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    Buch- und Kunstantiquariat
    Riewert Q. Tode
    Dudenstraße 36
  D 10965 Berlin

Tel.  :     030 7865186
E-Mail :     antiquariattode@t-online.de

Angebotsschwerpunkte:
Literatur, alte und illustrierte Bücher, Kunst, Sozialismus/Anarchismus, Exil, Theologie/Judaica, Studentenbewegung, Bilder, Grafik, Mappenwerke

Arendt, Erich (1903-1984), Lyriker, Übersetzer und Fotograf. Das gesamte Werk und zahlreiche Autographen. Ca. 150 Titel, davon mehr als 38 mit Widm.; 29 Briefe u. Postkarten (davon 2 masch., die übrigen handschr.) sowie 5 Postkarten u. 2 Briefe seiner Frau Katja Hayek-Arendt, ferner 5 masch. Briefe von Fritz J. Raddatz, Erich Arendt betreffend. Mit mehreren Beigaben (u. a. einige Orig.-Fotos). 5.600,00 EUR
E. Arendt war Ende der 60er Jahre (etwa ab Mitte 1967) für 2 junge Buchhändlerpaare, die wegen der Studentenbewegung nach Westbln. gekommen waren, väterlicher Freund u. Mentor zugleich. Da sie westdt. Ausweise hatten, konnten sie ihn spontan in der Raumerstr. (Prenzlauer Berg) besuchen, wo er damals mit seiner neuen Lebensgefährtin wohnte. Die dort stattfindenden häufigen Gespräche drehten sich um sein interessantes Leben (span. Bürgerkrieg, Exil in Kolumbien etc.), aber auch um seine Dichtung, seine Übersetzertätigkeit, die westbln. außerparlament. Opposition (an der wir aktiv teilnahmen); es ging thematisch um neu erschienene Bücher, von denen wir wichtige Titel für Erich A. (den wir zärtlich "Don Poncho" nannten) beschafften. Finanziell half dabei sein alter Freund Fritz J. Raddatz, der inzwischen Lektor bei Rowohlt war. Die Raumerstr. wurde in diesen Jahren zu einem Treff- und Gesprächspunkt auch mit anderen ostbln. Dichtern u. Übers. wie Henryk Bereska und Norbert Randow. Vorsicht vor der Stasi war da geboten, oft lief klassische Musik, um etwaige Abhörmaßnahmen zu konterkarieren. Dabei stand Erich A. als "Grand Signeur" der (DDR-)Lyrik (der viele jüngere Dichter geprägt hat) und "Homme des Lettres" immer im Mittelpunkt und ich habe bis heute die melodische Stimme im Ohr, mit der er, der Begeisterungsfähige, seine jungen westdt. Freunde wie ein liebender Vater ermahnte und entzückte. (Und durchaus auch Wünsche nach praktischen oder "Luxus"-Artikeln aus dem Westen äußerte, die wir nach Kräften versuchten, zu erfüllen.) Nachdem sein Freund, der Lyriker Peter Huchel, die DDR verlassen hatte, zog Erich A. in dessen Haus in Wilhelmshorst. Das lag außerhalb der ostbln. Stadtgrenze u. war für uns nicht mehr erreichbar, sodass ab 1973 die Begegnungen spärlicher wurden. Allerdings wohnte er bei seiner ersten sog. Rentnerreise auch bei uns in der Eylauer Straße, wo wir jungen Buchhändler eine Wohngemeinschaft hatten. Mit der Freundschaft zu Erich A. begann ich gleichzeitig, seine Bücher zu sammeln, auch alles, was er übersetzt hatte. Die hier vorliegende kompl. Sammlung enthält viele Widmungsex., etl. davon als Geschenke aus seinem eigenen Besitz. In der Sammlung befinden sich auch drei Sturm-Hefte mit seinen allerersten Veröffentl., fünf Nrn. der sowjet. Exil-Zeitschrift "Internationale Literatur : Deutsche Blätter" aus den Jahren 1937/38 (mit Gedichten a. d. span. Bürgerkrieg, aber auch einem Loblied auf Stalin) und die Vorzugsausgabe der Festschrift "Der zerstückte Traum" mit 81 Orig.-Sign. der Laudatoren sowie die bibliophil gestaltete "Ode an die Typographie" von P. Neruda in der Übertr. von "Erich Ahrendt[sic]". Liste aller Bücher u. Zeitschriften auf Anfrage. Es erschließt sich ein beeindruckendes Panorama in das Oeuvre des liebenswerten, kosmopolitischen Dichters Erich Arendt!
