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    Rotes Antiquariat
    Christian Bartsch
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Angebotsschwerpunkte:
Socialistica, Exil-Literatur, Literatur des 20. Jahrhundert

Dexel, Walter - Plakat - Ausstellung am Adolf Mittag See. Spitzen und Stoffe, Holz und Bernstein. Eine Schau neuzeitlicher Gestaltung. Veranstalter: Ausstellungsamt der Stadt Magdeburg und Magdeburger Verein für deutsche Werkkunst. 2. - 22. September [1929]. Druck: Pfannkuch, Magdeburg. [1929.] 84 x 59 cm. 1.500,00 EUR
Dexel war 1928 als Dozent für Gebrauchsgraphik und Kulturgeschichte an die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg gekommen. Er löste Johannes Molzahn ab und schuf u.a. zahlreiche Plakate für Veranstaltungen der Stadt Magdeburg. Außerdem erhielt er vom Magdeburger Hochbauamt den Auftrag, für Straßen und Plätze rund 35 Licht-Säulen zu entwerfen. Der von Bruno Taut nach Magdeburg geholte Johannes Göderitz hatte 1927 dessen Nachfolge als Stadtbaurat angetreten und galt als herausragender Vertreter des Neuen Bauens. Er war Vorsitzender des im Sommer 1929 aus dem Magdeburger Kunstgewerbeverein hervorgegangenen "Magdeburger Verein für deutsche Werkkunst". 1933 wurde er von den Nazis als "Kulturbolschewist" entlassen. Dexel, der sich noch mit einem Eintritt in die NSDAP "retten" wollte, wurde 1935 ebenfalls entlassen. - Kleiner restaurierter Randeinriss, sehr guter und frischer Zustand. - abgebildet in: Marzona. Walter Dexel. Neue Reklame. S.46.
Aus Kapitel: Kunst | Plakate | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Kessler - Cranach-Presse - [Homer]. Die Odyssee. Neu ins Deutsche übertragen von Rudolf Alexander Schröder. Erster bis zwölfter Gesang. Das Gesamtwerk erste Abteilung. [u.] Dreizehnter bis vierundzwanzigster Gesang. [Zwei Bände.] Mit Titeln und Initialen von Eric Gill und fünf Holzschnitten von Aristide Maillol. - Widmungsexemplar an André Gide. Inselverlag, Leipzig. 1907 - 1910. [8], 178, [1] S.; [6], 169, [2] S. 28 x 22 cm. Orig.-Halbpergamentbde. mit Rückenvergoldung. 3.000,00 EUR
Nr. 32 von 425 num. Exemplaren, von denen 350 für den Verkauf bestimmt waren. - Fliegender Vorsatz von Bd. 1 mit einer Widmung in kalligrafischer Handschrift: "Für André Gide von H. K.", Bd. 2 mit beiliegender Karte: "Im Auftrag von Harry Graf Kessler". - Gedruckt unter Leitung von Harry Graf Kessler auf den Pressen von R. Wagner Sohn in Weimar und verlegt durch den Insel-Verlag. - Gilt als erstes großes Vorläufer-Werk der Cranach-Presse. "Der literarische, ästhetische und finanzielle Erfolg der `Odyssee` waren ein wichtiger Aspekt, der Kessler schließlich zur Gründung der Cranach-Presse bewog". - Einbände gering berieben und teilw. schwach fleckig (Bd. 2 etwas stärker), Vorsatz von Bd. 1 schwach stockfleckig, insgesamt guter Zustand. - Sarkowski 784.
