afrikanischen Kontinents. Berücksichtigt habe ich die deutschsprachige Literatur aus den Gebieten Geographie, Reisen, Völkerkunde, Politik, Mission, Kolonien, Archäologie, Zoologie und Botanik. Linguistische Bücher habe ich nicht aufgenommen. Der Leser findet hier nur eigenständige Bücher und Separatabdrucke aus Zeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen, wie etwa die Ergänzungshefte von Petermanns Mitteilungen in Gotha/ Verlag Perthes. Berichte, Aufsätze und Artikel in diversen Zeitungen, Magazinen oder wissenschaftlichen Mitteilungen sind nur als Separatabdrucke berücksichtigt. Diese Bibliographie soll Sammlern und Wissenschaftlern der Gebiete Geographie, Reise, Völkerkunde und Naturwissenschaften zum Kontinent Afrika als Grundlage dienen. Die Werke sind alphabetisch nach dem Autor von A bis Z angeführt und enthalten den Titel, den Verlag und das Publikationsjahr. Kurzbeschreibungen der Reise- und Forschungsgebiete der Autoren, sowie Kollationen, Bibliographien und Nachschlagewerke sind ebenfalls erwähnt. Die Seltenheit eines Werkes wird durch eine vierteilige Skala in einer Spalte mit der Kollation angezeigt.
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Krusenstern, Adam Johann von. Reise um die Welt in den Jahren 1803, 1804, 1805 und 1806 auf Befehl seiner Kaiserlichen Majestät Alexander des Ersten auf den Schiffen Nadeshda und Newa. 3 Bände. (ohne den 1814 erschienenen Atlasbd.). St. Petersburg, in der Schnoorschen Buchdruckerey 1810-1812. 4to. 4 nn. Bll., 353 S.; 2 Bll., 436 S.; 2 nn. Bll., IV, 376 S., 1 Bl. mit 1 gefalt.Tabelle. Pappbände der Zeit mit Rückenschild (etwas berieben, Papierschild am Rücken), Alle Bände in je einer Halblederband-Box. Rotschnitt, sehr saubere Exemplare. 9.500,00 EUR
Erste Ausgabe. - Eines der wichtigsten Weltreisewerke der damaligen Zeit. - Krusenstern (1770-1846) ist der erste russische Weltumsegler, deutscher Abkunft. - Vorliegende Bände enthalten den Bericht dieses wichtigen Expeditions-unternehmens zur näheren Erforschung der damals noch zu Rußland gehörenden Nordwestküste Amerikas und einzelner Küsten Ostasiens. Beschrieben wird die Ausfahrt über England und die Kanarischen Inseln, Aufenthalt in Brasilien, die Fahrt über den Pazifik zu den Marquesas-Inseln (Polynesien), Aufenthalt in Kamtschatka, Japan und China und die Rückkehr nach Kronstadt. - "Die Expedition hatte die Kenntnis der Marquesas-Inseln gefördert und neues Licht auf die japanisch-sachalinisch-kurilischen Küsten und Gewässer geworfen, die Entdeckungen La Pérouses, Broughtons und Sarytschews ergänzt. Der augenfälligste Gewinn war die Entschleierung der O-und N-Küste Sachalins. In den Kurilen stellten K.s Forschungen ein Mittelstück dar zwischen den Beobachtungen La Pérouses im S und denen Sarytschews im N." (Henze III, 90).