Aus Kapitel: Autographen | Literatur | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Bach, Johann Sebastian. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Serie I - Kantaten. Kassel u. Basel; Bärenreiter; 1954-1975. Dieses 42tlg. Konvolut enth. die Partituren aller bis 1975 erschienen Kantaten m. den dazugehörigen krit. Berichten. 1.800,00 EUR
Part. in der goldgepr. Hldr.-Vorzugsa., Kritische Berichte in goldgepr. Ln. Vereinzelte Bände m. min. Lagerspuren. Prachtausgabe! Genaue Liste auf Anfrage.
Aus Kapitel: Musik | Gesamtausgaben | Bücher über 1.000 Euro
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Ensslin, Gudrun (1940-1977) / Bernward Vesper (1938-1971). Konvolut "studio neue literatur", 2 Bücher, 2 Orig.-Briefe, 7 teils mehrseitige Werbeblätter, etl. Beigaben. 390,00 EUR
Das "studio neue literatur" war ein von G. Ensslin u. B. Vesper engagiert betriebener Kleinverlag, der von 1963 bis 1966 existierte und sich mit einer hervorragend gestalteten Werbung für neue Wege i. d. Literatur einsetzte. In Form einer Art Buchclub sollten die Mitglieder, Leser und Rezipienten selbst entscheiden, welche Bücher sie (in bibliophiler Gest.) wünschten. Trotz etl. Ankündigungen sind allerdings nur zwei Bände erschienen. Unsere kl. Sammlung enthält: I. Bücher: 1. Gegen den Tod. Stimmen deutscher Schriftsteller gegen die Atombombe. Stuttgart, studio neue literatur, o.J. Nr. 432 v. 999. TB m. OSU, Cellophan- u. Pergament-SU, 191 S., leichte Randläsuren. - 2. Diego, Gerardo: Versos Gedichte. Zweispr. (es/dt). Stuttgart, studio neue literatur, 1964. Nr. 505 v. 999. Ppbd. m. OSU, Banderole u. Cellophan-SU (dieser m. Einriss u. Randläsuren), 89 S., 15 n. pag. Bl., jap. Bind., leichte Randläsuren, Papier gebräunt. Mit Gedichtwidm. u. Bildunikat d. Vorbesitzers. - II. Briefe: 1. Ganzseitiger maschinengeschr. Brief (11.5.1965) v. G. Ensslin a. d. Buchhändler Riewert Tode m. Sign. "[…] dass wir den Hardtloff nun endgültig doch nicht bringen werden; aus keinem anderen Grund als dem: der Text ist uns während der Monate, die wir ihn in Händen hatten, zu einem kümmerlichen Rest zusammengefallen. […] Wenn Sie wichtige Manuskripte haben: schicken Sie sie uns. […] Buchhandel ist Buchhandel (wem sage ich das!) und studio ist studio, numeriert ist numeriert." - 2. Zweiseitiger handschr. Brief (18.4.1965) v. B. Vesper a. d. Buchhändler Riewert Tode. "[…] Ihr Interesse am ‚studio` freut uns. Leider ist Frl. Ensslin z. Zt. verreist und ich kann Ihre Wünsche nur provisorisch erfüllen […] Bisher haben die den zusätzlichen Kauf von Büchern zum Mitgliederpreis abgelehnt, aber sobald einmal unsere 1000er-Grenze erreicht ist, wird das möglich sein. […] Bitte, falls Herr Direktor Ehrhard noch an der [Deutschen Buchhändler] Schule ist, grüßen Sie ihn von mir, ich war noch in Köln