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Barth, Karl, ev.-reformierter Theologe (1886-1968). Masch. Rundbrief mit eigenh. U. (voller Namenszug). Basel, im Mai 1961. 4°. 1 ¾ S. eng beschrieben auf blauem Papier. 400,00 EUR
Beginnt mit Dank an "Liebe Freunde" für die sehr zahlreichen Briefe, die vielfältigen Geschenke und Gedenken zu seinem 75. Geburtstag: "[…] Ihr habt mich […] so reichlich bedacht, dass wenig fehlte, so hätte unsere Postverwaltung eine Art Spezialdienst nach dem Bruderholz [Stadtteil Basels] einrichten müssen. […] "Berühmt" zu werden ("der grösste Schriftgelehrte seiner Zeit" las ich dieser Tage sogar in Zuckerguss auf einer Torte!) ist ja ganz nett. Aber wer wird endlich und zuletzt "gerühmt" werden und sein? So bitte ich euch denn wohl, mir auch fernerhin gut zu bleiben, mich weiter mit eurem Gedenken und auch mit euren ermunternden Zurufen zu begleiten. So ermahne ich euch aber auch ebenso ernstlich, doch ja keinen Mythus aus mir zu machen, weil die Engel das sicher nicht gern haben und auch scharfsichtige Menschen ihn zu meiner Beschämung nur zu gut durchschauen könnten [kleiner Seitenhieb auf den ebenfalls berühmten Kollegen und ‚Entmythologisierer` Rudolf Bultmann]. […] KD IV, 4 ist im Tun, aber noch ferne vom Ziel. […] Und nun danke ich auch euch für Alles und bin in aufrichtiger Teilnahme auch an euren Bemühungen, Freuden und Sorgen und mit herzlichem Gruss // Euer [eigenh.:] Karl Barth".
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Barth, Karl. Eigenh. Postkarte. m. U. Basel, 22. IV. (19)65. 1 S. u. eigenh. adressiert. 350,00 EUR
An Hermann Dembowski (1928-2012), der damals an der Rhein.-Westf. technischen Hochschule Aachen ev. Theologie lehrte: "Lieber Herr Dr. Dembowski! Gerne erinnere ich mich Ihrer! Und nun habe ich Ihren Fasten (?) - Vortrag mit ausserordentlicher Freude gelesen. Wenn wohl schon zu viel oder mehr geschrieben und gedruckt wäre, so möchte ich wohl gewünscht haben, dieses Manuskript möchte an die rechte Öffentlichkeit kommen. Glück auch zu Ihrer Hochliteratur schafft wohl dieses schöne Thema! // Und sonst alle guten Wünsche und herzlichem Gruss von Ihrem Karl Barth // [Darunter die Nachschrift:] Krank bin ich nicht mehr, aber noch nicht völlig gesund. Und nach Band IV, 4 soll man besser nicht fragen. Habe auch wohl ohnehin genug Werke von mir gegeben?" - // - Gemeint ist hier der 4. Teilband von Band IV ("Die Lehre von der Versöhnung") von Barths Haupt- und Lebenswerk "Die kirchliche Dogmatik", das insgesamt ca. 9000 Seiten umfasste und zwischen 1932 und 1967 in 14 Teilbänden (mit Register-Band) erschien. Krankheit und mehrere Operationen mit längeren Krankenhausaufenthalten unterbrachen Barths Weiterarbeit, so dass der in unserem Brief angesprochene "Band IV, 4" unvollendet blieb. Karl Barth gilt aufgrund seines theologischen Gesamtwerks als "Kirchenvater des 20. Jahrhunderts" und wurde 1986 sogar mit einer Briefmarke der Deutschen Bundespost geehrt.
