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Aus Kapitel: Autographen | Literatur | Bücher über 1.000 Euro

Hesse, Hermann. Getippter Brief an Emil Anner, mit eigenhändiger Unterschrift und seltener, großer Tuschpinselzeichnung, wie sie in dieser monochromen Art kaum vorkommen. 11 x 9 cm. Drei Seiten. Ohne Ort [Tessin], 20. Januar 1920. 6.000,00 €
Preise inkl. Versandkosten. Launiger Brief anläßlich der ersten Ausstellung seiner Aquarelle in der Kunsthalle Basel. Beim Adressaten handelt es sich um Emil Anner (Baden 1870-1925 Brugg), Komponist und Maler, dessen Bemühungen um seine "Malereien" Hesse verdankt und sich über Kritiker amüsiert: "Und daß Sie außerdem sich so viel Mühe wegen meiner Malereien etc gegeben haben, ist rührend, ich kann Ihnen nicht genug dafür danken! Von Basel habe ich noch nichts gehört, was man zu meinen Versuchen sagt. Die Nationalzeitung dort bringt keine Kritik, weil ihr Kritiker irgend einen der unter Journalisten so beliebten Ehrenhandel mit dem Leiter der Kunsthalle hat … Von den als unverkäuflich bezeichneten Bildchen hat ein Basler Freund sich eins erbeten und mir zum Tausch, wie ich ihm vorgeschlagen, einige Flaschen Wein gesandt, also auf jeden Fall war die Ausstellung nicht völlig ergebnislos." Am Schluss des Briefes beschreibt Hesse das bunte Kirchenfest "… droben in Agra". Emil Anner vertonte drei Gedichte aus "Hermann Lauscher" (Emil Anner, Opus 5, Nr. 1-3).
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