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    Rotes Antiquariat
    Christian Bartsch
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  D 10179 Berlin

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Angebotsschwerpunkte:
Socialistica, Exil-Literatur, Literatur des 20. Jahrhundert

Adorno, Theodor W[iesengrund]. Noten zur Literatur II. Korrekturexemplar mit handschriftl. Widmung. Suhrkamp. August 1961. 236 S. 8°, ungebundene Lagen. 1.500,00 EUR
Mit der sechzeiligen Widmung des Verfassers "Lieber Piz, dies Buch ist beinahe so unbehaglich wie der August 1961, an den es dich, quand-même, gerne [?] und wahrlich [?] erinnern soll!", signiert und datiert August 1961. - Die Malerin Marie-Louise von Motesiczky (1906-1996), genannt "der Piz" (rätoromanisch für "Gipfel") war mit Gretel Adorno befreundet und verbrachte, ebenso wie das Ehepaar Adorno, im August 1961 einige Zeit im Waldhotel in Sils Maria im Engadin. Am 13. August schrieb Adorno an Max Horkheimer: "Es ist [...] schöner hier als je, nur halt arg viele Bekannte, die man lieber nicht kennen möchte. Eine Ausnahme ist unsere Freundin Piz, die aus London 14 Tage herübergekommen ist." (Christoph Gödde u. Henri Lonitz (Hrsg.): Theodor W. Adorno / Max Horkheimer. Briefwechsel 1927-1969. Band IV: 1950-1969. Frankfurt a. M., 2006. 896.) Für Informationen und Hilfe danken wir Herrn Ch. Gödde vom Adorno Archiv, Frankfurt a. M. - Lagen unbeschnitten, gut erhalten.
Aus Kapitel: Philosophie | Literatur | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Bloch, Ernst. Schadet oder nützt Deutschland eine Niederlage seiner Militärs? Der Freie Verlag, Berlin. 1918. 23 S. 8°, Orig.-Broschur. 300,00 EUR
Erste Ausgabe. - Erschien im selben Jahr wie Blochs erstes philosophisches Hauptwerk "Geist der Utopie". - Insgesamt leicht gebräunt, an den Ecken schwach knickspurig, sonst gut erhaltenes Exemplar. - Kosch I 577.