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Bultmann, Rudolf, ev. Theologe (1884-1976). Eigenh. Br. m. U. Marburg, 10. IX. 1928. 4°. 1 ½ S. 1.800,00 EUR
Hochinteressanter und für die neuzeitliche Theologie grundlegender Brief. Die Interpretation von Gott als lebendige Wirkung und nicht als bloß historische Gestalt oder gar als tote, überzeitliche Tatsache, ist in Ihrer grundlegenden Bedeutung nur mit den für die Moderne wegweisenden Erkenntnissen von Einstein und Heisenberg (1927 Unschärferelation) und der Philosophie Heideggers vergleichbar. Dessen Jahrhundertwerk "Sein und Zeit" (1927) empfiehlt Bultmann dem Adressaten zur Lektüre. In Carlshof (bei Rastenburg in Ostpreußen), einer beliebten Tagungsstätte für Predigerseminare, hielt Bultmann am 23.8.1928 erstmals seinen Vortrag "Die Bedeutung des geschichtlichen Jesus für die Theologie des Paulus" (gedruckt 1929), den er auf der zweiten Tagung der "Alten Marburger" (22.-24. 10. 1928) wiederholte. Bultmann bedankt sich nach seiner Rückkehr nach Marburg bei dem "Studien - Direktor" (Johannes Besch?) für dessen Brief, der die in Carlshof angesprochenen Themen noch einmal aufgriff: "[…] Ich bin durchaus mit guten Eindrücken von Carlshof abgereist und habe neuen Widerspruch wie jedem sonst geäußerten nur begrüßt als Förderung der Diskussion und Beitrag zur Klärung der schwierigen Fragen, die uns beschäftigten. // Sie haben gewiß recht, daß der Gegensatz zwischen Ihnen und mir in einer verschiedenen Auffassung von Geschichte und damit von Schöpfung u. Welt liegt. Mir scheint nun, daß der Glaube an die Geschichte als von Gott gewirktes Geschehen nicht als feststehende Voraussetzung verstanden werden darf, - u. ich habe den Eindruck, daß Sie ihn so verstehen. Sie sagen: ‚Diese Gedanken, dieses Leben muß, eben weil Gott es richte [Unterstreichungen im Original] seine Wirkung behalten`. Ich würde umgekehrt sagen: ‚Empfange ich aus der Geschichte neues Leben, so ist es von Gott gewirkt`, d. h. ich meine, daß der Glaube an die Geschichte als gottgewirktes Geschehen nur immer im Akt der Entscheidung oder in der Entschlossenheit, in der Entscheidung festgehalten wird, gewonnen wird, nie aber zu einer Voraussetzung werden kann, unter der die Geschichte ‚betrachtet` wird. In diesem Sinne würde ich auch das von ihnen genannte Beispiel des Verhältnisses eines Sohnes zu seiner Mutter verstehen. // Mit der Geschichtsauffassung hängt natürlich die Anthropologie aufs engste zusammen. Ihre Anschauung, dass das menschliche Leben nur weil es ein Sein ist auch ein Werden sein kann, scheint mir auf das griechische Seinsverständnis hinauszulaufen, in denen hinter dem Werden ein seiendes Substrat angenommen wird. Ich meine dagegen daß das Sein des Menschen eben ein Werden ist ["ist" doppelt unterstrichen]. Aber freilich ist das erst verständlich, wenn der Begriff des Werdens nicht missverstanden wird als der Gedanke einer bloßen Veränderung oder Abfolge von Zuständen innerhalb einer Zeitfolge. Mit Recht wehren Sie sich dagegen, daß bei einer Auffassung des menschlichen Lebens als im Vollzuge befindlich die einzelnen Momente des Lebens isoliert u. ohne Zusammenhang nach ‚vorher` und ‚danach` gedacht werden. Es kommt in der Tat darauf an, deutlich zu machen, wie im Jetzt des menschlichen Lebens (als eines Werdens) Vergangenheit und Zukunft in bestimmter Weise präsent sind. Ich meine nur, daß das nicht so geschehen darf, daß man als Substrat des Werdens ein seiendes Etwas annimmt; dann hätte man sowohl menschliches Sein wie Werden missverstanden. // Natürlich wollen diese klugen Bemerkungen, die ich mir erlaubt habe, Sie weder widerlegen noch überzeugen; sie sollen Ihnen nur die Richtung meines Fragens verdeutlichen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie aus Heideggers Buch ‚Sein und Zeit` den Eindruck gewinnen, dass die von mir vertretene Richtung des Fragens für die Theologie fruchtbar ist.-". - Am Schluss bedankt sich Bultmann noch einmal für die in Carlshof genossene Gastfreundschaft und die schönen Stunden im Predigerseminar. - // - Mit seiner Ablehnung der Substanzen-Ontologie schließt Rudolf Bultmann an Martin Heideggers (1889-1976) Philosophie an, der seit 1923 als ao. Professor in Marburg tätig war. Bultmann will nicht einfach überzeugen, sondern die Frage nach Gott offen und damit fruchtbar halten. Im Gegensatz zu manchen seiner Gegner, die ihn auf seine Rolle als Entmythologisierer reduzieren, begrüßt er "Widerspruch … als Förderung der Diskussion und Beitrag zur Klärung der schwierigen Fragen" (s. oben).
