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From Chapter: Travel | Technology | French-language books | Books costing more than EUR 1.000

Harrison, John, and Nevil Maskelyne. The Principles of Mr. Harrison`s Time-keeper, with plates of the same, published by order of the Commissioners of Longitude. [French title:] Principes de la Montre de Mr. Harrison, avec les planches relatives a la même montre, imprimés à Londres en 1767 par ordre de Mrs. les Commissaires des Longitudes. A Avignon: Chez la veuve Girard & François Segeuin [&] Jean Aubert… 1767. 4to, pp. (v), (1), 3-19 (English text); iv, 39 (French text), and 7 folding engraved plates. There are two title-pages, English and French, and the English text is interleaved with the French up to p. 19. Good modern quarter calf antique, uncut. Light browning to 4 leaves, some other very slight browning and a few small marks and creases, small paper repairs to fore-edge of last plate. 25.000,00 EUR
Im Jahr 1714 setzte das englische Parlament 20.000 Pfund Preisgeld aus, um eine praktikable Lösung des Längenproblems zu erhalten. Die geographische Breite konnte auf See relativ genau bestimmt werden, doch die Bestimmung der Länge war weitaus schwieriger. Das Unglück auf den Scilly Islands im Jahre 1707, als 4 Schiffe einer englischen Flotte sanken, war der auslösende Moment nach einer Vielzahl an Schiffsunglücken, sich dem Längengradproblem zu stellen. Die Handelsnation Nr.1 England konnte und wollte sich derartige Probleme nicht leisten. Der Longitude Act aus dem Jahre 1714 sollte nicht nur ein Wettrennen um die richtige Lösung starten lassen, sondern auch in der westlichen Welt einen Boom in der Astronomie auslösen. Zur Längengradbestimmung brauchte man entweder eine genau gehende Schiffsuhr oder allgemein gültige Himmelskarten, nach denen man sich orientieren konnte. Der Engländer John Harrison (1693-1776) war von Beruf Tischler, Erfinder und autodidaktischer Uhrmacher. Er entwickelte eine schiffstaugliche Uhr mit hoher Ganggenauigkeit. Er erfand eine neue Hemmung und einen Aufzugs-Mechanismus, experimentierte mit Materialien um Temperaturschwankungen sowie Luftfeuchtgkeits-unterschiede zu kompensieren. Seine Uhren erreichten eine bislang nicht dagewesene Genauigkeit, wodurch der Längengrad auf See genau bestimmt werden konnte. Harrison mußte lange auf Anerkennung durch die Kommission des Longitude Acts warten, denn er stand als wissenschaftlicher Laie einem gelehrten Gremium gegenüber. Dieses Gremium, geführt vom Astronomen Nevil Maskelyne, bevorzugte eine astronomische Lösung mit der Monddistanzen-Methode. Harrison entwickelte insgesamt 4 Uhren, H1 bis H4 benannt, wobei die H4 bahnbrechend war. Eine Kopie fuhr 1775 mit James Cook auf seiner zweiten Weltreise mit und fand große Anerkennung durch Cook. Mit der H4 galt das Problem des Längengrads gelöst. Doch auch die Mondtabellen von Tobias Mayer wurden ausgezeichnet und der Witwe Mayers wurde ein Teil des Preisgeldes übergeben.
Exhibitor: Kainbacher Paul Phone: +43 699 11019221 paul.kainbacher@kabsi.at
The title is up for the start of the antiquarian book fair.

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