Aus Kapitel: Literatur | Pressendrucke | Illustrierte Bücher | Bücher mit Originalgraphik | Numerierte Ausgaben | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Kessler, Harry Graf [Harry Clemens Ulrich Graf von Kessler]. Zwei Briefe in französicher Sprache auf eigenem Briefpapier (1 eigenhändiger u. 1 maschinenschriftl. m. eigenh. Unterschrift) an André Gide. Beiliegend Durchschläge der zwei Antwortschreiben von Gide. Berlin. 1928. 3 u. 4 S. 18,8 x 15 cm. 2.800,00 EUR
Im ersten Brief vom 10. September 1928 bestätigt Kessler u.a. den Erhalt von Gides Buch "Retour du Tchad", in dem dieser die koloniale Ausbeutung und Unterdrückung durch Frankreich anprangert. Er teilt mit, es mit "anhaltendem Interesse gelesen" zu haben und spricht Gide seine Bewunderung dafür aus, sich trotz der Angriffe der politischen Rechten, dieses Themas angenommen zu haben. Gleichzeitig schickt er Gide seine soeben erschienene Rathenau-Biographie und bemerkt: Rathenau und Gide seien gleichermaßen von gesteigertem Schmerz getroffen durch ihre Einsicht, dass Europas Existenz durch die Unordnung in beiden Ländern bedroht sei. Gide antwortet am 24. September und bedauert, dass Kessler "wohl wegen eines Kuraufenthaltes" seine geplante Frankreich-Reise nicht antreten konnte, zumal sein Freund Francois-Paul Alibert auf Kesslers Besuch in Carcassonne gehofft hatte (wegen des Projektes der Georgica-Übersetzung). Im zweiten Brief vom 1. Oktober 1928 schreibt Kessler, dass er die Edition von Vergils Georgica mit Maillol immer noch plane, von diesem aber noch keine feste Zusage habe und deshalb Alibert auch noch nicht beauftragen konnte. [Zwei Jahre zuvor waren in seiner Cranach Presse Vergils Eclogen mit Illustrationen von Aristide Maillol erschienen. Die dort schon im Reihentitel angekündigten Georgica wurden dann allerdings nicht mehr realisiert.] Des Weiteren berichtet er, dass er dabei sei, den Hamlet mit Holzschnitten von Edward Gordon Craig zu editieren: "Die deutsche Ausgabe in Gerhart Hauptmanns Übersetzung ist schon unter der Presse, danach kommt die englische Ausgabe dran." ["William Shakespeare. Die tragische Geschichte von Hamlet Prinzen von Dänemark. Neu übersetzt und eingerichtet von Gerhart Hauptmann. Mit Figurinen und Holzschnitten gezeichnet und geschnitten von Edward Gordon Craig." erschien 1929 in der Cranach-Presse und wurde sogleich zum "schönsten Buch des Jahres" gewählt.] In diesem Zusammenhang fragt Kessler Gide, von dessen Hamlet-Übersetzung er inzwischen erfahren habe, ob dieser seine Übersetzung für eine französische Ausgabe (ebenfalls mit Craigs Illustrationen) zur Verfügung stellen könne. Und er kündigt einen Besuch bei Gide schon für die nächste Woche an, da er mit Maillol von London aus nach Paris komme. Am 3. Oktober antwortet Gide, dass er hoffe Kessler in Paris zu treffen, beantwortet die Anfrage bezüglich des Hamlet aber negativ: Seine Hamlet-Übersetzung sei bislang nicht über den ersten Akt hinausgekommen, allerdings liege ihm auch als Fragment viel an dieser Übersetzung, die er bisher nur noch nicht publiziert habe, weil er sie verlegt hatte und nun aber wiedergefunden und einem neuen Verlag für eine Luxusedition gegeben hat. - Harry Graf Kessler, der von 1913 bis 1931 die nach seiner Weimarer Wohnadresse in der Cranachstraße benannte Presse betrieb, stand schon seit seiner Tätigkeit als Leiter des Großherzoglichen Museums für Kunst und Kunstgewerbe (von 1903 bis 1905) in Kontakt mit Gide. Im August 1903 lud er ihn nach Weimar zu einem Vortrag am Hofe ein. Die damit beabsichtigte kunstästhetische Schulung der höfischen Gesellschaft schien allerdings, einem kleineren Skandal gewichen zu sein: "Gide war ein großer Bewunderer Goethes, und als Kessler ihn also nach Weimar einlud, die große Ausstellung der Post-Impressionisten zu eröffnen, nahm er mit Begeisterung an. [...] In einem Plädoyer für ein von Nietzsche inspiriertes Heidentum argumentierte Gide, die Götter müßten zur Erde zurückkehren, damit die Kunst wieder zum Leben erwache. Aus dem abstrakten Monotheismus, der einen zu großen Unterschied zwischen Himmel und Erde mache, sei nie eine Kunst hervorgegangen. Genaugenommen gebe es so etwas wie eine christliche Kunst nicht (hier muß er ein peinliches Hüsteln und Fußkratzen unter den zwanzig Zuhörern vernommen haben)." (Laird M. Easton: Der Rote Graf. Harry Graf Kessler und seine Zeit. Stuttgart 2005, S. 183 f.) Die durch viele Gemeinsamkeiten in den Anschauungen begründete Verbundenheit zwischen Gide und Kessler bestand bis zum Tod des Weltbürgers im französischen Exil 1937. Bei der Beerdigung des zurückgezogen und verarmt gestorbenen Kessler auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise war Gide einer der nur wenigen Trauergäste. - Ein Brief an unterer Ecke mit dem Antwortschreiben Gides zusammengeklebt, sonst sehr guter Zustand.