bei ihm." - III. Werbeblätter: 1. "studio-mitteilungen 1/65" - 2. Faltprospekt "studio neue literatur" - 3. Faltblatt m. Infos zum Verlag u. Einladung zur Mitarbeit - 4. "Kurze Mitteilung an die Mitglieder des studio neue literatur" - 5. Prospekt "avantgarde, streitschriften, wissenschaft" u. a. mit Vorschau zu den gepl. (aber nie realisierten) Veröffentl. von H. Hardtloff "Unzucht im Code" u. C. G. Jochmann "Ausgewählte Werke", beiliegend eine Zahlkarte u. ein kl. Flyer zu den vier o.g. Titeln - 6. Brief (30.11.1963) a. d. (potentiellen) Mitglieder m. faksim. Unterschr. v. Ensslin - 7. Faltbogen "studio forum" u. a. mit Zitaten von Brecht, Wohmann, Enzenzberger, Benjamin. Mit vielen Infos zum Projekt "studio neue literatur" - IV.: Beigaben: 1. Whither Latin America? New York 1963. TB, 144 S., m. Randläsuren, handschr. Besitzvermerk v. Vesper a. d. Titelseite. - 2. Hubermann, Leo u. Sweezy, Paul M.: Cuba. Anatomy of a revolution. New York 1961. TB, 208 S., Randläsuren, handschriftl. Besitzvermerk v. Vesper a. d. Titelseite vom 27.08.1967. - 3. Vesper, Bernward: Die Reise (Ausgabe letzter Hand). Frankfurt a. Main 1979. Mit beiliegendem Art. a. d. Zt. - 4. Vesper, Bernward: Ergänzungen zu Die Reise aus der Ausgabe letzter Hand. Frankfurt a. M. 1980. TB, 137 S., min. Randläsuren. - 5. Ensslin, Gudrun: "Zieht den Trennungsstrich, jede Minute" - Briefe an ihre Schwester Christiane und ihren Bruder Gottfried aus dem Gefängnis 1972-1973. Hamburg 2005. TB, 198 S., ill., gut erhalten. - 6. Orig.-Flugblatt: Erklärung der Gefangenen aus der RAF in Stammheim vom 30.04.1977 mit dem Mao-Zitat: "Wer keine Angst vor Vierteilung hat, zieht den Kaiser vom Pferd." Gudrun Ensslin für die Gefangenen aus der RAF (inkl. Symbol). Sehr selten!
Aus Kapitel: Autographen | Literatur
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Hagada. Gebet für den häuslichen Gottesdienst am ersten und zweiten Abende des Pessachfestes. Dt. übers. u. erläutert von R. I. Fürstenthal. Prag u. Breslau; Brandeis; 1906. Zweispr. (dt/hebr), 18. verb. Aufl. 80 S., 8 Abb. Pbd. d. Zt. mit goldgepr. Deckelill. (Berliner Synagoge in der Oranienburger Str.). 150,00 EUR
Rücken etw. ausgebessert, kl. Feuchtigkeitsspuren. Selten!
Aus Kapitel: Judaica
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Karlweis, Marta. Jakob Wassermann. Bild, Kampf und Werk. Mit einem Geleitwort von Thomas Mann. Amsterdam; Querido; 1935. Ln.; 472 S., mit einem Portrait Wassermanns. 220,00 EUR
Min. bestoßen, Vorsätze gebräunt u. m. ExLibris u. schöner Buchmarke aus Amsterdam. Die österr. Schriftstellerin und zweite Ehefrau von Jakob Wassermann - bekannt vor allem für ihren hochgelobten Roman "Ein österreichischer Don Juan" - zeichnet hier das Leben ihres Mannes bis zu seinem Tod 1934 in Altau nach. Ein nicht häufiges Exil-Buch.