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Lippert, Ed. Zur Erinnerung an Marie Lippert. Ihre Reisebriefe und Skizzen aus Matabeleland. 21.September bis 23.Dezember 1891. Leipzig, Privatverlag 1898. 4to. 48 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und 1 Portrait (Photographie) am Titelblatt. Original-Leinenband, leicht stockfleckig, ein gutes Exemplar. Nr. 46 (von ca.100 Exemplaren) mit handschriftlicher Widmung von Ed. Lippert: "In remembrance of many years of companionship. Johannesburg 11.October 98. Th.W. Chaplin." 3.900,00 EUR
Sehr selten! Wichtiges Dokument zur Geschichte Rhodesiens und der Minengeschichte Südafrikas! - Ende des Jahres 1882 machte die Firma David Lippert & Co. in Kapstadt große Verluste und wurde im Januar 1883 zahlungsunfähig. Die Firma wurde im folgenden Jahr aufgelöst. Eduard Lippert übernahm dabei die Geschäfte im südlichen Afrika, wohin er 1884 übersiedelte. Lippert nahm seinen Wohnsitz in Pretoria, war in den folgenden Jahren vor allem in Barberton tätig, wo er sehr erfolgreich, an der Finanzierung von Goldminen beteiligt war. Er erlangte 1887 von der Regierung der Südafrikanische Republik das Monopol für die Dynamitherstellung. Dieses De-facto-Importmonopol war infolge der Intensivierung der bergbaulichen Aktivitäten im Transvaal sehr lukrativ und dementsprechend sehr umstritten. Gegen Lipperts Monopol arbeiteten die im Generalkartells deutscher und britischer Pulverfabriken zusammengeschlossenen Firmen, die Julius Scharlach mit der Wahrung ihrer Interessen betrauten. Ab 1893 wurden die Firmen des Kartells an dem Monopol beteiligt. Lippert verkaufte seine Anteile an der Gesellschaft, die das Monopol hielt, 1897. Er kehrte 1897 nach Hamburg zurück, wo er sich unterschiedlichen wohltätigen Aktivitäten zuwandte. Unter anderem spendete der Hamburger Sternwarte ein Teleskop, das dort unter dem Namen Lippert-Teleskop in Betrieb ist. Lippert spielte eine Rolle bei der Entstehung von Südrhodesien. Ursprünglich als Konkurrent von Cecil Rhodes, der sich mit der Rudd Consession die Recht gesichert hatte Bodenschätze im Matabele-Königreich abzubauen, hatte Lippert über einen Agenten mit dem König Lobengula Verhandlungen über die Gewährung von Landrechten geführt. Rhodes war alarmiert, da seine Rechte dann weniger Wert gewesen wären. Rhodes verhandelte über Charles Rudd mit Lippert und sie einigten sich am 12. September 1891 darauf, dass Lippert, die ihm gewährten Rechte weitergeben werde. Lippert reiste dann selbst zusammen mit seiner Frau Marie zu Lobengula, um die Verhandlungen abzuschließen. Lobengula unterzeichnete die Lippert Concession, die beinhaltet, dass Lippert, gegen jährliche Zahlungen das Recht hatte, Landrechte im Namen des Königs" weiterzuverkaufen. Die Lippert Concessions wurde von Lippert vertragsgemäß am 11. Februar 1892 an die Britische Südafrika-Gesellschaft weitergeben. (Wikipedia).
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Mallet, Fr. - John Harrison. Bericht von Harrisons Versuche, die Länge zur See zu finden. S.3-17. (Und): A.G. Kästner: Zusatz, zu dem vorhin mitgetheilten Bericht von Harrisons Seeuhr. S.79-80. In: Der Königl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften Abhandlungen ... auf das Jahr 1765. Aus dem Schwedischen übersetzt von Abraham Gotthelf Kästner. Bd.27. Leipzig, Hollens Witwe 1767. 8vo. 2 Bl., 340 S., 4 Bl., 11 gefalt. Tafeln. Pappband der Zeit (Bezug blättert ab, berieben), Tafeln leicht gebräunt, ordentliches Exemplar. 3.500,00 EUR