Aus Kapitel: Autographen | Theologie | Bücher über 1.000 Euro
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Bultmann, Rudolf, ev. Theologe (1884-1976). Eigenh. Postkarte. Marburg, 19. 1X. 1961. 1 S. und 1 masch. Br. mit eigenh. Korrekturen u. U. Marburg, 8. II. 1963. 4°. 1 S. 400,00 EUR
Beide Schreiben auf eigenem Briefpapier mit gedrucktem Absender "Theologische Rundschau / Neue Folge / herausgegeben von Rudolf Bultmann" an Pfarrer Dr. Dembowski in Aachen. - 19. Sept. 1961: "[...] Da Sie sich allmählich in ihre neue Aufgabe eingearbeitet haben werden, wage ich, Sie zu fragen, ob ich hoffen darf, von Ihnen in absehbarer Zeit den Aufsatz über K. Barths dogmatische Methode zu erhalten, die Sie für die Theol. Rundschau in Aussicht gestellt hatten. Ich würde mich sehr darüber freuen […]. - Im Brief vom 8. Febr. 1963 bedankt sich Bultmann für einen Brief von Dembowski, der " mir zeigte, dass sie an der Zusage festhalten, für die Theol. Rundschau einen Bericht über Karl Barths Dogmatik zu schreiben. … Was nun Ihre Fragen betrifft, so halte ich es für zweckmäßig, dass sie sich zunächst auf die Versöhnungslehre Barths beschränken. In welchem Umfang sie dabei die ersten 3 Bände heranziehen muss ich Ihnen überlassen. ["Die Lehre von der Versöhnung" war Band IV von Barths Haupt- und Lebenswerk "Die kirchliche Dogmatik" und erschien in 4 Teilbänden]. Über den vierten und letzten Band können Sie später immer noch besonders berichten […]" - Weiter über den möglichen Umfang des geplanten Aufsatzes in der ThR. - Bultmann schließt: "Ich freue mich sehr darüber, dass Sie jetzt Lehrbeauftragter für Evangel. Theologie der Rhein.-Westf. technischen Hochschule sind und wünsche Ihnen Freude an der Arbeit und guten Erfolg.". - // - Der ev. Theologe und Hochschullehrer Hermann Dembowski (1928-2012) habilitierte sich 1967 an der Universität Bonn und lehrte hier Systematische Theologie bis zu seiner Emeritierung 1994. - Er war u. a. Autor des Buches "Karl Barth, Rudolf Bultmann, Dietrich Bonhoeffer. Eine Einführung in ihr Lebenswerk und ihre Bedeutung für die gegenwärtige Theologie" (Neukirchen 1976).
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Busch, Wilhelm, Dichter, Maler und Zeichner (1832-1908). Eigenhändige Notiz mit U. ("W. B."), o. O. [Mechtshausen] auf der 2. Seite eines Briefes seines Verlegers Otto Bassermann (1839-1907) an ihn selbst (Wiesbaden, 29. II. 1904. 8°. 1 ½ S. auf Doppelblatt). 900,00 EUR
Es geht um Bezahlung und Ausstattung der Gedichtsammlung "Zu guter Letzt", die Busch am 25. Febr. gegen eine Einmalzahlung dem Verlag angeboten hatte (Bohne 1436). - Bassermann schreibt aus der Kur in Wiesbaden auf Briefpapier des Hotel Wilhelma: "Lieber Busch! // Meine Karte von gestern wirst Du erhalten haben. / Ich habe nun die Gedichte "zu guter Letzt" mit großem Interesse gelesen und bin mit Deiner Bedingung - einfürallemal fünftausend Mark [Buchtitel u. Summe rot unterstrichen], zahlbar bald nach Erscheinen - ganz einverstanden. / Meinerseits knüpfe ich den Wunsch daran, Du möchtest jetzt von einem guten Photographen nochmals Dein Portrait fertigen lassen, daß ich es