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    Antiquariat
    Daniel Osthoff
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  D 97070 Würzburg

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Main topics:
Alte und wertvolle Bücher, Altphilologie, Stefan George und sein Kreis, Kunstgeschichte, Franconica, Allgemeines Antiquariat

Facsimile - Der Ramsey-Psalter. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat von Codex 58/1 der Stiftsbibliothek St. Paul i. Lavanttal und Ms M.302 der Pierpont Morgan Library in New York. Mit dem engl.-dt. Kommentarband (1999) u. dem Interimskommentar (1996) v. Lucy Freeman Sandler. Graz, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt 1996/1999. 4°. (27,5 x 19 cm) 173 Bll. u. 4° (28 x 19,5 cm) 343(1) u. 44 S. Blindgeprägtes Orig.-Schweinsleder über Holzdeckeln mit 2 Schließen im Orig.-Schuber u. OPpbd. bzw. OBrosch. 3.500,00 EUR
Eines von 280 nummerierten Exemplaren. - Codices selecti, Phototypice impressi, Facsimile Vol. CIII, Commentarium Vol. CIII*. - Die vorliegende Faksimileausgabe vereint zwei Teile eines Manuskriptes, die seit beinahe 200 Jahren getrennt aufbewahrt werden. Fünf Blätter befinden sich seit etwa 1809 in New York. - Der Psalter wurde Anfang des 14. Jahrhunderts im englischen Benediktinerkloster Ramsey geschrieben und illuminiert. 12 mit reichem Blattgold gehöhten Miniaturseiten enthalten 40 Bildszenen. 10 davon sind die in New York befindlichen Blätter. Außerdem finden sich 14 große figürliche Initialen, zahlreiche kleinere sowie meist ornamentales Rankenwerk im linken Blattrand. An freien Zeilenenden sind zahllose, häufig figürliche reizenden Vignetten, auch diese meist goldgehöht. Das Ramsey-Psalter zählt zu den schönsten Manuskripten der gotischen Buchmalerei. - Die Fadenbindung des Interimskommentar gerissen, ansonsten sehr gut erhaltenes Exemplar.
From Chapter: Theology | Facsimile | Books costing more than EUR 1.000
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Fontane, Theodor (1819 - 1898). Effi Briest. Roman. Bln., Fontane 1896. 2 Bll., 520 S. OLn. m. Dverg. (leicht berieben, Kanten u. Kapitale fast unmerklich fachfraulich restauriert). 1.800,00 EUR
Erste Ausgabe. Wilp./G. 41. Nicht bei Schobeß². KLL 2984. - Begonnen 1890 erschien der Roman in 2 Teilen zunächst in der Deutschen Rundschau (1894/95). - "Fontane erzählt die Geschichte Effi Briests fast im Plauderton, ohne Pathos und mit liebenswürdiger Ironie. Der Dialog ist mit naturalistischer Lebensnähe und zugleich Lebenswärme geführt" (KLL). - Vorsätze und Innengelenke um 1959 erneuert bzw. restauriert, vord. Vorsatz mit Kauf- und Datumsvermerk in Tinte.
