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    Reiss & Sohn oHG Buch- und Kunstantiquariat - Auktionen
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UST-Id-Nr.:     DE 167515897

Angebotsschwerpunkte:
Atlanten, Geographie und Reisen, Alte Drucke, Naturwissenschaften, Illustrata

Gouvea, A. de. Innocentia victrix sive Sententia Comitiorum Imperii Sinici pro Innocentia Christiane religionis. Lata juridicè per Annum 1669. Quàm cheu (Kanton) 1671. Kl.-fol.(28,5:18,5 cm). Mit blattgr. Titelholzschnitt. 2 nn. u. 43 num. xylographische bedruckte Doppelblätter. Original-Umschlag, fachmännisch auf Japan aufgezogen, Fadenheftung erneuert. 19.500,00 EUR
Chan, Jap-Sin II, 74; Cordier, BS 822-825; Streit V, 2396; de Backer-S. III, 1637. - Einzige Ausgabe, sehr selten. Die chinesischen Texte mit parallel gedruckter lateinischer Umschrift und lateinischer Übersetzung. "This book contains memorials to the throne presented by the Jesuits in the Imperial Observatory and memorials from the Ministry of Rites, all drawn up after the persecution by Yang Kuang-hsien. There is a message offered to the deceased Schall by the K`ang-hsi emperor written in seal style script. There are also some imperial decrees giving permission to the missioners who had been detained in Canton to return to their missions" (Chan). Xylographischer Druck auf Reispapier, die einseitig bedruckten Blätter gefaltet und als Blockbuch gebunden. - Umschlag, Vorsatz, die ersten 3 Bll. u. das Schlussblatt sorgfältig restauriert und verstärkt.
Aus Kapitel: Reisen | China | Bücher in lateinischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Missale Cathalaunense - Missale insignis ecclesie Cathalaunen(sis). Druck in Schwarz und Rot auf Pergament. 3 Tle. in 1 Bd. Paris, Yolanda Bonhomme, 1543. Fol. (34:24,5 cm). Mit 1 großen Titelbild mit ganzseitiger Bordüre und 148 Illustrationen im Text, davon 1 etwa halbseitig und mit ganzseitiger Goldgrundbordüre und 2 blattgroß, sowie zahlreichen Initialen, alles in Holz- oder Metallschnitt und in prachtvollem Kolorit mit Gold- und Silberhöhung, dazu Noten in Typendruck. 10 nn., 130, 56, 35 (statt 36) num. Bll. (= 231 statt 232 Bll., das fehlende Blatt im 19. Jahrhundert in Manuskript auf Pergament ergänzt). Maroquinband der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von Lortic (sign.), Deckel und Rücken mit Vergoldung und farbigen Intarsien, ornamentale Steh- und Innenkantenvergoldung, rote Maroquin-Spiegel mit reichster Vergoldung, rote Moirée-Seidenvorsätze und Goldschnitt; in Maroquinschuber. 120.000,00 EUR
Brunet III, 1763; Weale-Bohatta 255; Van Praet I, 143, 192 & 193. - Überaus seltenes Missale für das Bistum Châlons-sur-Marne (heute Châlons-en-Champagne). - Sämtliche Illustrationen sind von hoher Qualität, das voll ausgeführte und sehr differenzierte Kolorit überdeckt die darunter liegenden Schnitte fast vollständig und verleiht ihnen so den Charakter von Miniaturen. Besonders prachtvoll sind die beiden blattgroßen Illustrationen zum Kanonteil. Das linke Blatt zeigt die Kreuzigung Christi, flankiert von Maria auf der linken und Johannes auf der rechten Seite, im Hintergrund die Stadt Jerusalem. Das rechte Blatt zeigt Gottvater thronend mit Tiara, umgeben von Engeln sowie den Symbolen der vier Evangelisten in den Ecken, im Hintergrund ein mit goldenen Sternen verzierter dunkelblauer Himmel. Neben diesen großen sind 31 mittelgroße (je ca. 10:7 cm), 96 kleinere (ca. 5:3,5 cm) und 18 sehr kleine (ca. 3,5:2 cm) Illustrationen enthalten, meist mit biblischen Szenen sowie Darstellungen von Evangelisten und Heiligen. Dazu kommen die sehr zahlreichen eingemalten Initialen, entweder auf Goldgrund mit farbigen Blüten oder Früchten, oder in Gold auf blauem Grund mit Deckweißornamentik, die Initiale "T" zum Kanonteil mit einer figürlichen Darstellung der Kreuzigung Christi. Das prachtvolle Kolorit wurde sicher eigens für Kardinal Robert de Lénoncourt (um 1490-1561), dessen Wappen in der Fußleiste der Titelbodüre eingemalt ist, angefertigt. Im 19. Jahrhundert war das Missale Teil der Sammlung des berühmten Bibliophilen, Druckers und Verlegers Ambroise Firmin Didot, im Katalog seiner Sammlung ist es in der Abteilung "Liturgie", die am 26. Mai 1879 versteigert wurde, unter der Nr. 73 verzeichnet. Der meisterhafte Einband stammt aus der Werkstatt des Pariser Buchbinders Pierre-Marcellin Lortic (1822-1892), abgebildet bei Beraldi, (La Reliure du XIXe siècle) III, 83. In den Rändern durchgehend etwas fleckig, der Satzspiegel und die Illustrationen jedoch nicht betroffen. Die durch Feuchtigkeitseinwirkung entstandenen Flecken sind schon alt und werden bereits in der Beschreibung dieses Exemplars im Katalog der Sammlung Didot erwähnt. Das ebenfalls schon im 19. Jahrhundert fehlende Schlussblatt wurde durch eine äußerst sorgfältig kalligraphierte Kopie auf Pergament ergänzt. Dieses Faksimile schuf vielleicht der polnische Kupferstecher und Lithograph Adam Pilinski (1810-1887), von dem man weiß, dass er auch für Didot Kopien von fehlenden Blättern seltener Drucke anfertigte (vgl. Adam Pilinski et ses travaux, Paris 1890, S. 5). Insgesamt hervorragend erhaltenes, in dieser prächtigen Ausstattung einzigartiges Exemplar.
Aus Kapitel: Theologie | Alte Drucke | Bücher in lateinischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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