dem Bändchen vorsetze. Die Portraits im Album u. in der Oktober-Ausgabe sind aus viel früherer Zeit u. das bei Deinem 70. Geburtstag gemachte (für die Woche) [Zeitschrift] ist recht schlecht. Ich möchte aber dem Werke, das den Titel "zu guter Letzt" trägt, ein Bild beifügen, das Dich in jetziger Verfassung - womöglich ohne Hut - darstellt. // Mit dem Abschreiben habe ich begonnen. Sobald ich fertig [bin], sende ich`s nach München zum Setzen und lasse Dir Korrekturen zukommen, die ich und mein Geschäftsführer auch lesen. Dann wird`s wohl richtig werden. / Willst Du einen Vertrag, oder genügt Dir meine Anerkennung Deiner Bedingung in diesem Brief? / Mit herzlichen Grüßen von mir und meiner Frau, der es wieder wieder [Wortwiederholung von Bassermann] gut geht. / Dein alter / Otto Bassermann"- // - Darunter vermerkt W. Busch: "Durch Antwort darauf vom 2 ten März [Bohne 1439] habe ich die Bedingungen für festgestellt erklärt. // W.B." - Busch ließ sich "für die Besorgung der Photographie" noch "20 Mk. vergüten" (vgl. Bohne 1444 u. 1447 / unser Brief ist noch ungedruckt). - Dass das Portrait gelungen ist, zeigt die beigegebene Erstausgabe (1904) von "Zu guter Letzt".
Aus Kapitel: Autographen | Literatur | Kunst
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Gollwitzer, Helmut, ev. Theologe, 1908-1993. Eigenh. Brief mit U. auf der unbedruckten Rückseite e. hektographierten masch. Manuskripts (5 S. eng beschrieben) seiner Predigt zum "50. Kirchweihjubiläum der Jesus Christus-Kirche, Berlin-Dahlem". 6. IV. 1982. 4°. ¾ S. 360,00 EUR
Die "Predigt über Phil. 4,4-5" hielt Gollwitzer am 20. Dez. 1981, dem 4. Advent. - Er erinnert darin an die wechselvolle Geschichte der Dahlemer Kirche und ihrer Gemeinde und ihre besondere Rolle als Zentrum der Bekennenden Kirche, der sich auch Gollwitzer angeschlossen hatte: "[…] Die 2. große Bekenntnissynode des Jahres 1934 fand in Dahlem statt. Der Dahlemer Pfarrer Martin Niemöller wurde zum weltweit bekannten Sprecher des anderen, des besseren Deutschland, zuerst in der Freiheit und dann in 8 jähriger Haft, die nach Hitlers Willen lebenslang sein sollte. Der Dahlemer Pfarrer Fritz Müller war der Vorsitzende der Leitung der bekennenden Kirche in Deutschland und wurde dafür im Krieg umgebracht. Der entschiedene Flügel der Bekennenden Kirche bekam deswegen den uns Dahlemer ehrenden Beinamen der ‚Dahlemiten` […]". - Am Schluss verweist Gollwitzer auf das fortgesetzte Elend, aber auch die Freude in der Welt und endet mit einem Grußwort des fast 90 jährigen Martin Niemöller an seine alte Gemeinde. - // - Auf der unbedruckten S. 6 ist der eigenh. Brief an den ev. Theologen und Hochschullehrer an der Univ. Bonn Hermann Dembowski (1928-2012): "[...] Zwischen Vater Luther und mir steht es so: Im Sommer muss ich für eine Rundfunk-Reihe über ihn einen Vortrag schreiben: Luther als homo politicus [...]". - Er bietet an, den Vortrag modifiziert an verschied. Stellen zu halten und fährt fort: "Das ist dann nicht der ganze Luther, aber doch ein wichtiger Zugang zu ihm, gerade heutzutage. / So viel fürs Erste, mit guten Wünschen! Ihr Helmut Gollwitzer."