Aus Kapitel: Literatur | Exil
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Kertész, Imre. Nobelpreisträger und Auschwitzüberlebender. 2 maschinenschr. Briefe a. d. Oberbaum-Verlag (2000 u. 2001) m. orig. Unterschrift. 1. "[...] in der Sache der Genehmigung eines Nachdrucks von meinem Marái-Essay. Es tut mir sehr leid, aber ich kann diese Genehmigung Ihnen nicht geben, da mein Verlag - Suhrkamp - in einem späteren Zeitpunkt einen Essayband von mir zu verlegen plant, so dass er die Rechte zu einer anderen Publikation nicht genehmigt."; 2. "[...] ich bin Schriftsteller, ich schreibe nie Rezensionen. Es tut mir sehr leid; vielleicht hat Sie mein Essay über Sándor Marái getauscht[sic] - das war aber ein Essay und keine Rezension." Beiliegend ein Orig.-Briefumschlag. - Die Briefe geben Auskunft über die Exaktheit des Schriftstellers in Rechtsfragen und zeugen von seiner liebenswürdigen Höflichkeit. 140,00 EUR
Aus Kapitel: Autographen | Literatur
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Kolbenhoff, Walter. Untermenschen. Kopenhagen; Trobris; 1933. Engl. Brosch.; 219 S. 240,00 EUR
Leicht angestaubt, Rücken alt (und dezent) mit Tesafilm restauriert, ExLibris. Der erst 1993 gestorbene Autor war Mitgl. der KPD u. freier Mitarb. der "Roten Fahne". Er schrieb ab 1930 Reportagen für den "Vorwärts" u. a. Berliner Zeitungen. Sein legendärer Untermenschen-Roman - hrsg. auf Drängen seines Freundes Wilhelm Reich - erschien 1933 nach seiner Emigration nach Kopenhagen. "Der Mann, der erzählt, ist desillusioniert, das Buch ist zynisch, enthält rücksichtslos ehrlich all das Rohe und Brutale auf dem Grunde unserer Sinne [...] hier ist einer von den seltenen, seltenen Fällen, wo man glaubt, ganze, wirkliche, lebende Menschen in einem Buch getroffen zu haben, mögen es auch zerschlagene und misshandelte ‚Untermenschen` sein " (Klappentext). Der überaus seltene Exil-Titel hier noch in einer durchaus guten Erhaltung!
Aus Kapitel: Literatur | Exil
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KPD (Spartakusbund) / KPD-Opposition (Linke KPD) / Linksradikalismus u.a. Konvolut mit 26 Flugblättern u. Handzetteln (zumeist 1918-21) und Zeitschriften. 880,00 EUR
1. Mitteilungsblatt für die Parteiarbeiter der KPD-Opposition (Linke KPD) des Bezirks Niedersachsen. 1. Jhg., Nr. 1-33 (Nr. 18 fehlt) - 2. Mitteilungsblatt (Linke Opposition der KPD). Hrsg.: Hugo Urbahns. Nr. 1-11 offensichlich fortgesetzt durch: 3. Die Fahne des Kommunismus: Zeitschrift der orthodoxen Marxisten-Leninisten. Hrsg.: Hugo Urbahns. 1. Jhg. Nr. 12-42. Diese m. div. Beiträgen u. a. von L. Trotzki sowie Anzeigen für Versammlungen mit der Referentin Ruth Fischer. Des Weiteren sind im Konvolut enthalten: Flugblätter unterz. von der Zentralstelle der kommunistischen Partei (Spartakusbund) mit folgenden Aussagen: "Die Verfälschung der Räte. […] Proletarier! Genossen! Ans Werk, auf die Schanzen!" (17.03.1919), "Arbeiter! Genossen! Genug ist es der Blutherrschaft und des Verrats der Ebert-Scheidemann-Noske." (5.3.1919), "An