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Aus Kapitel: Autographen | Naturwissenschaften | Physik

Willstätter, Richard (1872 - 1942, Nobelpreis für Chemie 1915). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, Berlin-Dahlem, 20. Mai 1915. 2 Seiten kl.-8º (Doppelblatt mit Trauerrand). Dabei der eigenhändig adressierte Umschlag. 680,00 €
Versandkosten: Deutschland 4 €, Europa 6 €, Welt 8 €. An "Frau Prof. Dr. Hahn" (= Edith Hahn, Ehefrau des späteren Nobelpreisträgers Otto Hahn), die ihm zum Tod seines einzigen Sohnes kondoliert hatte. Ludwig Willstätter war zehnjährig am 25. April verstorben. "… lassen Sie mich Ihnen aufrichtig danken für Ihre große, warme Teilnahme. Ich wünsche Ihnen, daß Sie selbst von Schmerzen immer verschont bleiben und zunächst, daß Sie Ihren verehrten Gemahl unversehrt und gesund aus dem furchtbaren Krieg zurückbekommen mögen. Wie viel bange Tage liegen hinter Ihnen, wie viele noch vor Ihnen! Aber Sie sind jung und heiter und kraftvoll. …" Seit Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie im Oktober 1912 war Willstätter Leiter der Abteilung für Organische Chemie, Otto Hahn leitete die noch kleine Abteilung für Radioaktivitätsforschung. Während des Ersten Weltkriegs waren beide in die von Fritz Haber initiierte Gaskriegsforschung eingebunden. Willstätter war in Dahlem vor allem mit der Entwicklung von Gasmasken betraut, während Hahn als Mitglied des Pionierregiments 36 auch direkt an der Front eingesetzt war. Ende April 1915 hatte der erste Großeinsatz von Chlorgas bei Ypern in Belgien stattgefunden. Der Briefbogen ist für den Postversand einmal gefaltet, ansonsten makellos.
Anbieter: Scripta Scientium Autographenhandlung Tel: 030 37588571 Mobil: 0179 1816689 RHahn@gmx.org

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