Aus Kapitel: Autographen | Theologie
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Gollwitzer, Helmut, ev. Theologe, 1908-1993. Eigenh. Brief mit U. Berlin-Dahlem, 21. X. 1983. Qu.-8°. 2 S. 220,00 EUR
An Hermann Dembowski: "[…] Sie haben ja ganz recht, längst sollte ich mich rühren. Entschuldigen Sie bitte! // Aber was meinen Sie, daß hier los ist! Der Friede ist mit Macht ausgebrochen und beschlagnahmt mich Tag und Nacht." - // - [Bereits am 10. Okt. 1983 hatte eine große Friedensdemonstration gegen die Atomrüstung (Nato-Doppelbeschluss) im Bonner Hofgarten stattgefunden, bei der Gollwitzer einer der Redner war. Einen Tag nach unserem Brief, kam es in West-Berlin, Bonn und vielen anderen Großstädten zu weiteren großen Demonstrationen, an denen sich bundesweit insgesamt etwa 1,3 Millionen Menschen beteiligen.] - // - Gollwitzer fährt fort: "Also: In meinem Vortrag möchte ich ein Luther-Problem behandeln, das mich spätestens seit meiner Luther-Vorlesung im vergangenen Semester sehr beschäftigt (und das auch hinter seinen Äußerungen über die Juden steht. / Dessen [?] Titel: "Von Glauben und Unglauben bei Martin Luther." [im Original unterstrichen] Halten Sie das für möglich und genug zugkräftig?" / Bitte ein ruhiges Doppelzimmer vom 6. auf den 7.12.! // Für den Nachmittag des 6. habe ich Hannelotte R e i f f e n zugesagt für ihren Studentenkreis. Zum Abendessen hat mich Herr S a u t e r eingeladen. Wann kann ich mit Ihnen zusammensein? Anschließend an den Vortrag? Da hätte ich gern auch K r e c k s dabei, weil ich die sonst nicht sehen kann. // Herzlich Ihr Helmut Gollwitzer." - // - Die ev. Theologin Hannelotte Reiffen (1906 -1985) wurde als eine der beiden ersten Frauen in Deutschland ordiniert. Sie war wie G. Schülerin Karl Barths und Mitglied der Bekennenden Kirche. - Gerhard Sauter (geb. 1935) unterrichtete seit 1972 an der Universität Bonn Theologie u. wurde 1976 Direktor des Ökumenischen Instituts. 1975-2005 war er Herausgeber der Zeitschrift "Verkündigung und Forschung". - Prof. Walter Kreck (1908-2002) lehrte seit 1952 an der Univ. Bonn. Er war ebenfalls Schüler Karl Barths, wirkte in der Bekennenden Kirche mit und war seit den 1950er Jahren und über seinen Ruhestand 1973 hinaus aktiv in der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung. - // - Die gedruckte Einleitung (ZS "Evangelische Theologie", Bd. 44, Heft 4) des hier angesprochenen Vortrags vom 6.12. an der Univ. Bonn beginnt: "Dieser Vortrag wurde gegen Ende eines Jahres gehalten, in dem mit großem Aufwand von Geld, Gepränge und Reden Martin Luther gefeiert wurde und in dem gleichzeitig das über uns aufgehängte Damoklesschwert der Vernichtung durch die Stationierung neuartiger Atomraketen in unserm Land lockerer gemacht wurde, ohne daß von den Leitungen unserer Kirchen und von der Mehrheit der akademischen Theologen ein entsetzter Protest dagegen laut geworden ist. Was hätte Luther wohl zu beidem gesagt?"