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George, Stefan (1868 - 1933). Der siebente Ring. Mit Buchschmuck von Melchior Lechter. Bln., Blätter für die Kunst 1907. Gr.-8°. 213(5) S. Lila OLn. m. Dverg. (Rücken und Deckel am Rand lichtrandig, minimale Fehlstellen an den falschen Bünden). 850,00 EUR
Erste Ausgabe. Landmann 267. Raub A 62. - Eines von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 535). Mit den beiden ganzseitigen Zinkographien: 1. Ein auf Bergeshöh knieender Engel, der sieben Sterne abzeichnet. 2. Sieben Schlangen von einem Baum herabhängend. Druck in Rot und Schwarz. - Mit dem Siebenten Ring öffnet George den bisher aus kunstschaffenden Freunden bestehenden Kreis zu einer Gemeinschaft von Schülern und Jüngern (Friedrich Wolters, Kurt Hildebrandt u.a.), in dessen Mittelpunkt nicht mehr die Lyrik alleine, sondern vielmehr eine religiöse, mythische, ganzheitliche Weltan-schau-ung steht, welche 3 Jahre später mit dem "Jahrbuch für die geistige Bewegung" (3 Jahrgänge) regelrecht Kultur-Politik treibt. - Georges siebtes lyrisches Werk im Jahr 1907 erschienen ist eingeteilt in 7 Gruppen und jede Gruppe hat ein jeweils Vielfaches an Versen (14 / 21 etc.). Die göttliche Zahl 7 ist Ausdruck für das zentrale Thema des Werkes, in dessen Mitte, der 4. Gruppe, Maximin steht, den George "vergötterte". - Das Werk sucht die Vereinigung von Diesseits und Jenseits und im "Gott-Sehen" eine neue Stufe nach Trieb, Seele und Geist. "Man hat die Augen für diese Stufe oder man hat sie nicht", damit beendet Gundolf Debatten über "Befremdlichkeit" bzw. Geheimlehre in der Rezeption des Siebenten Ringes. - Schönes Exemplar.
From Chapter: Literature | Illustrated Books | Press Editions | Numbered Editions
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Kant, Immanuel. Sämmtliche Werke. In chronologischer Reihenfolge von G. Hartenstein. Mit 3 lithographischen Tafeln. 8 Bde. Leipzig, Voss 1867 u. 1868. Ca. 4700 S. HLdr. m. Rverg. u. 2 RSch. (minimal berieben u. bestoßen, Ldr. mit zarten Abschabungen). 600,00 EUR
Goed. V, 2, 1, 3. - "Kants ganzen Entwicklungsgang bringt besser zur Anschauung die neue, zweite Hartensteinsche Ausgabe." (Goed.) - Die erste Ausgabe von Hartenstein erschien 1838-39, die jedoch noch nicht in chronologischer Reihenfolge aufgebaut war. - Papierbedingt teils minimal gebräunt, Vorsätze leicht, sonst teils minimal stockfleckig, nur in Bd. 8 wenige Bleistift-Anstreichungen (gut radierbar), Exlibris verso Deckel, NaV.
From Chapter: Philosophy | Complete Works
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Livius, T(itus). (Opera). Duobus libris auctus cum L. Flori epitome, et annotatis in libros VII. belli maced(onici et asiatici). Mit 2 figürlichen Titelbordüren (wiederholt), 1 Schrotschnittbordüre mit Wappen sowie 40 großen figürlichen Criblé-Initialen. Mainz, Joh. Scheffer (Schäffer) 1518 (-1519). Folio (33 x 22 cm). 28 nn. Bll., 730 S., 15 nn. Bll. Blindgeprägter Schweinslederband d. Zt. (datiert 1541) über Holzdeckeln m. 2 Schließen (deren bewegliche Teile erneuert). (etwas fleckig u. berieben, am Hinterdeckel 2 kleine Ausbesserungen). 2.800,00 EUR
VD 16, L 2091. Adams L 1321. Schweiger II, 526 f. Dibdin II, 164. Neufforge S. 403. - Sehr wichtige erste Ausgabe mit den aus einem mittlerweile nicht mehr vorhandenen Mainzer Codex aufgefundenen Texten aus den Büchern 33 und 40. Beschrieben wird dies im 1519 datierten Nachwort von Nic. Carbach, welches nicht allen Ausgaben beigebunden wurde. Ebenso vorhanden sind die häufig fehlenden Vorreden von Ullrich Hutten und Erasmus von Rotterdam, beide datiert 1519. "Diese Bücher wurden in einem Mainzer Kloster entdeckt, was für die Humanisten ein Ereignis ersten Ranges war. Der Druck dieses Livius in der neuen Gestalt wurde der Schoefferschen Offizin anvertraut und als Prachtdruck mit der größten Sorgfalt vorbereitet" (Neufforge). Die prachtvollen Initialen werden Hans Lützelburger zugeschrieben, der für Hans Holbein arbeitete. - Offenbar gibt es Druckvarianten. Vorliegendes Exemplar enthält auf den ersten 4 Blatt den Titel, verso das Privileg, die Vorreden Huttens und von Erasmus, die Vorrede von Wolfg. Angst, anschließend die "emmendatio errorum" und im Abschluß "Coss. qui annorum serie in Livio et Floro continentur". In anderen Exemplaren ist zwischen diese 4 Blatt ein 52,5 Blatt starker Index eingebaut, sodass durch die Verschiebung auch im Satz 80 Blatt "Vorstücke" entstehen (diese Exemplare tragen im VD 16 die Nr. L 2090). - Fußsteg teils etwas wasserrandig, erste u. letzte Blatt mit wenigen teils mit Japanpapier hinterlegten Wurmstichen, Innengelenke verstärkt, teils mit alten Annotation in Tinte im weißen Rand und auch auf Vorsatz und Titel. - Insgesamt gutes Exemplar aus einer Klosterbibliothek. Als Vorwort ein Schreiben von Erasmus an Carolus Montioius (van der Haeghen II, 39).