Aus Kapitel: Autographen | Literatur | Bücher in französischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro
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Klinger, Max. Zwanzig Studien zu Bildern, Plastiken und Stichen. In Original-Grösse wiedergegeben. Selbstverlag, Leipzig. 1914. Titelblatt mit Radierung (stehender weiblicher Akt im Profil), 20 Tafeln auf farbigem Papier. 75,5 x 45 cm. Orig.-Halbpergamentband. 2.000,00 EUR
Nr. 45 von 250 nummerierten und von Max Klinger signierten Exemplaren. - Mit dem Druckvermerk: "Die Platten sind bereits abgeschliffen außer dem Originalstich des Titelblattes. Die Reproduktionen sind in besonderen Licht- und Steindruck-Verfahren hergestellt, und zwar auf die gleichen Zeichenpapiere, wie für die Originale." - Wie wichtig Klinger die Qualität der Reproduktionen war, wird aus einem Brief vom 18.7.1914 an R. Lehr deutlich, in dem Klinger anmerkt, dass er sich zweieinhalb Jahre mit den Reproduktionen geplagt hat, und feststellt: "Sie sind gut." - Druck der Platten durch Sinsel & Co, Kupferdruck von Giesecke & Devrient, Einband von Hübel & Denck, alles Leipzig. - Einband gering fleckig, guter Zustand.
Aus Kapitel: Kunst | Bücher mit Originalgraphik | Numerierte Ausgaben | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
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Marx, Karl. Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band: Der Produktionsprocess des Kapitals. Zweite verbesserte Auflage. Zweiter Band: Der Ciculationsprocess des Kapitals. Herausgegeben von Friedrich Engels. Erste Ausgabe. Dritter Band, erster und zweiter Theil: Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion. Herausgegeben von Friedrich Engels. Erste Ausgabe. Verlag von Otto Meissner, Hamburg. 1872 - 1894. 830; XXIV, 526; XXVIII, 448; 422 S. 8°, Halblederbände der Zeit. 5.000,00 EUR
Komplette Originalausgabe. Der erste Band des zentralen Werkes von Karl Marx in der Ausgabe letzter Hand (die dritte Auflage erschien im Todesjahr von Marx 1883 mit Zusätzen herausgegeben von Friedrich Engels), der zweite und dritte in der von Friedrich Engels herausgegebenen Erstausgabe. - Titelblätter jeweils mit Stempelsignatur des serbischen Kommunisten Rodoljub Colakovic (1900 - 1983), der zusammen mit Moise Pijade erstmals das Kapital von Marx ins Serbische übersetzte. Die Übersetzung fertigten beide im Zuchthaus von Sremska Mitrowitza an, in welchem sie nach dem Attentat auf den serbischen Innenminister Milorad Draškovic 1921 als kommunistische Verschwörer inhaftiert waren. Die serbische Erstausgabe des Kapital erschien noch während die Übersetzer ihre 12jährige Haftzeit absaßen unter dem Pseudonym M. Popowitsch im Belgrader Verlag Geza Kon. - Einheitliche Halblederbände mit Goldprägung und vier Bünden. - Titelblatt von Bd. 1 mit ausradiertem Stempel und rückseitig beschrieben, sonst innen tadelloser Zustand. Einbände v.a. an den Gelenken berieben, insgesamt guter Zustand.