die Soldaten der Freiwilligen-Regimenter. […] Besinnt Euch, Soldaten! Wollt Ihr noch länger Eurer Brüder Mörder sein!" (16.04.1919), "Eisenbahner! […] Entschliesst Euch: dass Ihr keinen Finger mehr rührt, um weiße Garden, um die für sie bestimmten Kampf- und Lebensmittel zu befördern." (16.4.1919); unterz. von d. Allg. Arbeiter-Union: "Arbeiter, man belügt Euch![...] Es lebe der Mut zur Revolution!" (21.5.1920); unterz. von KPD, Arbeiter-Union u. Arbeiterjugend: "Sabotiert die Wahlen und erkämpft euch revolutionäre Räte!", "Bereitet den revol. Aufstand vor! […] Den Galgenstrick, den Gewerkschaften, SPD und KPD euch um den Hals legten, Proletarier!"; u. a.. Außerdem enthalten ist das Manifest der Kommunistischen Partei Deutschlands (Oktober 1918), sowie einige Handzettel u. a. mit den Sprüchen: "Wer schützt die Ebert-Republik? Ein Heer von Spitzeln!", "Wer macht politische Gefangene? Die Spitzel und die Einwohnerwehr!" und "Wer gehört nicht in die Einwohnerwehr? Der revolutionäre Arbeiter. Er gehört in die K.P.D.". Vollst. Liste aller 26 Handzettel auf Anfrage. Das Konvolut hat alte Feuchtigkeitsspuren u. ist im Papier brüchig. Einige Bl. wurden an den Rändern fachmännisch hinterlegt. Auf Grund der Seltenheit für Forschung u. zeitgeschichtliche Sammlungen interessantes Material.
Aus Kapitel: Sozialistica | Flugblätter
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Kraus, Karl. Gesamtausgabe und 10 weitere Teile. 580,00 EUR
1. Fischer, Heinrich: Werke von Karl Kraus (Gesamtausgabe). Alle 14 Bände + 2 Supplement-Bände + 1 Ergänzungsband. München u. Wien, Langen/Müller u. Kösel, 1952-70. Ln., insg. ca. 1100 S., drei Bd. m. SU, leichte Lagerspuren. - 2. Liegler, Leopold: Karl Kraus und sein Werk. Wien, Richard Lanyi, 1933. Hldr., 427 S., farb. Kopfschnitt, m. Bildanhang u. zwei herausfaltbaren Faksimiles. Einband m. Randläsuren, Marginalien. Text vereinzelt m. Unter- u. Anstr. - 3. Kraft, Werner: Karl Kraus, Beiträge zum Verständnis seines Werkes. Salzburg 1956. Ln., 366 S. Kopf etw. angestaubt, Einband min. berieben. - 4. Jenaczek, Friedrich: Zeittafel zur Fackel. Themen, Ziele, Probleme. Mit einer einführenden Schrift von Emil Schönauer über Karl Kraus. München 1965. Ppbd., LV S., 192 S., m. einig. Gebrauchsspuren. -5. Schneider, Manfred: Die Angst und das Paradies des Nörglers. Versuch über Karl Kraus. Frankfurt a. M. 1977. Ppbd., 208 S., farb. Kopfschnitt. Einband etw. braunfl., leichte Randläsuren. - 6. Kohn, Caroline: Karl Kraus. Stuttgart 1966. Ln., 353 S., leichte Gebrauchsspuren. - 7. Kraus, Karl: Briefe an Sidonie Nadherny von Borutin 1913-1936 (2 Bd.). München 1974. Ln. m. OSU, 695 S., 436 S., ill., Kopfschnitte min. bestaubt, SU m. leichten Randläsuren. Mit beiliegendem Foto v. S. Nadherny v. Borutin. - 8. Weigel, Hans: Karl Kraus oder Die Macht der Ohnmacht. Wien, Frankfurt u. Zürich 1968. Ln., 342 S., ill., Einbanddeckel m. alter Feuchtigkeitsspur, Bildteil war durch Feuchtigkeit a. d. Unterkante leicht verklebt. - 9. Dr. Wild, Heinrich (Hrsg.): Nachrichten aus dem Kösel-Verlag. 