Aus Kapitel: Autographen | Theologie
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Kropotkin, Pjotr Alexej Fürst, russ. Revolutionär, Anarchist und Schriftsteller (1842-1921). Eigenh. Brief m. U. Brighton, 8. VII. 1915. 8°. 5 1/2 S. 1.100,00 EUR
"Dear Mr. Unwin (?) // Permit me to express you my very best thanks for the pamphlets and books concerning the war which you do kindly continue to send me. Most of them are extremely valuable, and some of them I sent to Sasha and Boris to Petrograd; but I do not know yet whether they have reached them. Their letters reach us regularly in 11 or 12 days; but our letters remains sometimes 27 to 28 days on the journey, probably on account of the censorship. All letters coming from Russia are opened by the Russian Military Censorship, but are not delayed in transmission. // There is a great awakening in Russia - even in that non-Russian - cosmopolitan and German city of Petrograd; so the previous letters of both Boris and Sasha were very sad on account of the pessimism, or indifferent state of mind at Petrograd. The Court, especially its feminine part, is of course pro-German, and the attitudes of a certain portion of the `intellectuals` was one of sad pessimism. // Thus the latest news from Boris and Sasha speak of a serious awakening and consciousness of the seriousness of the conditions. I think that the success of the Germans in Courland, and the consequent menace to St. Petersburg have contributed to the awakening of those whom the German conquest of Poland left indifferent, which the stupid attitude of the Russian Government towards the Ukrainian Autonomist tendencies in East Galicia could only provoke the deepest discontent." - Again, he thanks for the pamphlets and talks about his difficult recovery after a stay at the nursing home. "I felt so well the first fortnight that I began to walk too much, and the wound felt the effects of too much exercise…" - // - Kropotkin bedankt sich für wichtige Pamphlete und Bücher über den ersten Weltkrieg, von denen er einige nach St. Petersburg geschickt hat und berichtet von Problemen mit der Zensur. Er hofft auf ein Ende der Unentschlossenheit in Russland, besonders auf ein Umdenken im zu deutschfreundlichen St. Petersburg, angesichts der Eroberungen durch Deutschland (Kurland, Polen) und die Unterstützung der ukrainischen Separatisten durch die Mittelmächte. Kropotkin setzte sich, entgegen seiner überwiegend pazifistisch orientierten Freunde, für die Beteiligung der Anarchisten am Krieg gegen Deutschland ein.
Aus Kapitel: Autographen | Russland | Bücher über 1.000 Euro
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Kubin, Alfred, Zeichner, Graphiker und Schriftsteller (1877-1959). Eigenh. Brief mit U. [Zwickledt bei] Wernstein a/Inn, 24. II. 1942. 8°. 1 S. - Mit eigenh. adress. Kuvert. 600,00 EUR
An "Herrn Hessel / Nassauischer Kunstverein Wiesbaden" (eigenh. Adresse a. Kuvert mit dem Absenderstempel: "Professor Alfred Kubin / Wernstein a/Inn"): "Sehr geehrter Herr Hessel - Recht schönen Dank für Ihre Mitteilungen und die 3 Besprechungen; - wenn auch nicht da alles besprochen werden kann [Unterstreichungen im Original] so merke ich doch wie vielseitig und interessierend diese Schau ist - Ich verstehe völlig daß es ungemein vertieft ja zur Leidenschaft werden kann wenn man nicht als ‚Zünftiger` solche Ausstellungen arrangiert- die Werke zusammen bringt - die Wirkung aufs Publikum beobachtet u. s. w. … finden. Diese vorliegende Schau ist aber von besonderer Bedeutung und mir tut es leid sie nicht sehen zu können. - / Mit ergebenem Gruß Ihr // A. Kubin". Der 1847 von Bürgern Wiesbadens gegründete Nassauische Kunstverein veranstaltet regelmäßig Ausstellungen zu Förderung zeitgenössischer und experimenteller Kunst. Dort wurde auch Kubin mehrfach ausgestellt. - In unserem Brief geht es um die Ausstellung. "Phantastisches Erleben in Zeichnung und Illustration" im Wiesbadner Kunstverein vom 1. Febr. bis 2. März 1942, die Kubin nicht persönlich besuchen konnte.
Aus Kapitel: Autographen | Kunst
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May, Karl. Am Stillen Ozean. Reiseerlebnisse von Karl May. (= Karl May`s gesammelte Reiseerzählungen. Band XI). 16.- 20. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1898]. Kl.-8°. 2 Bl. (RT, Titel m. verso Inhalt), 607 S., 2 Bl. Anz. Grünes OLn. m. farbig. Deckelbild. 160,00 EUR
3. Auflage (Plaul 252.3; DB 59, 140). - Vorderes Innengelenk minimal angebrochen, aber der Einband ist fest und besonders schön. Nur ganz wenige Bl. gering fleckig, insgesamt sehr schön.
Aus Kapitel: Literatur
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May, Karl. Das Vermächtnis des Inka. Von Karl May. Mit 16 Farbendruckbildern. Zweite Auflage. Stgt., Berlin, Leipzig, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, o. J. [1898]. 8°. 4 Bl. 552 S. Mit 16 Farbtafeln (eine davon als Frontispiz) von Ewald Thiel. Rotes. OLn. mit goldgeprägt. Titel a. Rü. u. Deckel u. mehrfarbig. Deckelillustr. 300,00 EUR
2. Aufl. mit dem ersten Deckelbild (Plaul 275.2; DB 21). - Die Rückenillustration ist etwas berieben, die Innengelenke sind mit einem farblich passenden Leinenstreifen repariert. Der Deckel ist sehr schön. Exlibris (Jugendstil) a. Vorsatz. Namenseintrag in. schöner Handschrift auf dem Schmutztitel, Haupttitelblatt mit minimaler Knickspur, das letzte Blatt mit fachmännisch repariertem Randeinriss. - Insgesamt gutes und sauberes Ex.
