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    Autographen & Bücher
    Eberhard Köstler
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  D 82327 Tutzing

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Angebotsschwerpunkte:
Autographen, Urkunden, Dokumente, Widmungsexemplare

Berg, Alban, Komponist (1885-1935). Eigenh. Postkarte mit U. (Paraphe) in Bleistift. Wien, 2. I. 1923. 2 Seiten. Mit Adresse und Absenderstempel. 1.200,00 €
Lieferung versandkostenfrei. An seinen Kompositionsschüler Herbert Strutz (1902-1973): "Lieber Strutz Ich kann Samstag nachm[i]tt[a]g 4h nicht. Bitte können Sie schon um 2h zu mir kommen? Oder vormittag 11h od. 12h | Eventuell Sonntag früh 9 Uhr? Es bedarf keiner Zusage. Herzlichst A[lban] B[erg] | (N.B.Seidelhofer kommt Samstag 3h. Es bleibt dabei)." - Herbert Strutz musste sein Klavier- und Kompositionsstudium an der Wiener Musikakademie aus gesundheiltichen Gründen bald darauf abbrechen und wurde Journalist und Schriftsteller. Der Pianist, Organist und Musikpädagoge Bruno Seidlhofer (1905-1982) war Schüler von Franz Schmidt und daneben mit der Wiener Schule - besonders mit Alban Berg - eng verbunden; zu seinem Schülerkreis gehörten Martha Argerich, Rudolf Buchbinder und Friedrich Gulda. - Geringfügig verwischt. - "Yucatan or Jamaica or somewhere" -
Aus Kapitel: Autographen | Musik | Bücher über 1.000 Euro


Lawrence, David Herbert, Schriftsteller (1885-1930). Eigenh. Brief mit U. "D. H. Lawrence". Oaxaca, 31. I. 1925. Gr.-4°. 1 Seite. 1.800,00 €
Lieferung versandkostenfrei. An den britischen Vize-Konsul Constantine Rickards in Mexico City, dem er seine Abreise ankündigt: "[...] Thank you for this letter forwarded. - We leave here next week - arrive in Mexico City about Thursday, I suppose. Then look for a ship. - I wish there was such a thing in the world as a good Cargo boat that might take my wife & me & loiter with us to Yucatan or Jamaica or somewhere. I`m not very anxious to arrive in England till spring comes. - But I suppose nice Cargo boats have disappeared off the face of the waters. Do you know anything about them? All very quiet in Oaxaca: Very pleasant: But I feel now like moving again. Would like to smell the sea, too. Hasta luego [...]" - D. H. Lawrence und seine Frau Frieda (geb. von Richthofen) waren am 9. November 1924 in dem ca. 400 km südlich von Mexico City gelegenen Oaxaca angekommen. Der an Tuberkulose erkrankte Autor verbrachte gerne die Winter im milden mexikanischen Klima und er schätzte den ursprünglichen Charakter von Oaxaca. Hier schrieb er die endgültige Fassung von "The Plumed Serpent" (Die gefiederte Schlange), einem in Mexico spielenden Roman, sowie sein Reisebuch "Mornings in Mexico". Im Januar 1925 erkrankte Lawrence ernsthaft, was ihn zur Weiterreise und Rückkehr zwang. - Vgl. Ross Parmenter, Lawrence in Oaxaca. A Quest for the Novelist in Mexico, Salt Lake City 1984. - Gut erhalten.
Aus Kapitel: Autographen | Literatur | Bücher in englischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro


Maillol, Aristide, Maler und Bildhauer (1861-1944). Eigenh. Brief mit Bleistift- und Federzeichnung 8ca. 12,5 x 12,5 cm) sowie U. Marly-sous-Bois, 5. IV. 1905. 8°. 4 Seiten. Doppelblatt. Unter Glas doppelseitig gerahmt. 7.500,00 €
Lieferung versandkostenfrei. Wunderbarer Künstlerbrief an den Architekten und Designer Henry Van de Velde über eine Skulptur für den Musiksalon von Kurt von Mutzenbecher (1866-1938) in Wiesbaden (das Haus wurde im 2. Weltkrieg zerstört). Mutzenbrecher war als kultivierter Kosmopolit und Sammler moderner Kunst mit Eberhard von Bodenhausen und Harry Graf Kessler befreundet. Nachdem Henry Van de Velde bereits die gesamte Innendekoration von Mutzenbrechers Berliner Villa gestaltet hatte, wurde er 1903 beauftragt, auch die Ausstattung einzelner Zimmer im Wiesbadener Wohnsitz zu übernehmen. Van de Velde beauftragte Maurice Denis mit den Wandgemälden und Maillol mit der Kamingestaltung, während er selbst die Möblierung entwarf. Maillol fertigte mehrere Skizzen an, war aber nicht zufrieden damit. Der vorliegende Brief befasst sich mit Materialfragen besonders über den Einsatz von kostpieligem Marmor "azurin mais qui est diablement dur". Überdies schlägt er weicheren Naturstein vor: "au lieu d`une statue accroupie un grand bas relief qui pourrait être ou très plat ou tout a fait en ronde bosse [...] que de la pierre tendre - car ce serait grandeur nature - vous mettrez une glace dessus - je vous demande simplement votre avis car je ne suis décidé a rien encore et [...] vous envoye le croquis definitif [...] mais j`aimerai avoir un mot de vous sur ces questions: 1 Pourrait-on au besoin employer le marbre 2 pourrait-on faire un bas relief 3 La base de la statue pour le croquis ci-dessus ou autre porrait-elle avoir 1 mettre au besoin [...]". Zur Illustration seines Vorschlags fügte er seinem Brief eine Zeichnung mit der Bildunterschrift "voici mon dernier croquis pour pierre dure" ein. Dargestellt ist eine halbliegende Frau, ein Ellenbogen auf dem Boden, ein Knie angehoben, das andere Bein unter sich angewinkelt. Nachdem Van de Velde diesen Vorschlag nicht akzeptierte, schuf Maillol die Skulptur einer hockenden Frau. Indes verwarf Maillol seine hier vorgestellte Idee keineswegs. Er verwendete nämlich den Entwurf für die heute verlorene Monumentalskulptur "Sérénité", die als Gartenschmuck für die Villa Hohenhof von Karl Ernst Osthaus in Hagen diente, welche ebenfalls von Henry Van de Velde ausgestattet wurde. - Provenienz : Henry Van de Velde, sein Sohn Thyl Van de Velde, anschließend Privatsammlung. - Dokumentation liegt bei. - Vgl. zum Umfeld: Carina Schäfer, Theaterintendant mit Faible für die französische Kunst. Die Sammlung Kurt von Mutzenbrecher in Wiesbaden. In: Die Moderne und ihre Sammler. Hrsg. von Andrea Pophanken und Felix Billeter 2001. S. 95-124.
Aus Kapitel: Autographen | Kunst | Orig.-Zeichnungen | Bücher in französischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro

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Offenbach, Jacques, Komponist (1819-1880). Eigenh. Musikmanuskript. Ohne Ort, ohne Jahr. Fol. 10 Notenzeilen (teils zweistimmig) auf einem Notenblatt, in Tinte, sowie ein beiliegender Brief. 1.500,00 €
Lieferung versandkostenfrei. Schwungvolle Notenhandschrift mit eigenhändigen Textskizzen Jacques Offenbachs unterhalb der Notenlinien, wie "Melodie", "gentille", "j`aime à te voir" oder "fin". Am oberen Rand in Bleistift von fremder zeitgenössischer Hand bezeichnet: "Esquisses de la main d`Offenbach". - Aus dem Besitz des französischen Schriftstellers Albert Dubeux (1894-1979), der in einem beiliegenden eigenhändigen Brief (Paris, 19. August 1939), die Echtheit des Manuskripts bezeugt sowie den Titel des Stückes und den Kaufpreis nennt: "Je soussigné Albert Dubeux reconnait avoir reçu de M. Ugo Ravenna, 214 rue de Faub. St. Honoré, Paris, la somme des mille sept cents francs (1.700 francs), montant du prix d`une manuscrit de Jacques Offenbach: `Grande Valse Espagnole` [...]". - Gefaltet, einige Randläsuren und Tintenwischer.
Aus Kapitel: Autographen | Musik | Bücher in französischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro


Stein, Gertrude, Schriftstellerin (1874-1946). How to write. Paris, Plain Edition, 1931. Kl.- 8° (ca. 17 x 11 cm). 395 S. OPp. mit Rsch. (gering gebräunt und berieben). 1.200,00 €
Lieferung versandkostenfrei. Erste Ausgabe, eins von 1000 Ex. - Vortitel mit eigenh. Widmung und U. der Verfasserin "To George who is or is almost finally George from his friend Getrude Stein". - "How to write" gilt neben "The Making of Americans" als eines der wichtigsten Werke der Dichterin.
Aus Kapitel: Literatur | Signierte Bücher | Bücher in englischer Sprache | Bücher über 1.000 Euro


Strobl, Karl Hans und Czibulka, Alfons von (Hrsg.). Der Orchideengarten. Phantastische Blätter. Jge. 1-3 (alles Erschienene) in 3 Bdn. München, Dreiländerverlag, 1919-21. Fol. Reich farbig illustriert. OPp. (Kapitale mit Fehlstellen) und OHlwd. (etw. berieben). 2.400,00 €
Lieferung versandkostenfrei. Die erste und wichtigste Zeitschrift für die phantastische Literatur der 20er Jahre; komplett nahezu unauffindbar. Vom (sehr seltenen) Jahrgang 3 erschienen nur noch die Hefte 1-12, dann wurde das Erscheinen eingestellt.
Aus Kapitel: Zeitschriften | Literatur | Phantastische Literatur | Bücher über 1.000 Euro

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Wolf, Hugo, Komponist (1860-1903). Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 12. II. 1894. Gr.-8° (18,5 x 11,5 cm). 1 Seite. Doppelblatt. 2.800,00 €
Lieferung versandkostenfrei. An Hugo Faißt (1862-1914), den mit Hugo Wolf eine enge Freundschaft verband: "Mein lieber und hochverehrter Freund! Soeben schreibt mir unser geliebter [Emil] Kauffmann [Komponist, als Universitätsmusikdirektor in Tübingen Förderer von Hugo Wolfs Musik, 1836-1909], daß Sonntag am 18. d. M. eine Matinée in Tübingen stattfinden soll. Ich bin entzückt darüber und Frl. Zerny [d. i. Frieda Zimmer, Sängerin, 1864-1917] nicht minder. Sie halten doch mit? […]Glauben Sie nicht, daß wir, anschließend an Tübingen, noch ein zweites Conzert in Stuttgart riskieren sollen, oder einen Versuch in Heilbronn wagen könnten? [...]" - Die erwähnten Konzerte in Stuttgart und Heilbronn wurden nicht verwirklicht. Am Oberrand mit Beschriftung von Hugo Faisst: "Dem trefflichsten Wolfinterpreten in dankbarer Verehrung, Stuttgart am 13. März 1900 (am 40. Geburtstage von Hugo Wolf)." - Im Januar 1894 kam es zur ersten Begegnung zwischen Faißt und Wolf. Einem Liederabend in Stuttgart mit Wolf am Klavier folgt im Februar 1894 Wolfs erster Besuch in Heilbronn. - Druck unter Nr. 4 bei J. Draheim und S. Hoy (Hrsg.), Hugo Wolf. Briefe an Hugo Faißt. Tutzing 1996. - Oberrand mit ganz schmalem Ausschnitt.
Aus Kapitel: Autographen | Musik