14 Hefte, darunter einige Sonderhefte, z.B. zum 90. Geb. v. K. Kraus u. zum 375jähr. Bestehen v. Druckerei u. Verlag. Alle mit. leichten Lagerspuren. - 10. Wagenknecht, Christian u. Dr. Paul Scheichel, Sigurd (Hrsg.): Kraus Hefte. München, edition text+kritik, 1977-82. Nrn. 1-24 (in 21 Heften). - 11. Schick, Paul: Karl Kraus in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1965. TB, 165 S., ill., min. Altersspuren. Dem Konvolut liegt eine Mappe m. einer umfangr. Sammlung von Zeitungsartikeln bei. Ebenfalls dabei ein Orig.-Foto, ein Typoskript (Sprüche und Widersprüche. Eine Sendung über Karl Kraus von Hanns Straub) u. mehrere Briefe u. Postkarten an den Vorbesitzer Straub.
Aus Kapitel: Literatur | Gesamtausgaben
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Masjutin, Wassilij (1884-1955). 59 Radierungen auf Bütten und 15 Buchbeigaben. 1.800,00 EUR
Abzüge von den Orig.-Druckplatten in unterschiedlichen Formaten von 13 x 16 cm bis 45 x 39 cm, zumeist 42 x 33 cm. Die frühen Arbeiten Masjutins aus der Zeit zw. 1908 und 1918 sind von hoher künstl. Qualität. (Die Kritik verglich ihn damals zu Recht u. a. mit Goya.) In sein Berliner Exil nahm er nur einen Teil d. Druckplatten mit und wandte sich nach 1921 (wegen einer Augenkrankheit) ausschl. dem Holzschnitt zu. Ein Moskauer Katalog v. 1920 verzeichnet noch 158 Arbeiten, von denen hier gut ein Drittel vorliegt. Sie zeigen ein oft dunkles Bild des Alltagslebens vor u. während der Revolutionsjahre. Einige von ihnen sind auch ganz frühe phantastische Darstellungen. - In den 80er Jahren wurde eine kleine Aufl. für priv. Zwecke meisterhaft auf Bütten gedruckt. Unsere Folge trägt die Numm. A3 u. ist mit dem v. Masjutin selbst gefertigten Orig.-Signaturstempel versehen. Der Sammlung beigegeben sind vier in kl. Auflage gedruckte Porträt-Holzschnitte v. Masjutin (K. Veit, H.H. Evers, Dostojewski, Puschkin) sowie ein Konvolut von 15 Büchern u. Schriften von u. über Masjutin. Dabei die nicht häufigen Titel: 1. Tode, Riewert Q.: das moderne märchen vom nachlaß des russischen künstler wassilij masjutin oder eine fast unglaubliche geschichte aus dem berliner trödel-leben der siebziger jahre (Randlage Nr. 20). Berlin, amBEATion, 1983. Broschur, 16 n. pag. S., m. 6 Orig.-Holzschnitten - 2. Märtens, Klaus (Hrsg.): Ausstellung 45, Wassily Masjutin 1884-1954[sic], Zeichnungen & Grafik. Berlin, Galerie Taube, 1979. Broschur, 14 n. pag. S., m. einer Orig.-Grafik - 3. Oestmann, Klaus (Einf.): Wassili Nikolajewitsch Masjutin (1884-1955). Das Illustrationswerk. Lübeck 1987. Nr. 130 v. 300. Hln., 82 S. - 4. Werner, Waltraud: Wassili Masjutin 1884-1955. Ein russischer Künstler 1922-1955 in Berlin. Berlin 2003. Ppbn., 168 S., ill.; 5. Werner, Xenia: Wassili Masjutin in Riga, Moskau und Berlin. Sein Leben in Bildern und Dokumenten. Berlin 1989. Ln., 108 S., ill. Eine vollst. Liste der Beig. (zu denen auch fünf Druckplatten u. zwei Klischees gehören) auf Anfrage. Die Seltenheit dieser Kollektion steht außer Frage!