Die Übersetzung von Mallets Artikel stammt vom Göttinger Mathematiker und Leiter der dortigen Sternwarte Abraham Gotthelf Kästner, einem Kollegen Lichtenbergs. Mallet hatte 1755 bei einem Aufenthalt in London die ersten drei Uhren (H1, H2, H3) Harrisons besichtigt und verwendete für seinen Artikel den Bericht des Astronomen Lalande "Relation des dernieres experiences faites en Angleterre pour la decouverte des longitudes" der die Geschichte des "Longitude Prize" bis Ende 1763 und die Arbeiten Harrisons zum Inhalt hat. Beginnend mit der Geschichte der Längengradmessung zur See in England, dem "Longitude Act "von 1714 und dem "Board of Longitude", der Längenkommission, wird die dreißigjährige Entwicklung des ersten exakten Marine-Chronometer durch den englischen Uhrmacher John Harrison dargestellt. Die Erfindungen Harrisons, die Reibung zwischen den beweglichen Bauteilen zu vermindern, die Temperatureinflüsse und die Einflüsse Schiffsschwankungen auf die Ganggenauigkeit zu reduzieren und den kontinuierlichen Federantrieb während des Aufziehens der Uhr sicherzustellen, werden an hand der vier kontinuierlich verbesserten "Seeuhren" (H1 - H4) beschrieben. Der Artikel beschreibt die offiziellen Testfahrten von 1736 nach Lissabon (H1), von 1761 nach Jamaika (H4) und von 1764 nach den Barbados (H4), ihre glänzenden Resultate und die Hindernisse um Zuerkennung der ausgesetzten Belohnung durch die Längenkommission. Am Ende des Artikels erwähnt Mallet den Seestuhl ("Marine Chair") von Christopher Irwin zur genaueren Beobachtung der Jupitermonde und der Monddistanzen, die mit der Uhrenlösung rivalisierenden astronomischen Verfahren zur Lösung des Längenproblems und die Mondtafeln von Tobias Mayer. Mallet hatte 1755 bei einem Aufenthalt in London die ersten drei Uhren (H1, H2, H3) Harrisons besichtigt und verwendete für diesen Artikel den Bericht des Astronomen Lalande "Relation des dernieres experiences faites en Angleterre pour la decouverte des longitudes" der die Geschichte des "Longitude Prize" bis Ende 1763 und die Arbeiten Harrisons zum Inhalt hat. Da Mallets ursprünglicher Artikel 1765 erschienen war gab Kästner in seinem Zusatzartikel die neusten Berichte aus englischen Zeitungen wieder. Im März 1765 bewilligte das engl. Parlament Harrison die Hälfte des ausgesetzten Preises, die andere Hälfte sollte erst nach Offenlegung der Konstruktionsdetails und Anfertigung und Testung von 2 Kopien ausbezahlt werden.
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Marra, J. Journal of the Resolution`s Voyage, in 1772, 1773, 1774, and 1775. On discovery to the Southern Hemisphere. London, F. Newberry, 1775. (24:15,5 cm). Mit 2 (1 gefalt.) Kupferkarten u. 5 Kupfertafeln. XIII, 328 S. Neuer Halblederband im alten Stil. 12.000,00 EUR
Sabin 16247; Hocken 14; du Rietz 809; Beddie 1270. - Erste Ausgabe. Marra war Offizier an Bord von Cooks Schiffen und veröffentlichte seine Aufzeichnungen anonym und unautorisiert 18 Monate vor dem Erscheinen des offiziellen Werkes. Enthält die früheste Abhandlung über u. mit Abbildung der Antarktis. - Unbeschnitten, etwas gebräunt, teilw. fingerfleckig, vereinzelt fleckig, S. 153-56 mit restaur. Einriß. Etwas Textabklatsch auf den Tafeln. "This rare account of Cook`s second voyage was published surreptitiously eighteen months before Cook`s official narrative. It records many incidents omitted by Cook and gives the reasons which caused Sir Joseph Banks and his twelve assistants to withdraw from the expedition at the last moment. Marra was a gunner`s mate on the Resolution. He was an Irishman whom Cook had picked up in Batavia during the first voyage. Marra made an unsuccessful attempt to desert at Tahiti on May 14, 1774. Marra probably supplied material from his private journal which was put into shape by some literary person in the pay of the publisher Newbery" (Hill coll. 60). The plates include the first views of the Antarctic.