Aus Kapitel: Literatur
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May, Karl. Der Ölprinz. Erzählung aus dem wilden Westen. (= Gesammelte Werke Band 37). Radebeul, Karl-May-Verlag, o. J. [1915]. 2 Bl., 608 S. mit 1 Vignette, 2 Bl. (Anz. mit 2 Abb.). Grünes OLn. mit farbig. Deckelbild "DER OELPRINZ". OU. 150,00 EUR
Erstausgabe dieser für den Radebeul Verlag bearbeiteten Aufl. mit dem 1. Deckelbild (Hermesmeier / Schmatz GW 37.6 / T1; DB 72a / Prägedruck) mit dem seltenen und druckfrischen Original-Schutzumschlag (SU 1; Klappen: K4/K1). - In der Verlagsanzeige am Ende des Buches sind einige Bände angekreuzt, sonst ungewöhnlich frisches Ex.
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May, Karl. Der Schut. Reiseerlebnisse von Carl May. (= Carl May`s gesammelte Reiseromane. Band VI). Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1892]. Kl.-8°. 1 Bl. (Titel, die EA hat noch keinen RT), 645 S. (+verso 1 S. Inhalt). Grünes OLn. m. farbig. Deckelbild. 300,00 EUR
Erstausgabe (Plaul 238.1; DB 49, 140), Autorname noch "Carl May" geschrieben. - Vorderer Vorsatz u. Titelblatt minimal locker u. mit kleinen Randverletzungen, ansonsten sehr gut u. sauber. Oberes Kapitel mit kleinen Verletzungen, das schöne Deckelbild ist nur ganz leicht berieben.
Aus Kapitel: Literatur
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May, Karl. Im Lande des Mahdi. I. / II. / III. Band. Reiseerlebnisse von Karl May. (= Karl May s gesammelte Reiseerzählungen Band XVI bis XVIII). Freiburg, Fehsenfeld. Mischauflage 1896-1901. Kl.-8°. 2 Bl., 638 S., 1 Bl.; 2 Bl., 587 S.; 2 Bl., 571 (+1 Inhalt) S. Alle 3 Bände Grünes OLn. mit dem farbigen Deckelbild. 450,00 EUR
1. u. 2. Band jeweils in der 5. Aufl. 21.-45. Tsd. o. J. [1900 u. 1901]. (Plaul 276,5 u. 279,5). - Band 3 mit Auflage u. Jahreszahl a. Titel: "2. Auflage / 6. bis 10. Tausend / 1896". - Alle Bände mit dem Deckelbild 68,140. - Bd. 2 mit schwachem braunen Fleck a. Titelbl. Bd. 3 Name a. Titelbl. u. auf den ersten 3 Bl. schwacher Feuchtigkeitsfleck, sonst sehr gut u. mit weißem Papier. Die Einbände sind nur an den Rückenkanten (Kapitale) etwas berieben. Insgesamt sehr schöne Ausgabe.
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May, Karl. In den Cordilleren. Reiseerlebnisse von Carl May. (= Carl May`s gesammelte Reiseromane. Band XIII). Freiburg, Fehsenfeld, 1894. Kl.-8°. 2 Bl. (RT, Titel u. verso Inhalt), 584 S. Grünes OLn. m. farbig. Deckelbild. 200,00 EUR
Erstausgabe (Plaul 256.1; DB 64, 140) mit der Jahreszahl (1894) a. d. Titelblatt u. noch "Carl May" geschrieben. - Vorderer Vorsatz mit Besitzerstempel, hinterer Vorsatz mit wenigen Flecken, kleine Verletzungen am Rückengelenk (nur oben u. unten). Insgesamt sehr gut. Der Buchblock ist ungewöhnlich sauber u. fleckenfrei, der Rücken (Rückenschild, Bordüren u. Verlag in Gold) und das Deckelbild sind sehr schön.