Aus Kapitel: Sozialistica | Ökonomie / Wirtschaft | Bücher über 1.000 Euro
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Seydewitz, Max - Nationalkomitee Freies Deutschland. Deutsche wohin? Protokoll der Gründungsversammlung des National-Komitees Freies Deutschland und des Deutschen Offizierbundes. Vorwort von Paul Merker und Arnold Vieth von Golssenau (Ludwig Renn). Latein-Amerikanisches Komitee der Freien Deutschen, Mexiko. 1944. 138 S., 1 Bl. 8°, Orig.-Karton. 500,00 EUR
Titelblatt mit eigenh. Besitzvermerk des ehem. Linkssozialisten Max Seydewitz (1892 - 1987), der zu dieser Zeit im Exil in Schweden lebte und später sächsischer Ministerpräsident war (1947 - 1952). - Karton lichtrandig und am Rücken mit kleinem Einriss. - Exilarchiv 1046.
Aus Kapitel: Exil | Signierte Bücher
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Verlag Faber & Faber. Die DDR-Bibliothek. 24 Bände [alles Erschienene] in der Vorzugsausgabe. Leipzig. 1996 - 2002. 8°, Orig.-Leinenbände im Schuber. 1.500,00 EUR
Jeweils eines von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit separat beiliegender signierter Grafik. - Enthält: 1. Johannes R. Becher. Aufstand im Menschen. Mit Holzstich von Karl-Georg Hirsch. 2. Werner Heiduczek. Tod am Meer. Mit Holzschnitt von Wolfgang Mattheuer. 3. Karl Heinz Jakobs. Beschreibung eines Sommers. Mit Radierung von Frank Ruddigkeit. 4. Irmtraud Morgner. Amanda. Ein Hexenroman. Mit Radierung von Harald Metzges. 5. Heiner Müller. Der Lohndrücker / Die Umsiedlerin. Mit Radierung von Xago [Rolf Xago Schröder]. 6. Alfred Wellm. Pause für Wanzka. Mit Holzschnitt von Christa Jahr. 7. Adolf Endler. Schichtenflotz. Mit Holzschnitt von A. R. Penck. 8. Christoph Hein. Horns Ende. Mit Lithographie von Rolf Münzner. 9. Erik Neutsch. Spur der Steine. Mit Lithographie von Willi Sitte. 10. Wolfgang Hilbig. Die Weiber. Mit Holzschnitt von Hans Ticha. 11. Hanns Eisler. Johann Faustus. Mit Lithographie von Bernhard Heisig. 12. Christa Wolf. Der geteilte Himmel. Mit Radierung von Nuria Quevedo. 13. Klaus Schlesinger. Alte Filme. Mit Holzschnitt von Hartwig Ebersbach. 14. Damals. In einem nahen fernen Land. Erzählungen aus der DDR 1949 - 1969. Mit Radieung von Dieter Tucholke. 15. Thomas Brasch. Vor den Vätern sterben die Söhne. Mit Radierung von Volker Stelzmann. 16. Die Kraft der Empfindlichkeit. Essays 1949 bis 1990. Mit Radierung von Hermann Neumann. 17. Hermann Kant. Das Impressum. Mit Radierung von Joachim John. 18. Herbert Otto. Der Traum vom Elch. Mit Holzschnitt von Klaus Süß. 19. Hier und dort. Neulich vor langer Zeit. Erzählungen aus der DDR 1970 - 1990. Mit Holzschnitt von Wolfgang Henne. 20. Volker Braun. Hinze-Kunze-Roman. Mit Kupferstich von Baldwin Zettl. 21. Anna Seghers. Überfahrt. Mit Lithographie von Heidrun Hegewald. 25. [22] Erich Loest. Es geht seinen Gang oder Mühen der Ebene. Mit Radierung von Ulrich Hachulla. 23. Erwin Strittmatter. Ole Bienkopp. Mit Radierung von Gudrun Brüne. 24. Jurek Becker. Aller Welt Freund. Mit Radierung von Sighard Gille. - Komplett selten. Viele Bände waren schon vor der Einstellung der Verlagstätigkeit 2011 nicht mehr lieferbar. Ursprünglich war die Reihe auf 40 Bände angelegt., deswegen gibt es auch eine Irritation bei der Zählung der letzten Bände. Gute Zustände.
Aus Kapitel: Literatur | Illustrierte Bücher | Bücher mit Originalgraphik | Numerierte Ausgaben | Signierte Bücher | Bücher über 1.000 Euro
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