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From Chapter: Autographs | Literature | Books costing more than EUR 1.000

May, Karl. Schriftsteller (1842-1912). Eigenh. Brief m. U. Hamburg, 9. V111. 1902. 8°. 1 S. 2.100,00 EUR
Bisher unbekannter und unveröffentlichter Brief: "... Herzlichen Dank für Ihren Brief, dessen Beantwortung ich während einer Reise hier von Hamburg absende! // Soeben erscheint ‚Im Reiche des silbernen Löwen` Bd. III. // In Zeitungen werde ich die gegen mich gerichteten Angriffe niemals beantworten. Für gehässige Thorheiten habe ich keine Zeit. // Hochachtungsvoll // ergebenst // Ihr // May". - // - Karl May reagiert hier gelassen auf die damals vielfach in der Presse erhobene gehässige Schmähkritik (gab es schon vor dem Internet), er sei ein Schundschriftsteller und krimineller Verführer der Jugend. - Der Brief entstand interessanterweise auf der "Erholungsreise" mit seinen beiden Frauen, die mit dem endgültigen Scheitern der ersten Ehe mit Emma May (1856-1917; verh. seit 1880) endete. Im August 1902 hielten sich Karl May, seine erste Frau und die langjährige Freundin des Ehepaares May, Klara Plöhn (1864-1944), etwa 14 Tage in Hamburg auf. Unser Brief ist die Antwort auf den Brief eines Lesers, den Karl May sich nachsenden ließ. Er wurde wohl im Hotelzimmer verfasst, da die drei spätestens am 8. August ihre Zimmer im Hotel St. Petersburg am Jungfernstieg bezogen hatten. - Die Rundreise ging insgesamt vom 18. Juli bis 30. August über Berlin, Hamburg, Leipzig und München nach Bozen und von da auf die Mendel, wo Emma May bis zum 8. Oktober allein zurückgelassen wurde. Karl May und Klara Plöhn reisten zurück nach Radebeul, wo May am 10. September beim Dresdner Landgericht die Scheidung einreichte. Klara Plöhn wurde nach der Scheidung (1903) Karl Mays zweite Ehefrau.
Exhibitor: Husslein Richard Phone: 089 89979590 Antiquariat.Husslein@t-online.de
The title is up for the start of the antiquarian book fair.

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