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May, Karl. In den Schluchten des Balkan. Reiseerlebnisse von Carl May. (= Carl May`s gesammelte Reiseromane. Band IV). Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1892]. Kl.-8°. 340,00 EUR
Erstausgabe (Plaul 232.1; DB 43, 140), nur in dieser Autorname noch "Carl May". - Ein Eck etwas bestoßen, Deckelbild leicht verkratzt, innen sehr gut.
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May, Karl. In den Schluchten des Balkan. Wie oben (EA von 1892), aber mit Autorname "Karl May". 31.-35. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1901]. Grünes OLn. mit dem farbigen Deckelbild. 90,00 EUR
6. Auflage mit anderem Deckelbild (Plaul 232.6; DB 44, 140). - Innen durchgehend etwas stockfleckig, der Einband ist ungewöhnlich gut.
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May, Karl. Und Friede auf Erden! Die selbe Auflage, aber mit dem seltenen grünen Original-Leineneinband, mit Titelschild und den Bordüren u. der Verlagsangabe "Fr. E. Fehsenfeld / Freiburg, Br." in Gold auf dem Rücken. Das Deckelbild von Sascha Schneider ist in Hellblau (Plaul 373.4; DB 85, 140). 280,00 EUR
Rücken mit minimaler Knickspur u. nur unten etwas berieben. Nur die ersten u. letzten Blatt mit wenigen Stockflecken, sonst sehr gut.
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May, Karl. Und Friede auf Erden! Reiseerzählung von Karl May. 16.-20. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1907]. Kl.-8°, 2 Bl. (RT u. Titel), 660 S. Graues OLn. mit geprägt. Goldrahmen u. Titel a. Deckel, goldgeprägt. Rückentitel u. Deckelbild. 160,00 EUR
4. Aufl. im grauen Leineneinband mit dem Deckelbild von Sascha Schneider in Grau / Weiß (Plaul 373.4; DB 85). - Erschienen mit dem RT: Karl May`s Reiseerzählungen Band XXX. - Alter Besitzereintrag (Freiburg 1920) a. Vorsatz. - Nur wenige Stockflecken, meistens nur am Rand oder am Schnitt. Insgesamt gutes Ex. Sehr schöne, in Gold gemusterte Vorsätze.
Aus Kapitel: Literatur
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May, Karl. Von Bagdad nach Stambul. Reiseerlebnisse von Carl May. Mit einem Portrait des Verfassers. (= Carl May`s gesammelte Reiseromane. Band III). Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1892]. Kl.-8°. 3 Bl. (RT, Frontispiz mit Foto des Verfassers (Portrait-Unterschrift: "Dr. Karl May"), Titel m. verso Inhalt), 644 S. Grünes OLn. m. farbig. Deckelbild. 380,00 EUR
Erstausgabe (Plaul 230.1; DB 41, 140), Autorname noch "Carl May" geschrieben. - Das Schutzblatt (Pergament) zwischen Portrait u. Titelblatt hat 3 kleine Stockflecken, die abgefärbt haben. Ansonsten ungewöhnlich schön. Der Einband ist nur leicht berieben. - Vorderer Vorsatz u. Titelblatt minimal locker u. mit kleinen Randverletzungen, ansonsten sehr gut u. sauber. Ein Eck bestoßen, der Einband ist nur leicht berieben.
Aus Kapitel: Literatur
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May, Karl. Winnetou der rote Gentleman. 2. Band. (= Karl May s gesammelte Reiseerzählungen Band VIII). 41.-45. Tsd. Freiburg, Fehsenfeld, o. J. [1903]. Kl.-8°. 2 Bl., 630 S., 3 Bl. (Inhalt u. Verlagswerbung). Graues OLn. mit goldgeprägt. Rückentitel, Rahmen u. Titel in Gold a. Deckel, Deckelbild von Sascha Schneider. 260,00 EUR
8. Aufl. (Plaul 242.8) mit dem sehr seltenen S. Schneider - Einband in Grau (DB 55) mit den goldgemusterten Vorsätzen. - Plaul kenn bei dieser Aufl. nur d. grünen Einband mit anderem Deckelbild (DB 53, 140). - Einband, Gelenk oben kaum sichtbar geklebt u. das Deckelbild etwas fleckig. Innen sehr gut mit weißem Papier.
Aus Kapitel: Literatur
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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