From Chapter: Early imprinted Books | Philosophy | Books costing more than EUR 1.000
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Puschkin, Alexander. Boris Godunoff. Tragödie. Aus dem Russischen übertragen von Wolfgang E. Groeger. Mit [15 ganzseitigen] Originalholzschnitten von Wassily Masjutin. Berlin, Newa 1924. 4°. 4 Bll., 122(6) S. OHLn. m. Rverg. u. D.-Vignette (minimal berieben, bestoßen, leicht lichtrandig, Bezugspapier an den Ecken teils über die Ecken bezogen, diese leicht gestaucht). 1.200,00 EUR
Thieme/B. XXIV, 207. - Eines von nur 1000 Exemplaren. - Jubiläumsausgabe zur einhundertfünfundzwanzigsten Wiederkehr des Geburtstages des Dichters und zur hundertsten Wiederkehr des Jahres der Niederschrift dieses Werkes. - Mit Frontispiz, 14 Tafeln u. zahlr. floralen Schluß-Vignetten. - Papierbedingt leicht gebräunt, ob. Schnittkantenecke mit leichten Knickspuren, untere mit minimalen.
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Sylius (Silius) Italicus. Belli punici II. Compendium (Punica). Cum Commentariis Petri Marsi. Venedig, [Joannes Tacuinus] duodecimo Kalendas octobres [= 20. IX. 1493]. Folio. (30,5 x 21,5 cm). 155 nn Bll. (ohne das letzte weiße). Pergament um 1800 mit handschriftlichem Rückentitel (kaum fleckig). 5.000,00 EUR
Goff S-509. Hain 14741. Hain-Copinger, Index S. 275 (mit dem Verweis auf den Drucker, der im Text nicht angegeben ist). GW M 42109. - Dritte Ausgabe mit dem Kommentar des italienischen Philologen Pietro Marso, der erstmals 3 Jahre zuvor erschienen war. Der Text wurde 1415 während des Konstanzer Konzils von dem italienischen Humanisten Poggio Bracciolini in St. Gallen wiederentdeckt. "Besonderen Reiz üben einige episodische Einlagen sowie die Schilderung von Hannibals Pyrenäen- und Alpenüberquerung aus." (KLL). Den Text des Silius (bis zu 46 Zeilen) umlaufender Kommentar (bis zu 60 Zeilen). Mit einigen eingedruckten Initialen, häufig aber auch freien Spatien. - Teilweise etwas wasserrandig, vor allem anfangs zahlreiche alte Anmerkungen in Tinte, wenige kl. Wurmlöcher, Titel etwas fleckig u. mit altem Besitzvermerk, 2 Blatt stärker gebräunt, in den Innengelenken angebrochen, jedoch kompakt. - Insgesamt gutes Exemplar dieser seltenen Inkunabel.
From Chapter: Incunable | Books costing more than EUR 1.000
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