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Majakowski, Wladimir. Wirbelsäulenflöte. Verlag Petrograd. (1916.) 15 S. Gr.-8°, Orig.-Broschur. 1.250,00 EUR
Mit dem vierzeiligen Schenkungsvermerk von Lili Brik (1891-1978) "Javsjan Abramovichu. In Erinnerung an unsere Treffen in der 79. Sonderschule [Berufsschule?] und bei uns zu Hause", signiert und datiert April 1976. Über den Buchtitel wurde von Brik "Lieblingsbuch von Pasternak" eingefügt und ihr als Widmung gedruckter Name vervollständigt. - Im Sommer 1915 lernte Majakowski das russische Künstlerpaar Ossip und Lili Brik kennen und ging mit Lili eine komplizierte und von Zerwürfnissen geprägte Liebesbeziehung ein. Majakowski lebte mehrere Jahre mit dem Ehepaar Brik zusammen und viele seiner Gedichte waren Lili gewidmet, von ihr inspiriert und von ihrem Ehemann Ossip finanziert, mit dem Majakowski 1923-1925 die russische Avantgardezeitschrift herausbrachte. - Während der Oktoberrevolution lebten die Briks in Petrograd, ihre Wohnung wurde zu einem Treffpunkt der Kunstschaffenden der russischen Avantgarde, darunter Sergei Eisenstein, Maxim Gorki, Malewitsch, Boris Pasternack und Rodtschenko. - Broschur etwas fleckig u. knickspurig, mit kleinen Ein- u. Ausrissen. Hinterdeckel gestempelt u. innen mit kleiner Notiz.
Aus Kapitel: Literatur | Bücher in russischer Sprache | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
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Midgard - Arbeits-Lenkleuchte (Modell 113 D). Fuß u. Lampenschirm aus lackiertem Metall. Mit Schraubklemme zur Befestigung am Arbeitstisch; Spannweite der Klemmvorrichtung beträgt 12-50 mm. Industriewerk Auma Ronneberger & Fischer. Designer: Curt Fischer. 1920er Jahre. H. 63 cm. 3.800,00 EUR
Gemarkt. - Die Midgard Arbeitsleuchte 113 D (genannt "Die Peitsche"), 1923-25 von Curt Fischer entworfen, zählte zu den großen Vorbildern für die Mitarbeiter der Metallwerkstatt am Bauhaus Dessau, die sich ab 1925 intensiv mit der Entwicklung von modernen Lampen beschäftigten. Nicht nur in der Metallwerkstatt des Bauhauses fand die Midgardleuchte Verwendung, auch in der Wohnzimmereinrichtung von Ilse und Walter Gropius in ihrem Meisterhaus in Dessau ist sie belegbar (vgl. Charlotte u. Peter Fiell: 1000 Lights 1879-1959. Köln, 213. S. 235 u. Jeannine Fiedler u. Peter Feierabend: Bauhaus. Köln 199. S. 409 (Abb.)). - Charakteristisch für die Midgardleuchten ist der drehbare, asymmetrisch geschnittene blendfreie Reflektor, der optimal auf das neue Leuchtmittel, die doppelt gewendelte Glühlampe, eingestellt ist sowie die Mechanik des Lampenarms, die nahezu jede Einstellung der Leuchte ermöglicht. - Deutsche Warenkunde 1939-1942 Bl. 705. Diese Lampe sowie weitere Design-Objekte finden Sie an unserem Messestand
Aus Kapitel: Design | Bücher über 1.000 Euro
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Schneider-Lengyel, Ilse. Teilnachlass der Fotografin und surrealistischen Lyrikerin Ilse Schneider-Lengyel. 1.000,00 EUR
Enthält: 1. "september-phase". studio frankfurt. Hrsg.: Alfred Andersch. 1952. Erste Ausgabe. + 1 Originalfoto einer Figur (gestempelt: "Photo Schneider-Lengyel. Grand Prix 1937 Paris". handschriftl.: "Musée de l`omme, Paris. Civilisation Précolombienne. VIT. 478 / S. NO."), abgedruckt im Buch zum Gedicht "kolumbische symphonie" (S. 37). 2. "Die Welt der Maske". Mit 80 Tafeln. Pieper, München. 1934. Erste Ausgabe. + 1 Originalfoto einer Maske (handschriftl.: Littoral du Pérou, Chancay, abgedruckt als Nr. 31, Peruanische Küste, Chancay). Beiliegend: Werbezettel des Piper Verlages. 3. "Masques Primitifs". Collection Psyché, Paris. 1951. 4. "Das Gesicht des deutschen Mittelalters". Bruckmann, München. 1935. 5. "Le Chateau et le Parc de Versailles". Librairie Plon, Paris. 1936. Mit einer zweizeiligen handschriftl. Widmung [an ihren Mann Laszlo?], signiert u. datiert 6. Mai 1936. 6. Notizheft mit eingeklebten ausgeschnittenen Abb. von griechischen Skulpturen mit handschriftl. Anmerkungen Schneider-Lengyels. Markiert sind Ausschnitte der Skulpturen, die im Detail fotografiert werden sollen und Überlegungen zu Motiven; wohl als Vorarbeit zu ihrem Band "Griechische Terrakotten". 7. 42 Originalfotografien (Akt, Skulpturen, Gebäudedetails) in unterschiedlichen Größen + 1 Negativ. 8. Zahlreiche, teils aufgeklebte Rezensionen aus diversen Zeitungen zu Büchern Schneider-Lengyels, Typoskripte von Vorträgen und maschinenschriftl. Buchkritiken. - Ilse Schneider-Lengyel (1903-1972) betätigte sich seit den 1930er Jahren als fotografierende Kunsthistorikerin und Ethnologin, vor allem plastischer Kunstwerke und Bauten und bereiste viele Länder. In der Nachkriegszeit veröffentlichte sie surrealistische Gedichte, arbeitete als Literaturkritikerin und veröffentlichte Essays in mehreren Literaturzeitschriften. Im September 1947 fand in ihrem Haus am Bannwaldsee ein Redaktionstreffen für die erste Herausgabe der Literaturzeitschrift "Der Skorpion" statt, aus dem sich dann die Gruppe 47 entwickelte, in der sie bis 1950 aktiv war. - Der Bd. "Versailles" mit loser Broschur u. kleinen Ausrissen; "september-phase" an der oberen Ecke mit Knickspur; sonst sehr ordentliche Erhaltungszustände. - Beigabe: 26 Schachteln mit Negativen u. Diapositiven.
Aus Kapitel: Literatur | Photographie | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
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