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Sarasin, Fritz. Anthropologie der Neu-Caledonier und Loyalty-Insulaner. 2 Bände (mit Atlasband). Berlin, C.W.Kreidel`s Verlag 1916-1922. Gr. 4° / Folio-Format. XIV, 651 S./ V, plus unpaginierter Tafelteil. Der Textband mit sehr zahlreichen fotogr. Abb. im Text sowie etlichen Kurven und Tabellen; Der Tafelband mit 64 großformatigen Tafeln auf starkem Karton mit zusammen über 300 fotogr. Abb sowie einer Karte, einer Hautfarbenskala etc..Textband:Original-Leinenband; Atlasband: Original-Broschur in Pappschuber. Der Textband ist ein Bibl.-Expl. In ausgezeichneter Erhaltung mit Kopf-Goldschnitt; Der Broschurumschlag des Atlasbandes ist etwas stockfleckig, es gibt zwei handschriftl. Namenseinträge auf Umschlag und Titelblatt; unbeschnitten, sauber und vollständig. Insgesamt beide Bände in sehr gutem Zustand. 6.500,00 EUR
Sarasin/J.Roux: Nova Caledonia. Forschungen in Neu-Caledonien und auf den Loyalty-Inseln. Teil C. Anthropologie. Eines der sehr seltenen Hauptwerke von Fritz Sarasin, wie immer in großzügiger Ausstattung. Der Atlasband von allergrößter Seltenheit!!
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Wargentin, Peter (Pehr) - John Harrison. Geschichte der Wissenschaften. Von der geographischen Länge. S.163-172 (Und): Fortsetzung der Wissenschaften von der geographischen Länge. S.231-240. In: Der Königl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften Abhandlungen ... auf das Jahr 1758. Aus dem Schwedischen übersetzt von Abraham Gotthelf Kästner. Bd.20. Hamburg und Leipzig, Grunds Witwe und Holle 1759. 8vo. Titel, 2 Bl. 300 S., 5 Bl., 7 gefalt. Tafelnyaqaaaay. Pappband der Zeit (etwas berieben), Bibl.-Zettel am Innendeckel, sauberes Exemplar. 3.500,00 EUR
Im ersten Teil dieses Beitrags gibt Pehr Wargentin einen Überblick über die allgemeinen Grundlagen der geographischen Längenbestimmung und über praktikable astronomische und mechanischen Verfahren zur Lösung des "Längenproblems". Ihm erscheint die mechanische Lösung, eine genaue Bestimmung der Zeitdifferenz zwischen einem festen Meridian und der lokalen Ortszeit eines Schiffes mit einer ganggenauen Uhr, als die....einfachste und zugleich die vollkommenste, die sich nur erdenken ließe..... (S. 163). Die damals am Festland genügend ganggenauen Pendeluhren kämen aber wegen der Schiffsbewegungen für eine Verwendung auf See nicht infrage. Auch würden Temperaturschwankungen die Ganggenauigkeit einer Pendeluhr mit Federantrieb beeinflussen. "Ein Uhrmacher zu London hat vor einigen Jahren eine solche Uhr zum Versuche angegeben, von der er vermuthete, sie würde die Probe einer Seereise von London nach Lissabon, und zurück aushalten, aber man hat nicht gelesen, dass er die bestimmte Belohnung erhalten hätte" (S.170). Im zweiten Teil seines Beitrags gibt Wargentin eine genauere Beschreibung dieses Versuches, basierend auf den Nachrichten des schwedischen Astronom Fredrik Mallet. Mallet hatte 1755 bei einem Aufenthalt in London die ersten 3 Schiffsuhren - H1-H3 in der modernen Bezeichnung - von John Harrison gesehen. Die Testreise nach Lissabon sei erfolgreich gewesen und Harrison arbeite weiter an Verbesserungen um den vom englischen Parlament ausgesetzten Preis von 20.000 Pfund zu erhalten. "indessen habe er, zur Aufmunterung und Ersetzung seiner bisher angewandten Kosten, schon 2.000 Pfund bekommen......" (S. 231-233). Was hier umständlich beschrieben wird ist die offizielle Erprobung der H1 auf der Seereise an Bord der "Centurion" bzw. "Orford" von London nach Lissabon im Jahre 1736. Aber trotz der nachgewiesen Genauigkeit von Harrisons H1 sind Wargentin und Mallet, beides Astronomen, noch nicht von der mechanischen Lösung zur Längenbestimmung überzeugt. Wargentin schlägt vor.."zugleich auf andere Mittel bedacht zu sein, die zu Erfindung der Länge dienen, und darunter hält man keine für sicherer und zugänglicher, als diejenigen, welche der Mond darbiethet" (S. 233), die Skepsis der damaligen wissenschaftlichen Elite gegenüber einer mechanischen Lösung des Längenproblems.
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