Aus Kapitel: Kunst | Künstlergraphik | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Mynona [i. e. Salomo Friedländer]. Das Eisenbahnglück oder der Anti-Freud (= Sammlung: Die Tollen Bücher, Bd. 2). Berlin 1925. 177 S. 340,00 EUR
Offenbar ein vor der EA erschienenes ungebundenes Korrektur-Ex. für den Autor, mit vereinzelten handschr. Korrekturen u. Revisions-Stempeln d. Druckerei, ohne die Ill. von Hans Bellmer. Mit einem v. Paul Scheerbart gestalteten ExLibris-Stempel Salomo Friedländers u. e. handschr. Widmung von ihm: "Ich nerlingere [bezieht sich wohl a. d. zeitgenöss. Maler u. Grafiker Oskar Nerlinger] nur all zu gern!!! Halensee, Febr. 1925. Friedländer = Mynona." Gebräunt, etw. brüchig, mit Randläsuren. Beigegeben vom gleichen Autor: Rosa, die schöne Schutzmannsfrau und andere Grotesken. Zürich 1965. Ln. m. OSU; 246 S. SU leicht gebräunt. - Friedländer (1871-1946) debütierte mit expressionistisch-dadaistischen Texten unter dem Pseudonym Mynona [= anonym] in versch. Zeitschriften (u. a. Der Sturm, Die Aktion u. Jugend) bevor er 1919 den Stirner-Bund u. die nach dessen Hauptwerk benannte Zeitschrift "Der Einzige" gründete. Seine - häufig in Form der Groteske oder Parodie gehaltenen - Texte zeichnen sich durch ihre scharfe Gesellschaftskritik aus. Kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten nach Paris emigriert, starb Friedländer dort 1946 im Alter von 75 J. Trotz des unspektakulären Äußeren mit der Widmung, den handschr. Korrekturen und dem ExLibris ein besonderes Unikat für jeden Sammler!
Aus Kapitel: Autographen | Literatur
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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NORA. 75 Original-Zeichnungen aus dem NORA-Album des "Skandinavisch-Technischen Studentenvereins NORA, Berlin" (1881-89). 1.650,00 EUR
1981 in einer Berliner Kellerwohnung entdeckt, wurden die einzelnen Bl. sechs Jahre später im Rahmen einer vom Kgl. Norweg. Außenministerium mitfinanzierten Ausstellung i. d. "Kleinen Galerie am Kreuzberg" erstmals öffentl. gezeigt. Unter den - heute v. a. als Architekten bekanntgewordenen - Künstlern: H. Astrup, H. Berle, H. B. Bucher, A. F. Bugge, P. Dybwad, M. Finstad, A. O. v. Hanno u. F. J. A. Knudsen. Die Bilder sind vom Historismus der Zeit geprägt: Sie zeigen "gotisch anmutende Grabstätten, Zeitungskioske mit wilhelminischem [...] Flair, versehen mit phantasievollen Schnitzereien und schmiedeisernen Verzierungen" (Kahrmann, Nachwort z. Ausstellungskatalog [s. u.]), kombinieren diese Elemente aber mit trad. skandinav. Motiven (Holzbauten im Stil typischer Stabkirchen, Wikingerschiffe etc.). Viele der Originale sind auch skurril und lustig. Teils mit alten Feuchtigkeitsspuren, sonst gut. Beigegeben ist das Heft "Kreuzberger Randlage, Nr. 25/26", der 36-seitige Katalog zur Ausstellung in der "Kleinen Galerie am Kreuzberg" mit 28 Abb. (darunter 2 handkolorierte und 1 Leporello), sowie das Plakat zur Ausstellung. Außergewöhnlicher Fundus eines ungewöhnlichen Studentenvereins.
