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Aus Kapitel: Literatur | Theater | Kriegsgefangenschaft

Pörzgen, Hermann. Theater ohne Frauen. Das Bühnenleben der kriegsgefangenen Deutschen 1914-1920. - Königsberg / Berlin, Ost-Europa-Verlag, 1933. XIII, (3), 221, (3) S.;. 40 meist fotograf. Abb. 21 x 14,5 cm. Orig.-Karton mit umgelegter grüner Orig.-Bauchbinde und fotoillustr. Orig.-Schutzumschlag. 140,00 EUR
(= Dokumente zur Geschichte der Kriegsgefangenen des Weltkrieges. Band 2.). - Laut Klappentext ist nirgends "das Theater so notwendig und dringlich gewesen, niemals hat es leidenschaftlicher Kulturwillen dokumentiert wie in der Ohnmacht jahrelanger Gefangenschaft". So die jeweilige Lagerleitung es erlaubte, traten dort Männer in allen Rollen auf kleinen Bühnen auf. Wo und was im Ersten Weltkrieg aufgeführt wurde, dokumentiert der reiche Anhang von fast 70 Seiten, der die Namen der Gefangenenlager und der Stücke auflistet, die Größe der Theater, die Bühnenleiter, die Zeit der Existenz der Bühnen u.a. Es gab deutsche Militär-Bühnen von Russland, England und Dänemark bis nach Japan, in der Türkei, in den portugiesischen Kolonien und Brasilien. Bevorzugt wurden Lustspiele (und Operetten) aller Art aufgeführt, aber auch Klassiker - und Schnitzlers "Reigen", der seine tatsächliche Welturaufführung 1919 in Irkutsk erlebte und zwar im Lagertheater von Sairkutuy-Gorodog. - Umschlag berieben und brüchig, mit Randläsuren, und kleineren Fehlstellen. Anfangs alter Namenseintrag, papierbedingt etwas gebräunt, teils gering knickspurig, insgesamt aber noch gut erhalten.
Anbieter: Querschnitt-Antiquariat Tel: 0176 21802379 post@q-schnitt.de
Der Titel ist bis zum Beginn der Antiquariatsmesse reserviert.

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