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Aus Kapitel: Autographen | Kunst

Thoma, Hans. (1839-1924), Maler und Graphiker. Eigenhändiger Brief auf Bütten mit Unterschrift, datiert: Frankfurt a. M. 9. Juni 1883. 3 Seiten an den Frankfurter Architekten und Bauunternehmer Simon Ravenstein (1844-1933) über ein beigefügtes 6-seitiges Manuskript, dieses ebenfalls mit Unterschrift und Datum: Frankfurt a. M. 8. Juni 1883. Darin erläutert Thoma detailreich seine Wandfresken für ein Objekt in der Eschenheimer Landstraße(?). Hans Thoma stellte hier in sieben Fensterbögen die Sieben Todsünden dar: "Drittes Fenster: die Wohllust(!) - Kinder auf einer Wiese mit Vergißmeinnicht liebkosen eine Taube ... Im linken Zwickel eine Sphinx, rechts ein übermütiger alter Faun, die Streifen sind mit Rosen ausgefüllt". 450,00 EUR
Vgl. Thieme-Becker XXXIII, 47. - Das Manuskript ist für den Weimarer Maler Hermann Graf (1873-1940) gedacht, der es veröffentlichen sollte. - Hans Thoma lebte von 1878 bis zu seiner Berufung nach Karlsruhe 1899 in Frankfurt. In dieser Zeit unterstützte Simon Ravenstein den Künstler mit zahlreichen Aufträgen zur Ausmalung von Innenräumen und Außenfassaden. So schuf Hans Thoma 1882 fünf bedeutende Wandfresken zu Opern Richard Wagners für das Wohnhaus Ravensteins. - Minimal fleckig und gebräunt.
Anbieter: Wend KG Johannes Tel: 0341 9832015 antiquariat-wend@t-online.de
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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