Aus Kapitel: Kunst | Orig.-Zeichnungen | Bücher über 1.000 Euro
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Salomon, Charlotte. 2 Werke. 1. Ein Tagebuch in Bildern 1917-1943. Einl. v. Emil Strauss. Reinbek 1963. Ln. m. OSU; XIV S., 80 Bll. 2. Leben oder Theater? Ein autobiographisches Singspiel in 769 Bildern. Einl. v. Judith Herzberg. Lizenzausg. v. Kiepenheuer & Witsch u. Gary Schwartz 1981. Ln. m. OSU; XVI, 784 S. 430,00 EUR
Charlotte Salomon (1917-1943) war eine deutsche Malerin u. Schriftstellerin. 1939 zunächst auf Grund ihrer jüd. Abstammung nach Frankreich emigriert, wurde sie dort vier Jahre später gemeinsam mit ihrem Mann verhaftet u. nach ihrer Deportation im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. - Der Band "Leben? Oder Theater?" enthält ca. 800 der in den Jahren 1940-1942 entstandenen 1325 expressionistischen Gouachen. Im Verbund mit kurzen Texten u. Verweisen auf Musikstücke schildern sie - in einzelne Akte u. Szenen gegliedert - Salomons Leben. Die Bildsprache von C. Salomon ist, betrachtet man die Zeit, i. d. die Arbeiten entstanden sind, eindringlich und einzigartig. Beide Bände sind selten und werden zusammen so gut wie nie angeboten.
Aus Kapitel: Literatur | Kunst | Judaica
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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Unser Beitrag zum Luther-Jubiläum: Buch und Litho - 1. Christian Friedrich Junii kurzgefasste Reformations-Geschichte, aus des Hrn. Veit Ludwigs von Seckendorf Historia Lutheranismi, zur allgemeinen Erbauung zusammen gezogen, mit einem Anhange vom Jahre 1546 bis zum Religionsfrieden 1555 vermehrt und mit einer Vorrede herausgegeben von Benjamin Lindner, 1755. 3 Teile in einem Bd.; beiliegend eine Abb. von Friedrich dem Weisen. Baltimore; Schlitt; 1865. Hldr. d. Zt.; 418, 494, VI S. Äußerlich etw. bestoßen u. fleckig, farb. Mark. auf d. Titel. Seckendorfs "Historia Lutheranismi" erschien erstmals 1692 u. wurde anschl. durch Chr. Fr. Junius bearb. u. ins Deutsche übertragen. Hier in einer seltenen Ausg. für die USA (mit beigebundenem "Namens-Verzeichnis der Unterschreiber der Reformations-Geschichte" = Subskribenten-Verzeichnis. Dieses enthält nach einzelnen Städten aufgelistet die Namen vieler dt. Pastoren u. Immigranten in Nordamerika.). 2. Die Männer der Reformation. Litho. Frankfurt a. M., Ed. Gus. May, um 1850. Ca. 40 x 50 cm, Rahmen d. Zt. Eindrucksvolle Darst. aller wesentlichen Reformatoren m. Luther in der Mitte. 380,00 EUR
Beigefügt zwei Flugschr. zur Lutherrezeption: 1. Dr. Luther`s Warnung vor Aufruhr und Empörung (Dresden 1848). 2. D. Martin Luther: Von den Juden und ihren Lügen (Dresden ca. 1930/40er Jahre). Besonderes Konvolut.
Aus Kapitel: Theologie | Reformation
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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